Berührendes Video: Worin unterscheiden wir uns eigentlich?

Screenshot: CBeebies

“Was unterscheidet dich von deinen Freunden?” In einem berührenden Video stellt der britischen TV-Senders CBeebies diese Frage Kindern mit unterschiedlichen Hautfarben und Fähigkeiten. Die Antworten sind so lustig wie inspirierend.

„Ich mag Salat“ und „Ich mag keinen Salat“. „Ich hab kleinere Zehen“ oder „Ich bin in gut in Gymnastik und Kayla-Mai kann gut schwimmen.“ Mehr Dinge, in denen sie sich unterscheiden, fallen den Kindern nicht ein.

Die Botschaft: Was uns trennt oder verbindet hat nichts mit unserem Äußeren zu tun. Die CBeebies-Kampagne bringt das so auf den Punkt:

„When it comes to difference, children see things differently.“  

(„Wenn es um Unterschiede geht, sehen Kinder die Dinge anders.“) Und hängt noch die Frage an: „What changed?“ – Was hat sich verändert, dass wir Erwachsenen nicht mehr so unbeschwert mit dem Anderssein umgehen können wie Kinder?

Auf der Facebook-Seite von BBC One wurde das Video bereits fast 6 Millionen Mal angesehen. Dass das Video so beliebt ist zeigt: wahrscheinlich würde es nicht schaden, wenn wir uns davon inspirieren lassen und uns wieder ein bisschen von der kindlichen Unvoreingenommenheit zu eigen machen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(2) Kommentare

  1. Was sich beim Erwachsen-werden verändert hat?
    Faulheit hat sich mit Resignation gepaart und dann die Oberhand gewonnen.

    Wir alle sind soziale Wesen und wir können uns nicht in einem Vakuum selber definieren. Wir definieren uns anhand dessen, was wir bei anderen sehen und bewerten. Unterschiede herauszustellen ist vollkommen natürlich und auch absolut in Ordnung. Es ist sogar die zwingende Voraussetzung für die eigene Identifikation.

    Problematisch wird es erst, wenn eine negative Wertung hinzugefügt wird. Dann wird aus Identifikation auf einmal Distinktion (nach Rousseau).

    Z.B. vermeintlicher Konkurrenzdruck führt bei Erwachsenen dazu sich aus Faulheit der Distinktion hinzugeben. Es ist viel einfacher die offensichtlichen Unterschiede in den Vordergrund zu stellen, als sich mit dem Gegenüber tatsächlich auseinander zu setzen. Es ist ein einfaches Mittel um sich selber vorzutäuschen, dass die eigene Wertigkeit steigt. Eine Wertigkeit die einem im gesellschaftlichen Konkurrenzk(r)ampf vermeintlich weggenommen wurde. An sich ist Distinktion ein sich selbst nährendes Phänomen. Das Distinktion allerdings auch zunehmend bei Kindern stattfindet, sollte uns viel mehr beschäftigen.