Teichpflanzen für den Gartenteich: Diese eignen sich

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Zu den bekannten Teichpflanzen zählen Seerosen oder Schilf. Je nach Teichzone gibt es aber noch eine große Auswahl anderer Möglichkeiten. Welche Teichpflanzen sich für deinen Gartenteich am besten eignen, erfährst du in diesem Artikel.

Beim Bepflanzen deines Gartenteichs gibt es einiges zu beachten: Welche Teichpflanzen wachsen beispielsweise gut bei welcher Wassertiefe oder in welcher Feuchtzone? In diesem Artikel verschaffen wir dir darüber einen Überblick.

Wenn du nicht nur nach Tipps zur Bepflanzung suchst, sondern wissen möchtest, wie wie du deinen eigenen Gartenteich anlegst, hilft dir unser Ratgeber weiter: Teich anlegen: Einfache Anleitung für einen ökologischen Gartenteich.

Die richtigen Teichpflanzen für die richtige Teichzone

Bevor du entscheidest, welche Teichpflanzen du in deinen Gartenteich pflanzt, solltest du die verschiedenen Teichzonen kennen. Es gibt die Uferzone, die Sumpfzone, die Flachwasserzone und zuletzt die Tiefwasserzone. Jede Zone bietet optimale Lebensbedingungen für unterschiedliche Pflanzen. Die jeweilige Zone lässt sich anhand der Wassertiefe festmachen.

Der Wasserstand oder die Teichtiefe spielen bei der Wahl der Teichpflanzen also eine wichtige Rolle. Im Folgenden haben wir dir je nach Wassertiefe Beispiele für Teichpflanzen aufgelistet.

Teichpflanzen für die Tiefwasserzone

Die Seekanne gehört zu den Teichpflanzen, die sich im tiefen Wasser wohlfühlen.
Die Seekanne gehört zu den Teichpflanzen, die sich im tiefen Wasser wohlfühlen. (Foto: CC0 / Pixabay / LittleThought)

Die Tiefwasserzone beginnt ab einer Wassertiefe von 60 Zentimetern. Folgende Pflanzen sind besonders gut für diese Zone geeignet:

  • Hornblatt
  • Seekanne
  • Tausendblatt
  • Wasser-Knöterich
  • Wasserpest
  • Wasserschraube

Grundsätzlich pflanzt du in der Tiefwasserzone Unterwasserpflanzen und Teichpflanzen, die später bis über die Wasseroberfläche reichen. Pflanzen wie Hornblatt oder Wasserpest versorgen den Gartenteich mit Sauerstoff. Das macht sie dringend notwendig für das biologische Gleichgewicht deines Gartenteichs. Außerdem schützen Unterwasserpflanzen vor zu starkem Algenbewuchs.

Teichpflanzen für die Flachwasserzone

Die nächste Zone ist die Flachwasserzone. Sie umfasst den Bereich mit einer Wassertiefe von 20 bis 60 Zentimetern. In der Flachwasserzone fühlen sich diese Teichpflanzen wohl:

  • Breitblättriger und schmalblättriger Rohrkolben
  • Hechtraut
  • Nadelsimse
  • Pfeilblatt
  • Schilfrohr
  • Tannenwedel
  • Wasserähre
  • Wasserfeder

Übrigens: Teichpflanzen aus der Flachwasserzone können teils auch in der Tiefwasserzone gedeihen – vorausgesetzt sie sind groß genug.

Die richtige Teichpflanzen in der Sumpfzone

Die Sumpfdotterblume ist eine Teichpflanze der Sumpfzone.
Die Sumpfdotterblume ist eine Teichpflanze der Sumpfzone. (Foto: CC0 / Pixabay / bernswaelz)

Die Sumpfzone liegt in einer Wassertiefe zwischen zehn und 20 Zentimetern. Teichpflanzen der Sumpfzone kommen gut mit einer wechselhaften Umgebung klar. Das heißt, sowohl zeitweise Trockenheit oder auch unterschiedliche Wasserstände machen ihnen nichts aus.

Teichpflanzen, die sich hier wohlfühlen sind:

  • Amerikanische Schwertlilie
  • Bach-Ehrenpreis
  • Brunnenkresse
  • Fieberklee
  • Schwanenblume
  • Sumpfdotterblume
  • Wasserminze

In der Sumpfzone findest du die größte Artenvielfalt. Hier gedeihen beispielsweise Teichpflanzen ganz unterschiedlicher Wuchshöhen.

Teichpflanzen für die Uferzone

Schilf als Teichpflanze wächst sowohl in der Ufer- als auch der Flachwasserzone.
Schilf als Teichpflanze wächst sowohl in der Ufer- als auch der Flachwasserzone. (Foto: CC0 / Pixabay / Tohra)

Bei der letzten Teichzone handelt es sich um die Uferzone. Sie geht bis zu einer Wassertiefe von 10 Zentimetern. Teichpflanzen dieser Zone sind:

  • asiatische Iris
  • blaue Gauklerblume
  • Sumpffarn
  • Sumpfgladiole
  • Schilf
  • Wasserschwertlilie
  • Wasseranemone
  • zottiges Weidenröschen
  • Zwergbinse

Die Teichpflanzen in der Uferzone schmücken deinen Gartenteich schon auf den ersten Blick. Zudem haben sie eine wichtige Filterfunktion für das Wasser. Hohes Schilf hält beispielsweise Blätter ab, die sonst in den Teich geweht werden. Uferpflanzen sind außerdem meist recht pflegeleicht. Sie stehen normalerweise nicht im direkten Wasserkontakt. Sollte das nach starkem Regen doch einmal der Fall sein, musst du dir aber keine Sorgen machen, denn es macht den Pflanzen nichts aus.

Teichpflanzen: Allgemeine Tipps

Ein Gartenteich bietet Libellen Lebensraum.
Ein Gartenteich bietet Libellen Lebensraum. (Foto: CC0 / Pixabay / marcofedermann)

Nachdem du jetzt die einzelnen Teichzonen und die entsprechenden Teichpflanzen kennengelernt hast, haben wir noch ein paar zusätzliche Tipps für die Bepflanzung:

  • Bedenke die Größe deines Teiches. Teichpflanzen brauchen unterschiedlich viel Platz. Du solltest nicht mehr als zwei Drittel der gesamten Fläche bepflanzen. Ein zu dichter Bewuchs kann zum einen das biologische Gleichgewicht durcheinanderbringen und zum anderen Algenwachstum fördern.
  • Ein günstiger Standort für viele Teichpflanzen ist außerdem im Schatten der Hausfassade oder einer Hecke. Die meisten Teichpflanzen mögen es im Gegensatz zu Algen nicht allzu sonnig. Bei zu starker Sonneneinstrahlung erhöht sich die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt verringert sich. Außerdem verdunstet mehr Wasser, wodurch der Wasserspiegel sinkt. Da das nicht gut für deine Teichpflanzen ist, eignen sich helle Ost- und Westausrichtungen mit etwas Schatten besser.
  • Neben den Lichtverhältnissen ist der richtige Boden bei der Standortwahl zu beachten.
  • Die meisten Teichpflanzen wachsen am besten, wenn der Boden deines Gartenteichs aus einer Sandschicht oder einem Sand-Kies-Gemisch besteht. Über Jahre bildet sich am Teichgrund oft eine Schlammschicht. Diese solltest du abschnittsweise entnehmen. In Abschnitten deshalb, um keine Tiere am Grund zu stören. Bei deinen Uferpflanzen solltest du zusätzlich noch darauf achten, dass der Boden humusreich, neutral bis leicht sauer und eben sonnig bis halbschattig ist.
  • Lege die unterschiedlichen Teichzonen terrassenförmig an. Pflanze also auch die Teichpflanzen terrassenförmig an und gib ihnen genug Platz. So gedeihen sie am besten und du verhinderst, dass dein Teichufer abrutscht.
  • Bepflanze deinen Gartenteich zwischen März und Juni. Zu dieser Zeit ist es meist sonnig und die Temperatur ist angemessen.
  • Wenn du einen Gartenteich anlegst, tust du zusätzlich etwas Gutes für die Umwelt: Ein Teich und seine Pflanzen sind sehr tierfreundlich, denn sie schaffen Lebensraum für Insekten, Vögel und Amphibien. Wie du deinen Gartenteich naturnah anlegst, erfährst du in diesem Factsheet des WWF.
  • Wähle hauptsächlich regionale, heimische Teichpflanzen. Sie ziehen eher heimische Tiere und Insekten an. Bei den meisten oben genannten Teichpflanzen handelt es sich um heimische Teichpflanzen. Ausnahme sind beispielsweise die amerikanische Schwertlilie oder die asiatische Iris.
  • Besonders insektenfreundlich wird dein Gartenteich, wenn du einen großen Uferbereich anlegst. Sie leben gerne im Flachwasser oder im wassernahen Uferbereich.

Bei der Auswahl von Teichpflanzen gibt es also verschiedene Dinge zu beachten. Vergiss dabei aber nicht, dass sie dir natürlich auch gefallen sollen!

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