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Verpackung vermeiden: 14 Tipps für plastikfreies Einkaufen

Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Tara Clark/Gaelle Marcel

Plastik ist überall in unserem Alltag, vor allem in Supermärkten findet sich viel davon. Dabei kannst du plastikfrei einkaufen. Wir zeigen dir 14 Tipps, wie du Verpackung aus Plastik vermeidest.

Klar: Bioläden, Wochenmärkte oder Unverpackt-Läden sind die beste Wahl für den plastikfreien Einkauf. Die meisten von uns kaufen trotzdem im Supermarkt ein – und kommen oft mit einem Berg an Verpackungsmüll nach Hause. Dabei ist es gar nicht so schwer, auch dort Plastik und anderen Abfall zu reduzieren.

Du willst lieber zuhören statt lesen? Im Utopia-Podcast sprechen Lino und Christian über nachhaltiges Einkaufen im Supermarkt.

1) Spar dir To-Go-Produkte

To-Go-Produkte verursachen viel Müll. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Yulia Khlebnikova)

Fertigsalat, Obstsalat und Müsli to go – mit To-go-Produkten kaufen wir in der Regel jede Menge Verpackungsmüll. Die kleinen Portionen sind außerdem oft deutlich teurer als größere Packungen – ein gutes Geschäft für die Hersteller, ein weniger gutes für uns und vor allem die Umwelt.

Ein ganzer Salatkopf oder frisches Obst macht weniger Müll, ist günstiger und mehr als ein paar Minuten kostet dich die Zubereitung auch nicht.

2) Verpackung vermeiden: Pfandglas statt Plastikbecher

Verpackungsmüll vermeiden: Pfandgläser (Foto: © Utopia)

In den meisten Kühltheken gibt es Joghurt nicht nur in bunten kleinen Plastikbechern, sondern auch in etwas größeren Pfandgläsern. Das vermeidet Plastikmüll und die Gläser können immer wieder verwendet werden – übrigens eignen sich die Schraubgläser auch zur Lagerung von Eingemachtem und Resten zu Hause.

Auch Milch und seit einiger Zeit auch Nüsse und Tee gibt es in der Pfandflasche. Bedenke: Joghurt und Milch sind tierische Produkte, deshalb solltest du auf jeden Fall auf Bio-Qualität achten.

3) Verpackungsmüll vermeiden: Mehrweg statt Einweg

Verpackungsmüll vermeiden: Pfandflasche (Foto: © Utopia)

Auch bei Getränken wie Säften und Softdrinks gibt es in der Regel die Option, Mehrwegflaschen anstelle von Einwegflaschen oder -packungen zu kaufen.

Mehrwegplastikflaschen erkennst du am dickeren, festeren Kunststoff; Saft bekommt man meist auch in Pfand-Glasflaschen.

Wenn du es genauer wissen willst, lies gerne: Einweg oder Mehrweg, Glas- oder Plastikflaschen: Was ist umweltfreundlicher?

Tipp: Achte beim Kauf von Saft auf regionale Herkunft und Bio-Qualität.

4) Schluss mit Plastikwasser

Wasser in Plastikflaschen ist unnötig. Besser ist Wasser in Glasflaschen (Pfand) oder direkt aus der Leitung. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Haneen Krimly)

Für alle, die noch immer Wasser in Plastikflaschen nach Hause schleppen: Schluss mit dem Quatsch! In fast allen Regionen Deutschlands ist das Leitungswasser bedenkenlos trinkbar und oftmals sogar von besserer Qualität als abgefülltes Wasser. Wer unbedingt Kohlensäure im Wasser möchte, ist mit einem Wassersprudler sehr gut beraten.

Plastikflaschen werden zwar recycelt, aber die Wiederverwertung von Kunststoff ist nur begrenzt möglich, so dass trotzdem Plastikmüll anfällt. Eine wieder verwendbare Trinkflasche dagegen kannst du überall mit Wasser füllen und sie sieht auch noch schick aus.

5) Kauf echtes Brot und spare Verpackungen ein

Echtes Brot bekommst du beim Bio-Bäcker. (Foto: Nordreisender / photocase.de)

In Plastik eingeschweißte „Aufbackbrötchen“ und Brotscheiben haben mit echtem Brot nicht viel zu tun. Sie sind in der Regel industriell gefertigt, künstlich haltbar gemacht und enthalten nicht selten gentechnisch veränderte Enzyme.

Besser, du kaufst frisches Brot beim echten Bäcker oder auf dem Wochenmarkt – die packen es in eine Papiertüte oder in deinen mitgebrachten Stoffbeutel und du trägst keinen Plastikmüll nach Hause. Weiterer Pluspunkt: Frisches Brot vom Bäcker schmeckt auch viel besser.

Mehr dazu: Woran erkennt man wirklich gutes Brot?

6) Verpackung im Supermarkt vermeiden: lieber frisch als fertig

Verpackungsmüll vermeiden: frisch kochen (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - caroline attwood)

Tütensuppen, Mikrowellen-Lasagne, Tiefkühl-Paella: Fertiggerichte sind meist in Plastik, Alu und/oder Pappe verpackt. Übrigens sind auch Konservendosen innen oft mit Kunststoff beschichtet.

Wer auf Fertigessen verzichtet und frisch kocht, spart Verpackungsmüll – und ernährt sich außerdem gesünder, denn in Fertiggerichten stecken oft zweifelhafte Zusatzstoffe.

Einige Rezeptideen:

7) Verpackung vermeiden: Frischetheke statt Kühlregal

Verpackungsfrei: An der Käsetheke kannst du inzwischen oft auch deine eigene Tupperbox zum Einkaufen verwenden. (Foto: © JackF - Fotolia.com)

Fertig abgepackte Käse- oder Wurstscheiben haben neben dem anfallenden Plastikmüll noch einen Nachteil: Sie werden schneller schlecht. Kauf deinen Bio(!)-Käse lieber am Stück an der Frischetheke; dort wird er in Papier oder zumindest in weniger Plastik verpackt.

Du kannst auch versuchen, ihn dir in deine eigenen Vorratsdosen packen zu lassen – immer mehr Supermärkte lassen das inzwischen zu.

Tipp: Käse hält zuhause im Kühlschrank länger, wenn er nicht luftdicht verpackt ist.

8) Bitte keine Quetschies und Kindergetränke

Unnötiger Verpackungsmüll: Obstbrei in sogenannten Quetschies (Foto: © Utopia)

Obstbrei im Quetschbeutel, gezuckerte Drinks und Säfte im Plastik-Trinkpack – solche Produkte sind nicht nur völlig überflüssig und oftmals ungesund, sie hinterlassen auch im Verhältnis zum Inhalt absurd viel Abfall.

Und so schwer ist es nun auch nicht, etwas frisches Obst zu pürieren oder Saft in eine Trinkflasche abzufüllen …

9) Kein Gemüse in Plastik

Gemüse plastikfrei im Supermarkt kaufen klappt gut, wenn du dir Stoffbeutel zum Einkauf mitnimmst. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Markus Spiske)

Es ist absurd: Die einzigen unverpackten Lebensmittel, die es im Supermarkt noch gibt, Obst und Gemüse, sollen wir in einzelne Plastiktütchen packen.

Manches liegt sogar schon in Plastik verpackt im Regal; traurigerweise betrifft das auch Bio-Obst und -Gemüse. In dem Fall sind Wochenmärkte, Bio-Supermärkte oder Unverpackt-Läden die bessere Alternative.

Tipp: Wieder verwendbare Beutel und Netze für Obst und Gemüse ersetzen zumindest die Plastiktütchen; das Selbermachen geht ganz einfach.

10) Weniger Reinigungsmittel

Alle Reiniger für den Haushalt kannst du ohne Plastik selbst herstellen. Das mit nur 5 Hausmitteln. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Monfocus)

Badreiniger, Glasreiniger, WC-Reiniger, Kalkentferner, Weichspüler: Die Reinigungsmittelregale in den Supermärkten suggerieren, man bräuchte für jeden Bereich ein extra Produkt. So sammeln sich schnell jede Menge mehr oder weniger giftiger Mittel in vielen bunten Plastikflaschen in unserem Haushalt an.

Die meisten davon sind überflüssig: Diese 5 Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel.

11) Verkneif dir die Spontankäufe

Verpackung lässt sich auch vermeiden, indem du auf Spontankäufe verzichtest und dich an deine Einkaufsliste hältst. (Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Kevin Malik)

In fast allen Supermärkten und Discountern gibt es regelmäßig Aktions- und Sonderangebote: zum Beispiel Kleidung, Küchenutensilien oder Deko, die genau genommen kein Mensch braucht, vieles davon in Plastik und Pappe verpackt.

Halte dich von solchen Angeboten am besten fern – das spart nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Geld und Ärger, denn langlebig sind solche Billigwaren meist nicht.

12) Verpackung vermeiden: Stoffbeutel statt Plastiktüte

Stoffbeutel eignen sich besonders gut, um plastikfrei einzukaufen. Deshalb ist sinnvoll, stets einen Stoffbeutel dabei zu haben. (Foto: © Utopia)

Eigentlich sollte es inzwischen jedem klar sein, aber wir sagen es zur Sicherheit trotzdem noch mal: Nimm Stoffbeutel oder sonstige Tragebehälter mit zum Einkaufen, dann brauchst du keine Plastiktüten zu kaufen! Gilt übrigens nicht nur für den Supermarkt-Einkauf, sondern auch für sonstige Shopping-Touren.

Lies dazu auch:

13) Meide Mehrfachverpackungen und Einzelportionen

Verpackungsmüll: Mehrfachverpackungen verursachen besonders viel unnötigen Abfall. (Foto: © Utopia)

Um Plastik zumindest zu reduzieren, verzichte wenn möglich auf Mehrfachverpackungen. Süßigkeiten zum Beispiel werden oft doppelt und dreifach verpackt.

Eine große Packung Gummibärchen ergibt am Schluss deutlich weniger Plastikmüll als eine Tüte voll einzeln verpacktem Süßkram. Viele Mini-Frischkäse oder Cornflakes-Packungen produzieren mehr Abfall als eine große. Seifen und Duschgels gibt es oft in Nachfüllpackungen, die weniger Müll produzieren als einzeln gekaufte Produkte.

14) Supermarkt ist nicht alles: Kaufe in Unverpackt-Läden

Bei unverpackten Optionen haben die Lebensmittelhändler noch viel nachzuholen. (Foto: © Utopia)

Einfacher als im normalen Supermarkt ist der verpackungsreduzierte Einkauf meist in Bioläden und Reformhäusern, auf dem Wochenmarkt, in Unverpackt-Läden und Hofläden – bestimmt gibt es auch in deiner Nähe die eine oder andere Möglichkeit, zum Beispiel frisches Obst und Gemüse ohne Plastik zu bekommen.

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