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Faire Lieferketten – Praxisbeispiel Kaffee

Lebensbaum We Care Siegel Kaffee
Foto: Ulrich Walter GmbH - Lebensbaum

Stell dir vor, du gehst einkaufen, und musst nur noch auf ein einziges Siegel achten. Du muss nicht mehr überlegen, welches Siegel wofür steht und was es für das Produkt genau bedeutet. Das ist die Intention hinter dem „We-Care-Siegel“. Es soll die Nachhaltigkeit des gesamten Unternehmens bestätigen. Und Verbraucher:innen durch die Bewertung des gesamten Lieferkettenmanagements Transparenz und Sicherheit bieten, wenn es um bewusste und nachhaltige Konsumentscheidungen geht. Wie genau so eine faire Lieferkette funktionieren kann, schauen wir uns am Beispiel Kaffee genauer an.

Das We-Care-Zertifikat ist ein Management-Standard, der erstmals die soziale und ökologische Unternehmensverantwortung entlang der gesamten Lieferkette und an den heimischen Standorten abbildet. Vor allem beim Thema Kaffee vermuten die meisten Verbraucher:innen laut einer Utopia Studie schlechte und ausbeuterische Sozialstandards. Könnte das We-Care-Siegel die Antwort sein?

Kaffee, Kinderarbeit und der Wunsch nach mehr Transparenz

Letztes Jahr war das Jahr gegen Kinderarbeit. Das Ergebnis einer Utopia Studie zum Thema zeigt: Die meisten Konsument:innen vermuten Kinderarbeit bei Kaffee und Kakao, fühlen sich aber gleichzeitig nicht ausreichend darüber informiert. Sie wünschen sich hier beispielsweise eine Kennzeichnung von Produkten, die ohne Kinderarbeit produziert wurden.

Lebensbaum Kaffee Mexiko Finca Irlanda
Die Finca Irlanda ist die älteste Demeter Plantage in den Tropen, seit 1928 wird dort Kaffee nach Demeter-Prinzipien angebaut. (Foto: Ulrich Walter GmbH – Lebensbaum)

Das Interesse und der Wille zu nachhaltigem und fairem Kaffee-Konsum scheinen also da zu sein. Schließlich ist Kaffee unter den Top 3 der deutschen Lieblingsgetränke. Nur ist es beim Einkaufen nicht gerade leicht, sich reinen Gewissens zu entscheiden. Die Flut an Siegeln – ob nun anerkannt oder nicht – ist riesig. Auch zertifizieren einzelne Siegel meist nur einzelne Aspekte hinsichtlich Nachhaltigkeit. Das ist zwar wichtig für einen nachhaltigen Wandel, macht die Einzelentscheidungen für die Konsument:innen aber auch komplexer.

Entdecke den Kaffee von Lebensbaum

Lebensbaum: Jetzt offiziell We-Care-zertifiziert

Nachhaltig, sozial, fair – dafür steht Lebensbaum seit jeher, das ist so weit nichts Neues. Neu jedoch ist das Siegel, das all das greifbar zusammenfasst: We Care.

„Kaffee, Tee und Gewürze ökologisch und fair zu erzeugen ist unser Geschäftsmodell. Wir machen das jetzt so seit über 40 Jahren. Unsere Kunden vertrauen darauf. Aber egal wie gut man es meint, ein unabhängiger Nachweis ist wichtig.  Darum haben wir uns We-Care-zertifizieren lassen. Außerdem wollen wir zeigen, dass es ein mittelständisches Unternehmen nicht überfordert, sich um die Lieferketten zu kümmern. Je mehr Unternehmen sich We-Care-zertifizieren lassen, desto größer und weitreichender ist der positive Einfluss auf den fairen Handel.“ (Lebensbaum)

Die Lieferkette ist der entscheidende Faktor, um aus einem herkömmlichen ein nachhaltiges Produkt zu machen. Daher setzt sich Lebensbaum dafür ein, die gesamte Lieferkette zum Wohl von Menschen und Natur zu gestalten.

Lebensbaum We Care Siegel Kaffee
We Care weist nach, dass Lebensbaum entlang der gesamten Lieferkette ganzheitlich nachhaltig handelt – und zwar beim gesamten Sortiment. (Foto: Ulrich Walter GmbH - Lebensbaum)

Mehr zur We-Care-Zertifizierung bei Lebensbaum

Das We-Care-Siegel wurde erst kürzlich ins Leben gerufen und Lebensbaum begrüßt diesen Schritt sehr. Der Bio-Pionier mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Herstellung hochwertiger Lebensmittel hat als einer der ersten Hersteller überhaupt die Pilotzertifizierung durchlaufen.

  • Rundum nachhaltig: We Care weist nach, dass Lebensbaum entlang der gesamten Lieferkette ganzheitlich nachhaltig handelt – und zwar beim gesamten Sortiment. Nicht nur, wenn es um den Einkauf von Rohwaren, die klimaschonende Gestaltung der Produktion und den verantwortungsbewussten Umgang mit Mitarbeitern geht, sondern über alle Bereiche des nachhaltigen unternehmerischen Handelns hinweg. Dazu gehört die umweltfreundliche Verpackung genauso wie die nachhaltige Ausrichtung der Unternehmensführung.
  • Unabhängig geprüft: Unabhängige, durch das FiBL Deutschland e. V. (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) zugelassene Zertifizierungsstellen prüfen die Einhaltung des Standards. Im Rahmen eines jährlichen Audits wird beurteilt, ob Lebensbaum den Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette vollumfänglich nachkommt – und sich, was das Thema Nachhaltigkeit angeht, kontinuierlich verbessert.

Faire Verhältnisse im Anbauland: Lebensbaum Projekte

Seit 1979 stellt der Bio-Pionier Lebensbaum Tee, Kaffee und Gewürze her. Die fair erzeugten Bio-Rohwaren kauft das Unternehmen im Ursprung ein, zum Beispiel Kaffee von der Finca Irlanda in Mexiko oder aus Äthiopien. Und dabei übernimmt Lebensbaum besondere Verantwortung entlang der Lieferkette.

Zu den Nachhaltigkeitsberichten von Lebensbaum

Die Finca Irlanda

Die Finca Irlanda ist die älteste Demeter Plantage in den Tropen, seit 1928 wird dort Kaffee nach Demeter-Prinzipien angebaut. Kunstdünger und Pestizide haben in diesem qualitativ hochwertigen Kaffee nichts zu suchen. Die Bohnen wachsen langsam und natürlich und von der Unkrautbekämpfung bis zum Kaffeepflücken ist alles Handarbeit. Über 30 Familien leben und arbeiten das ganze Jahr über auf der Finca Irlanda, während der Erntezeit kommen noch die Erntehelfer dazu.

Soziale Nachhaltigkeit: Lebensbaum ist seit über 40 Jahren Partner dieser Finca. Früher war es üblich, dass die Saisonarbeiter:innen ihre Kinder mit auf die Plantage genommen haben. Gar nicht um zu arbeiten – sondern damit sie unter Aufsicht waren. Um das zu ändern, hat Lebensbaum den Bau eines Kindergartens und einer Schule auf der Finca finanziert. Und so besuchen die Kinder inzwischen den Kindergarten oder die Schule, welche auf einem Hügel umgeben von Kaffeebäumen liegt. Der Betrieb der Einrichtungen und Renovierungsarbeiten werden dauerhaft bezuschusst und zuletzt wurde ein Schulbus angeschafft, der die Kinder auch zur weiterführenden Schule bringt.

Biodiversität: Weil der Kaffee unter hohen Schattenbäumen in einer urwaldähnlichen Umgebung angebaut wird, leben dort mehr Vögel als in jeder anderen Agrarlandschaft. Auf der Finca sind das so viele, das amerikanische Biologen sogar eine Forschungsstation eingerichtet haben. Aber auch für den Kaffee sind Schattenbäume ideal, weil er ursprünglich eine Urwaldpflanze war. Auf dem 1.000 Meter hoch gelegenem Bergrücken in der Sierra Madre de Chiapas mischen sich die Kaffeebäume unter jene Schattenbäume. Insgesamt wurden 70 Baumarten auf der Finca gezählt, welche die empfindlichen Kaffeepflanzen vor zu viel Sonne und Regen schützen.

Lebensbaum Äthiopien Projekt We Care Siegel Kaffee
Gemeinsam mit dem NABU unterstützt Lebensbaum die lokalen Bauern in Äthiopien bei der Bio-Zertifizierung ihres Kaffees. (Foto: Ulrich Walter GmbH - Lebensbaum)

Das Projekt Äthiopien

Der Einkauf von Rohstoffen in Bio-Qualität ist für Lebensbaum auch immer verbunden mit dem Aufbau fester Partnerschaften und fairen Handelsstrukturen. Das zeigt auch ein neues Kaffee-Projekt in Äthopien, welches sich gerade im Aufbau befindet. Die Kafa-Region im Hochland Äthiopiens gilt als Urzelle des Kaffeeanbaus und so findet man noch heute Wildkaffee-Pflanzen. Besonders in der Region: Viele Kleinbauern bauen Kaffee in ihren Gärten für den lokalen Handel an.

Gemeinsam mit dem NABU unterstützt Lebensbaum die lokalen Bauern jetzt bei der Bio-Zertifizierung ihres Kaffees, sowie beim Aufbau von Kooperativen, über die größere Mengen vermarktet werden können. Beides bietet für die Bauern die Chance, höhere Erlöse für ihren Kaffee zu bekommen, so die Existenzgrundlage für ihre Familien zu sichern und letztlich eine nachhaltige Lebensgrundlage zu schaffen. Darüber hinaus werden in dem Projekt Briketts aus Kaffeeschalen entwickelt, ein erneuerbarer grüner Brennstoff aus Abfallprodukten. Damit trägt das Projekt zu einer naturnahen Entwicklung im Kafa-Biosphärenreservat und einer grünen Wirtschaft in Äthiopien bei.

Für Lebensbaum gilt schon immer: Die Basis guter Qualität sind fair erzeugte Bio-Rohwaren direkt aus dem Ursprungsland. Dabei geht es aber nicht nur um die Qualität, sondern auch um die soziale Gerechtigkeit vor Ort. Die We-Care-Zertifizierung weist nun offiziell nach, dass Lebensbaum sich um die Menschen und den Umweltschutz in den Lieferketten kümmert.

Erfahre alles über Nachhaltigkeit bei Lebensbaum

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