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Soapbottle – die Seife in der Seife

Foto: © J. Breitenhuber / Soapbottle

Immer mehr Menschen möchten auch bei Hygieneprodukten auf Plastik und andere Verpackungen verzichten. Soapbottle hat nun eine neue „Verpackung“ entwickelt, mit der gar kein Müll mehr anfällt.

Im Durchschnitt verbraucht jede:r Deutsche elf Flaschen Duschgel, zehn Flaschen Shampoo und 3,7 Flaschen Flüssigseife im Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt das dem SZ Magazin. Insgesamt ergibt das 75 Kilotonnen, das sind mehrere Tausend Schwimmbecken voll.

Diese Zahlen fand auch Jonna Breitenhuber erschreckend. Als sie Verpackungsdesign für Kosmetikprodukte studierte, wurde ihr erst richtig bewusst, dass es kaum eine kunststofffreie Verpackung für flüssige Körperpflegeprodukte gibt. Das Problem machte sie sich kurzerhand zum Thema ihrer Masterarbeit und setzte sich zur Aufgabe, dafür eine Lösung zu finden. Das war der Start von Soapbottle.

Soapbottle – inspiriert von der Eiswaffel

Breitenhuber ließ sich von Lebensmittelverpackungen inspirieren. Denn beim Eis lässt sich schließlich die „Verpackung“, nämlich die Waffel, auch mitessen. Warum sollte das nicht auch bei Kosmetik funktionieren, dachte sich Breitenhuber und fing an, mit Seife zu experimentieren.

Das Prinzip von Soapbottle ist folgendes: Die Flaschen werden aus Seife gegossen, die sich dann zu fester Seife verfestigt. Darin können dann Shampoo, Duschgel oder Flüssigseife eingefüllt werden. Die Beispiele auf der Webseite sehen aus wie verschieden große Rechtecke, bei denen zum Gebrauch eine Ecke weggeschnitten werden muss, damit der Inhalt herauslaufen kann (siehe Bild).

Zum Schließen der Öffnung kann ein Metallverschluss an die Seife befestigt werden. Zudem haben die Rechtecke ein Loch, durch das ein Band gefädelt werden kann, um es in die Dusche zu hängen. So trocknet sie Seife schnell und flutscht nicht aus der Hand.

Soapbottle flüssige Seife in einer festen Seife
Das flüssige Shampoo ist innen, die feste Seife außen (Foto: © J. Breitenhuber / Soapbottle)

Unter der Dusche kannst du dann das Shampoo aus der Seife für die Haare verwenden und die Seife direkt für den Körper. Wenn du das Produkt aufgebraucht hast, kannst du die Reste der Soapbottle mit einer Reibe zu kleinen Spännen raspeln, Natron und Soda hinzufügen und das Gemisch als Waschpulver oder Putzmittel verwenden. Die gesamte Verpackung kann komplett benutzt werden und Verpackungsmüll damit komplett vermieden werden.

Duschen ohne Verpackungsmüll – das steckt in der Soapbottle

Die Seife für die Verpackung besteht aus natürlichen Rohstoffen – ein Alkalisalz, gewonnen aus Öl bzw. Fett. Dadurch ist sie biologisch abbaubar.

Einen kleinen Nachteil hat die Soapbottle: Die Oberfläche wird in Kontakt mit Wasser rutschig. Allerdings gibt es dafür das Band, mit dem man die Flasche in der Dusche aufhängen kann.

So geht es mit der Soapbottle weiter

Bisher gibt es die Soapbottle noch nicht zu kaufen. Um aus dem Konzept ein Produkt zu machen, arbeitet das Unternehmen mit Marie-Stella-Maris zusammen, die Mineralwasser, Pflegeprodukte und Raumdüfte anbieten.

Ende März 2021 startet eine Crowdfunding-Kampagne. Mit der Unterstützung will Soapbottle das Produkt weiter entwickeln, Materialforschung betreiben, Tests durchführen und für die Produkte eine Neuzulassung beantragen. Das Ziel sind 20.000€.

Utopia meint: Wir finden es toll, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, Plastik und sonstige Verpackungen zu vermeiden. Die Soapbottle kann für all diejenigen ein tolles Produkt sein, die weiterhin lieber ein flüssiges Shampoo verwenden, statt auf festes Shampoo umzusteigen, die aber dennoch Verpackungen einsparen wollen.

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