Weihnachten in der Coronakrise: 24 Tipps, wie du anderen eine Freude machst

Nicht nur ältere Menschen fühlen sich in der Coronakrise einsam
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Und wieder ein Weihnachtsfest in der Corona-Krise… Das Sozialleben pausiert und zum zweiten Mal ist die Adventszeit ruhig und ereignislos. Viele von uns kämpfen in der Zeit um Weihnachten besonders mit dem Alleinsein und der Einsamkeit. 24 Anregungen, wie du anderen jetzt eine kleine – oder große – Freude machen kannst.

Dieses Weihnachten befinden wir uns zwar nicht mit strengen Kontaktbeschränkungen im Lockdown – aber die Einschränkungen sind für viele Menschen trotzdem belastend. Und selbst wenn man sich – rein rechtlich – mit Freunden, Nachbarn oder der Familie treffen darf, viele wollen und können das gar nicht. Zu tief sitzt die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus oder davor, das Virus unbemerkt weiterzugeben.

Für viele wird auch dieses Weihnachten definitiv anders aussehen als vor der Pandemie. Ohne Weihnachtsfeiern mit den Kolleg:innen, ohne einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, ohne Plätzchenessen mit guten Freund:innen an den Adventssonntagen. Das ist traurig. Und für viele ganz schön einsam.

Hat manch einer das Sozialleben im Standby-Modus bislang noch ganz gut verkraftet, macht er oder sie jetzt die Erfahrung, dass Einsamkeit und Isolation in der Weihnachtszeit besonders schwer zu verkraften sind.

Einsamkeit betrifft viele Menschen

Wer mit anderen zusammenlebt, als Familie oder WG, erlebt die „stade“ Weihnachtszeit 2021 vielleicht sogar als Chance: Langweilig ist’s hier selten, und ohne die vielen Weihnachtsfeiern, -aufführungen und -treffen bleibt mehr Zeit für gemütliche Stunden daheim, in denen gekocht, gebacken, gespielt und gebastelt werden kann. Wer aber alleine lebt – egal ob jung oder alt – für den ist die Weihnachtszeit eine Herausforderung, und das schon zum zweiten Mal.

Dabei können schon kleine Gesten und Aufmerksamkeiten für große Freude sorgen. Wir haben Ideen gesammelt, wie man Freund:innen, Verwandten, Nachbar:innen und auch völlig Unbekannten jetzt eine Freude machen kann.

Kleine Geste, große Freude
Kleine Geste, große Freude ((Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Bob_Dmyt)

Einsamkeit: So kannst du helfen

Einsam fühlen sich nicht nur ältere Menschen, die wenige Sozialkontakte haben, sondern auch die, die aus welchen Gründen auch immer besonders vorsichtig sein müssen oder wollen. Für Singles ist die Coronazeit eine besondere Belastung. Aber auch Menschen, in deren WG es Streit gibt oder die sich vom Partner oder von der Partnerin nicht verstanden fühlen, fühlen sich schnell alleine. Sie alle freuen sich über nette Gesten lieber Menschen.

Unsere Tipps haben einen angenehmen Nebeneffekt: Sie sorgen für eine Win-win-Situation. Denn wenn wir anderen Gutes tun, macht uns das glücklich.

1. Gemeinsam an die frische Luft: Sei aufmerksam und überlege, wer sich in deiner Nachbarschaft, im Bekannten- und Freundeskreis und in der Familie gerade einsam und alleine fühlen könnte. Wenn du gerne spazieren gehst: Überlege, wen du animieren könntest, dich zu begleiten. Pack als Überraschung heißen Tee in der Thermosflasche und ein paar Plätzchen ein, dann ist Weihnachtsstimmung garantiert.

2. Gespräche tun gut: Ruf jemanden an, bei dem du dich schon lange mal wieder melden wolltest. Und zwar übers gute alte Telefon, nicht über Skype, Zoom oder Whereby. Das ist oft entspannter, weil man nicht die ganze Zeit nebenbei kontrolliert, ob die Frisur sitzt und das Licht stimmt. Wichtig: Gut zuhören und nachfragen.

3. Ein Lächeln wirkt Wunder: Eine kleine Geste, die viel zu selten praktiziert wird: Lächle Menschen, die dir entgegenkommen, freundlich an und grüße sie. Manch einem versüßt du durch ein simples Lächeln den Tag.

4. Grüße per Post: Wenn sich zwischen all den vielen Rechnungen und Werbesendungen etwas Handschriftliches findet, ist die Freude groß. Es muss gar nicht immer der lange, handgeschriebene Brief sein, auch ein Gruß per Postkarte ist ein schönes Zeichen, dass jemand an einen denkt.

5. Spiele wie Tabu oder Stadt Land Fluss lassen sich auch online spielen.

6. Kleine Hilfe, große Wirkung: In der ersten Coronawelle war die Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft groß, jetzt ist es an der Zeit, diese wieder zu beleben: Nimm älteren Menschen in der Nachbarschaft den Einkauf, den Gang zur Bäckerei oder zur Apotheke ab. Entweder klingeln (dann aber ein paar Schritte zurücktreten), anrufen oder im Mietshaus einen Zettel mit deinem Angebot aufhängen. Für viele ist die Möglichkeit, ein paar Minuten zu reden, oft hilfreicher als das eigentliche Angebot.

7. Weihnachtswunsch-Erfüller: Bei unserer traditionellen Weihnachtsaktion auf Utopia.de dürfen alle Weihnachtswünsche posten – und natürlich auch erfüllen.

8. Bilder sind eine schöne Reise in die Vergangenheit: Ein kleines Fotoalbum mit Erinnerungen an gemeinsame Aktionen freut Freund:innen, Eltern oder das Patenkind, das gerade in Quarantäne sitzt, garantiert.

9. Menschen zusammen bringen: Plattformen wie nebenan.de, zusammengegencorona.de, quarantaenehelden.org, coronaport.net oder hilf-jetzt.de haben sich darauf spezialisiert, Menschen zusammenzubringen.

10. Fremden helfen: Bring dem Obdachlosen, dem du immer wieder in der Stadt begegnest, ein Croissant und einen Kaffee vorbei und unterhalte dich eine Weile mit ihm.

11. Corona-Care-Paket: Ein Päckchen mit selbstgebackenen Plätzchen, einem Spiel, das man auch alleine spielen kann (z. B. Gravity Maze, Der Unterhändler oder Freitag) oder einem Buch ist schnell gepackt – und sorgt bei den Beschenkten für große Freude.

12. Komplimente machen glücklich: Mach den Menschen, denen du beim Weg zur Mülltonne, unterwegs beim Gassi gehen oder in der Schlange beim Bäcker begegnest, ein ganz spontanes Kompliment.

13. Soziales Engagement: Wenn du Zeit übrig hast, erkundige dich bei der Nachbarschaftshilfe, der Tafel oder einer anderen sozialen Einrichtung, wo du helfen und dich engagieren kannst. Sie alle haben seit Beginn der Coronakrise Probleme, genug Ehrenamtliche zu finden. Hier erfährst du, weshalb dir ein Ehrenamt gut tut.

14. Erzähl von dir: Erzähl anderen von deinen ganz persönlichen Sorgen und Gedanken und frag dann dein Gegenüber, wie es ihm oder ihr selbst geht. Oft fällt es so leichter, über Probleme wie Einsamkeit und Ängste vor der Zukunft zu sprechen.

15. Spiel Christkind. In fast allen Städten und vielen Gemeinden gibt es Wunschbaum-Aktionen, die bedürftigen Kindern und Jugendlichen ihre Wünsche erfüllen. Eine schnelle Internet-Recherche hilft dir, eine in deiner Region zu finden.  

16. Gemeinsam kochen und essen funktioniert auch per Skype oder Zoom. Für ein virtuelles Kochdate müsst ihr euch nur vorher auf ein Rezept sowie einen Termin einigen und alle Zutaten einkaufen.

17. Hilfe für Inhaftierte: Wie wär’s mit einem kleinen Weihnachtsgeschenk für Menschen, die Weihnachten im Gefängnis sitzen? Die Initiative „Nächstenliebe befreit“ hilft bei der Organisation.

18. Zahl zwei, verschenk einen: Spendiere einem anderen Menschen einen „aufgeschobenen Kaffee„. Die Idee dahinter stammt ursprünglich aus Nepal: Du kaufst einen Kaffee für dich selbst – und bezahlst einen zweiten mit, den dann jemand spendiert bekommt. Das können zum Beispiel Rentner:innen sein, die am Monatsende kein Geld mehr haben, Menschen, die den Geldbeutel daheim vergessen haben oder Obdachlose, denen kalt ist. Es gibt sicher auch eine Bäckerei oder ein Café in deiner Nähe, das sich beteiligt. Die Aktion läuft in manchen Städten auch unter dem Namen „Spendierbrett“.

19. Blutspende: Geh mal wieder zum Blut spenden. Derzeit sind Blutspenden immer wieder rar. Infos gibt’s beim Blutspendedienst oder beim Deutschen Roten Kreuz.

20. Gruß vor der Tür: Stell einem Menschen, von dem du weißt, dass er einsam ist, ein paar Plätzchen oder einen kleinen Blumengruß mit ein paar persönlichen Worten vor die Tür.

21. Gemeinsames Filme schauen ist nicht nur im wahren, sondern auch im digitalen Leben möglich, Stichwort Watch Party über Amazon oder Netflix Party.

22. Weitersagen! Wenn dir ein interessanter Podcast, ein kluger Zeitungskommentar, ein spannender Film oder ein lustiges Buch begegnet: Gib den Tipp ganz unkompliziert weiter, per Mail oder schnelle Nachricht übers Handy.

23. Vorfreude ist die zweitschönste Freude: Verschenk einen Gutschein für ein gemeinsames Event in der Zeit nach Corona.

24. Dinge weitergeben: Wenn du ausmistest, dann überleg dir bei allen Kleidungsstücken, Büchern, CDs und Dingen, die du nicht mehr brauchst, wem du damit eine Freude machen könntest.

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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