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8 Lebensmittel, die du bisher garantiert falsch gelagert hast

© Adobe Stock / kucherav

Eine simple, aber effektive Maßnahme gegen Foodwaste ist, Lebensmittel richtig zu lagern. Dabei gibt es aber viele verbreitete Irrtümer. Wir erklären, warum dein Essen überhaupt verdirbt – und welche häufigen Fehler du bei der Aufbewahrung vermeiden solltest.

Das halbe Brot landet schimmelig im Müll, die Milchpackung ist noch fast voll und der Inhalt riecht schon sauer: Wenn dir solche Probleme bekannt vorkommen, bist du nicht allein: Rund 61 Prozent der Lebensmittelabfälle kommen in privaten Haushalten zustande (Quelle: BMEL). Davon wäre ein großer Teil vermeidbar – wenn wir unsere Einkäufe optimal lagern würden. Einen der folgenden Fehler hast du dabei bestimmt schon einmal gemacht.

1. Wasserhaltiges Gemüse kommt nicht in den Kühlschrank

Gemüse gehört ins Gemüsefach des Kühlschranks – klingt logisch, stimmt aber nicht immer. Tatsächlich ist es eine Frage der Sorte: Gurken, Auberginen und Zucchini zählen nämlich zu den Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil, die im Kühlschrank ihr Aroma verlieren und schneller schimmeln.

Sie sind daher besser bei Zimmertemperatur aufgehoben, im Idealfall sogar im Keller oder in einer Speisekammer mit Temperaturen um die 15 Grad.

Lagere wasserhaltiges Gemüse wie Zucchinis am besten im Keller oder in einer kühlen Speisekammer. (© Pixabay / Nachrichten_muc)

2. Bitte nicht alle Obstsorten zusammen lagern

Obst richtig zu lagern ist relativ kompliziert: Dabei ist zum einen die Unterscheidung zwischen nachreifenden und nicht-nachreifenden Sorten wichtig. Letztere, wie Beeren, Kirschen, Weintrauben, solltest du besser zeitnah essen. Zum anderen kommt es darauf an, ob die Früchte das natürliche Gas Ethylen, das den Reifeprozess beeinflusst, selbst abgeben oder ob sie darauf besonders empfindlich reagieren.

Ethylen-abgebende Sorten sind zum Beispiel Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen und Bananen. Ethylen-empfindlich sind ebenfalls Bananen, aber auch Kiwis, Birnen, Wassermelonen oder Zitrusfrüchte. Diese beiden Gruppen gehören nicht nebeneinander; es sei denn, man macht sich die Wirkung zunutze, um gezielt einzelne Früchte schneller reifen zu lassen.

Wer die Wechselwirkungen nicht ganz durchschaut und sich nur wünscht, dass das Obst möglichst lange hält, sollte es besser nicht zusammen in einer Obstschüssel lagern – auch wenn es dekorativ aussieht. Für wärmeempfindliche Sorten, die ins Gemüsefach im Kühlschrank kommen, gilt dasselbe: Achte darauf, dass sich die „Nachbarn“ nicht negativ beeinflussen.

Beeren gehören zu den nicht-nachreifenden Sorten und sollten deswegen nicht lange gelagert werden. (© Pixabay / Couleur)

3. Kiwis und frische Feigen brauchen Kühlung

Südfrüchte mögen es in der Regel warm und vertragen eine kühle Lagerung nicht gut. Mangos, Bananen, Ananas und alle Zitrusfrüchte solltest du deshalb nicht im Kühlschrank aufbewahren.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Kiwis zählen zwar ebenfalls zu den Südfrüchten, dürfen aber trotzdem in den Kühlschrank – sofern sie schon ihren Reifegrad erreicht haben und nicht bei Zimmertemperatur nachreifen müssen. Gekühlt halten sie sich dann noch bis zu zwei, drei Wochen. Auch frische Feigen solltest du im Kühlschrank aufbewahren – allerdings nur wenige Tage. Je früher du sie isst, desto besser.

Feigen kannst du einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. (© Pixabay / stux)

4. Avocados musst du je nach Reifegrad anders lagern

Lange Transportwege und hoher Wasserverbrauch: Avocados sind aus Umweltsicht problematisch und sollten daher nicht jeden Tag auf den Tisch kommen – und wenn, dann möglichst in Bio-Qualität. Die schlechte Öko-Bilanz der grünen Steinfrucht ist noch ein Grund mehr, auf die richtige Lagerung zu achten und zu verhindern, dass die kostbare Avocado am Ende im Müll landet.

Ganze Früchte, die noch nicht reif sind, bewahrst du am besten bei Zimmertemperatur ohne übermäßigen Lichteinfall auf – beachte dabei, dass Avocados auch zu den Ethylen-abgebenden Sorten gehören und damit anderes Obst schneller reifen lassen.

Eine reife Avocado, die du noch nicht sofort essen willst, ist dagegen besser im Kühlschrank aufgehoben, wo ihr Reifeprozess unterbrochen wird – so hält sie sich noch zwei bis drei Tage. Extra-Tipp: Angeschnittene, halbe Avocados bleiben im Kühlschrank länger frisch, wenn du den Kern nicht entfernst.

Angeschnittene Avocados halten mit Kern im Kühlschrank deutlich länger. (© Pixabay / FoodieFactor )

5. Tomaten und Salat brauchen eine Trennung

Ein frischer Blattsalat lässt sich hervorragend mit Tomaten kombinieren. Beides auch zusammen im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern, ist jedoch keine gute Idee.

Du begehst damit sogar gleich zwei Fehler: Tomaten geben Ethylen ab und lassen den Salat somit schneller welken. Im Übrigen sind sie als wasserhaltiges Gemüse ohnehin nicht gut im Kühlschrank aufgehoben; sie büßen dadurch Aroma ein und verschimmeln schneller.

Besser bewahrst du Tomaten bei Zimmertemperatur auf und hältst den Salat im Kühlschrank frisch – ungewaschen in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt oder in eine Frischebox gefüllt.

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, sie verlieren dort an Aroma. (© Pixabay / Lernestorod )

6. Milch(-produkte) nicht an den falschen Kühlschrankplatz

Die Tür ist der wärmste Ort des Kühlschranks – und gut geeignet für Ketchup, Senf und Co. Was dort allerdings nichts verloren hat, ist frische Milch: Sie hält sich im mittleren Kühlschrankfach bei etwa fünf Grad länger; Joghurt, Quark und Sahne ebenso. Für Butter hat die oberste Etage die perfekte Temperatur.

Bei Käse ist das Gemüsefach oder die mittlere Schiene eine gute Wahl. Hier lautet jedoch die wichtigste Regel (abgesehen von Frischkäse): nicht luftdicht verpacken! Nutze dafür besser eine Käsedose oder spezielles Käsepapier. Käsescheiben kannst du aber in der Originalverpackung aufbewahren.

Käse hält sich am längsten, wenn du ihn in eine spezielle Käsedose oder Käsepapier legst. (© Pixabay / JillWellington)

7. Brot braucht je nach Jahreszeit andere Lagerung

Bei Brot gibt es keine Pauschalempfehlung zur richtigen Aufbewahrung. Wenn es im Sommer sehr heiß und feucht ist, kannst du es tatsächlich im Kühlschrank lagern, um Schimmel vorzubeugen. Ansonsten gilt: Trockene Kühlschrankluft tut dem Brot eher keinen Gefallen und macht es altbacken.

Das restliche Jahr über solltest du frisches Brot vom Bäcker daher bei Raumtemperatur lagern – optimal ist dafür ein Brotkasten oder ein Brottopf aus Keramik geeignet. Altes Brot lässt sich auch wunderbar in leckeren Rezepten verwerten.

Lagere dein frisches Brot am besten in einem Brottopf oder -kasten. (© Pixabay / NickyPe)

8. Das Gefrierfach konserviert Lebensmittel nicht ewig

Um Lebensmittel nicht zu verschwenden, bietet es sich an, Reste einzufrieren, bevor sie verderben. So kannst du sie besonders lange lagern – aber eben auch nicht unendlich. Was viele nicht wissen: Essen im Gefrierfach hält sich unterschiedlich lange.

Obst und Gemüse solltest du etwa 11 bis 15 Monate einfrieren, Rind und Geflügel lässt sich 9 bis 12 Monate konservieren – Fisch und fettreiches Fleisch sogar nur 6 bis 9 Monate. Am besten beschriftest du Behälter im Gefrierfach mit Angaben zu Inhalt und Datum: So behältst du den Überblick.

Mehr Tipps zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln

Wie wird Essen überhaupt schlecht?

Unsere Nahrung kann durch bestimmte, natürliche Veränderungen verderben. Die häufigste davon ist mikrobiell: Schimmelpilze, Hefen oder Bakterien sorgen dafür, dass Lebensmittel verschimmeln, faulen, gären oder sauer werden. Physikalische Einflüsse wie Temperatur, Zeit oder Luftfeuchtigkeit lassen das Brot austrocknen oder den Salat welken. Und chemische und biochemische Veränderungen führen zum Beispiel dazu, dass Fette durch Sauerstoffkontakt ranzig werden oder dass Enzyme in den Lebensmitteln Vitamine, Farb- und Aromastoffe abbauen.

Die gute Nachricht: Wenn wir frische Nahrungsmittel einkaufen, können wir ihre Haltbarkeit beeinflussen, indem wir sie optimal lagern. So verlangsamt etwa der Kühlschrank den Zellstoffwechsel von Lebensmitteln und lässt Mikroorganismen langsamer wachsen. Eine Speisekammer oder ein Vorratsschrank schützen vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit und verzögern so den Verderb. Wir müssen nur lernen, diese Errungenschaften richtig einzusetzen.

Mehr Tipps und Tricks dazu findest du auf der Website von REWE und dem Bundeszentrum für Ernährung. Entdecke außerdem leckere Reste-Rezepte, falls doch mal etwas schnell verbraucht werden muss!

 

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