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Warum wählen gehen? 5 gute Gründe

Warum wählen gehen?
Foto: CC0 / Pixabay / blickpixel

Wenn du wählen gehst, kannst du aktiv die Demokratie in unserem Land stärken. Das überzeugt dich noch nicht? Dann lies dir unsere fünf wichtigsten Gründe durch. Damit kannst du auch Nichtwähler:innen überzeugen.

2021 gilt als ein Superwahljahr. Kein Wunder – schließlich stehen in Deutschland sechs Landtagswahlen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Bundestagswahl an.

Das Jahr ist aber auch deshalb so besonders, weil am 26. September nach über sechzehn Jahren eine neue Nachfolgerin oder ein neuer Nachfolger für Bundeskanzlerin Angela Merkel gewählt wird. Egal, wie die Wahlergebnisse am Ende aussehen werden: Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Fall, dass die Klima- sowie die Coronakrise die Hauptthemen aller Wahlen werden.

Durch dein Wahlrecht kannst du den Ausgang der Wahlen beeinflussen. Wir stellen dir fünf gute Gründe vor, die dir zeigen, dass deine Stimme viel bewirken kann und warum es wichtig ist, dass du die Demokratie aktiv mitgestaltest. Diese können dir auch dabei helfen, Nichtwähler:innen zu überzeugen, doch wählen zu gehen.

1. Jede Stimme zählt

Warum solltest du wählen gehen? Weil deine Stimme einen großen Einfluss auf politische Entscheidungen hat.
Warum solltest du wählen gehen? Weil deine Stimme einen großen Einfluss auf politische Entscheidungen hat.
(Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Warum solltest du wählen gehen? Weil letztlich jede einzelne Stimme ein großes Gewicht und damit einen entscheidenden Einfluss auf die Politik hat. Wenn du die Hochrechnungen nach einer Wahl schon einmal verfolgt hast, wirst du feststellen, dass sie oft knapp ausfallen. Manchmal entscheiden schon wenige Prozentpunkte darüber, ob eine Partei in den Bundestag einziehen darf (Fünf-Prozent-Hürde) oder ob sie mit anderen eine Regierung bilden kann.

Der Weg zur Wahlurne sollte dich nicht vom Wählen abhalten. Schließlich kannst du auch Briefwahl beantragen und bequem von zu Hause aus wählen.

2. Wählen als Privileg

An Wahlen teilzunehmen  ist ein großes Privileg und gehört zu deinen Rechten – auch darum solltest du wählen gehen. Fakt ist, dass Menschen nicht in jedem Land die Chance haben, selbst wählen zu dürfen. In Diktaturen ist das nicht möglich, und auch einigen Minderheiten wird das Recht auf Wahlbeteiligung in anderen Ländern abgesprochen.

Das Grundgesetz in Deutschland sieht jedoch das Wahlrecht für alle deutschen Staatsbürger:innen ab 18 Jahren vor. Für dich ist die Wahl eine Chance, Verantwortung zu übernehmen und deine Meinung in den Wahlprozess einfließen zu lassen.

3. Demokratie mitgestalten

Deine Stimme entscheidet mit, welche Parteien in den Bundestag einziehen dürfen.
Deine Stimme entscheidet mit, welche Parteien in den Bundestag einziehen dürfen.
(Foto: CC0 / Pixabay / PixLord)

Eine Wahl betrifft längst nicht nur bundes- oder gar EU-weite Entscheidungen, sondern auch deinen Landkreis oder Stadtteil. Übersetzt bedeutet das Wort „Demokratie“ nicht umsonst „Herrschaft des Volkes“, denn Politik beginnt im Kleinen. Das kann bei Kommunalwahlen sogar ganz konkret den Bau von Kitas, Seniorenheimen oder Supermärkten in deinem Ort betreffen. Damit bist du direkt von den Auswirkungen einer Wahl betroffen und kannst durch deine Stimme Einfluss darauf nehmen.

Aber auch für die Bundestagswahlen bestimmen letztendlich die Wähler:innen, welche Themen im Bundestag diskutiert werden. Ein Drittel der Wahlberechtigten ist über 60 Jahre alt, während nur jede:r sechste Wähler:in unter 30 Jahre alt ist. Bei der Bundestagswahl 2013 hat sich bei den Älteren mit knapp 80 Prozent eine sehr hohe Wahlbeteiligung gezeigt. Am wenigsten gewählt haben hingegen Menschen Anfang 20. Nur 60 Prozent von ihnen haben ihre Stimme abgegeben. In der Regel sind es unterschiedliche Themen, die die einzelnen Generationen bewegen. Nur wenn du selbst wählen gehst, kannst du dich für die Ziele einsetzen, die für dich persönlich wichtig sind.

4. Schutz vor Populismus und Extremismus

Aus Protest nicht zu wählen, funktioniert nicht – sondern unterstützt Extremist:innen und Populist:innen unter Umständen nur. Schließlich weisen knapp acht Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung eine rechtsextreme Einstellung auf. Dieser Anteil sei bei populistisch eingestellten Wähler:innen noch einmal doppelt so hoch.

Wer nicht wählen geht, lässt andere über die Zukunft des Landes entscheiden. Machen zu wenig Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch oder enthalten sich, besteht eine deutlich höhere Gefahr, dass extremistische Strömungen in den Bundestag einziehen und wichtige Entscheidungen fällen können. Wie viele Sitze eine Partei letztendlich im Bundestag erhält, hängt ausschließlich von der Anzahl der gültigen Stimmen ab.

Bei der Bundestagswahl 2013 gab es 18 Millionen Nicht-Wähler:innen, das sind also knapp ein Drittel aller Wahlberechtigten. Wählt nur die Hälfte, so haben die anderen Stimmen ein deutlich stärkeres Gewicht. Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag können sich damit entscheidend verändern. Die Große Koalition hat eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag, mit der sie unter Umständen auch imstande ist, die Verfassung zu ändern.

5. Nachhaltige Veränderungen wählen

Du wünschst dir nachhaltige Veränderungen? Dann wähle sie.
Du wünschst dir nachhaltige Veränderungen? Dann wähle sie.
(Foto: CC0 / Pixabay / anncapictures)

Falls du dich noch immer fragst, warum du wählen gehen solltest, überzeugt dich sicherlich unser letzter Punkt: Du wünschst dir nachhaltige Veränderungen? Dann wähle sie. Vielleicht liegen dir gerade die Themen Umwelt- und Klimaschutz, erneuerbare Energien, artgerechte Tierhaltung oder plastikfreies Leben am Herzen. Informiere dich vorab, welche Ziele die einzelnen Parteien verfolgen und entscheide, womit du dich am besten identifizieren kannst.

Wählen gehen lohnt sich!

Du siehst also: Es gibt eine Menge wichtiger Gründe, wählen zu gehen und die Politik aktiv mitzugestalten. Einiges hat die Regierung schon im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz erreicht. Einen der größten Schritte bildet dabei vermutlich der Beschluss des Klimapakets und des Klimaschutzgesetzes. Das Ziel dieses Gesetzes besteht darin, die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken und bis 2050 klimaneutral zu sein.

Zu den konkreten Maßnahmen zählen dabei beispielsweise energieeffiziente Gebäudesanierungen oder auch klimafreundlichere Mobilität durch die Förderung des ÖPNV und des Fuß- und Fahrradverkehrs. Dennoch sind noch viele Schritte nötig, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Umwelt zu schonen.

Solltest du dir noch unsicher sein, welche Partei du gerne wählen möchtest, kann dir der Wahl-O-Mat weiterhelfen. Er hilft dir, deine persönliche Position zum Klimawandel und zu anderen Themen mit den Programmen der verschiedenen Parteien abzugleichen. Außerdem gibt es den Klimawahlcheck und Wahltraut für Klima- bzw. feministische Themen.

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