Lärm, Feinstaub und Wasser: hier wohnt man in Deutschland am gesündesten

Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung: Lebensqualität Deutschland
Foto "written in the sky (cc)" von Martin Fisch unter CC BY-SA 2.0

Mit Ernährung und Bewegung können wir etwas für unsere Gesundheit tun, nur unserem Wohnort entkommen wir nicht: Er bindet uns an Umweltfaktoren wie Lärm, Feinstaubbelastung oder Wasserqualität. Jetzt zeigt eine interaktive Karte, wie gesundheitsverträglich deine Umgebung ist und wo du in Deutschland am gesündesten lebst.

Finde heraus, wie gesund du wohnst

Wo lebt es sich in Deutschland am gesündesten? Eine von der Bausparkasse Mainz (BKM) in Auftrag gegebene interaktive Karte errechnet anhand von zehn Faktoren wie Umgebungslärm, Luftverschmutzung oder Nitratgehalt im Trinkwasser, wie gesund es sich in Deutschland lebt. Die Informationen basieren unter anderem auf Forschungsergebnissen vom Robert-Koch-Institut und dem Bundesumweltamt.

Berlin, München, Köln oder Schwerin – wo wohnt man am gesündesten und wo sollte man besser nicht zu viele Jahre verbringen? Gib deine Postleitzahl ein und finde es heraus:

Eine Infografik der BKM – Bausparkasse Mainz. Mehr Informationen unter www.bkm.de

Kaum Lärmbelästigung: Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg liegen vorn

Vergleicht man alle Werte, können sich Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern und von Teilen Brandenburgs freuen, denn dort lebt es sich am gesündesten. Regionen in den Postleitzahlengebieten 14, 16, 17, 18 und 19 erreichten die besten Mittelwerte für Gesundheitsfaktoren wie Feinstaubbelastung, Grundwasserqualität, Lärm, Lichtverschmutzung und Bodenversauerung. Auch im Norden Baden-Württembergs (Postleitzahlengebiet 74) sind die Wohnbedingungen im gesamtdeutschen Vergleich besonders gut.

Die höchsten Gesundheitsbelastungen durch äußere Umwelteinflüsse liegen laut der Untersuchung in der Region um Oberhausen, Essen, Recklinghausen (Postleitzahlengebiete 45 und 46) und im linksrheinischen Bereich um Köln (Postleitzahl 50). Hier machen sich vor allem eine starke Lichtverschmutzung und eine Überschreitung der Grenzwerte der Bodenversauerung bemerkbar.

Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung: Hier lebt es sich in Deutschland am gesündesten
Entspannung am Wasser: Nicht in jeder Stadt lebt es sich gleich gesund (Foto: © paperized - photocase.de)

Das steckt hinter den Faktoren

Doch was sagen die einzelnen Faktoren nun genau aus? Hier findest du Hintergrundinformationen zu jeder der zehn Positionen.

  • Lebenserwartung: Neben Kriterien wie dem sozialen Status bestimmen auch Faktoren wie die medizinische Versorgung, Wohnbedingungen und Umweltfaktoren die mittlere Lebenserwartung eines Menschen.
  • Feinstaub PM 2.5: Feinstaub besteht aus ultrafeinen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 μm. Sie stammen zum Beispiel aus PKWs, Heizwerken, Öfen und Heizungen. Eine zu hohe Feinstaubbelastung kann die Atemwege und die Lunge schädigen.
  • Stickstoffdioxid (NO2): Entsteht bei der Verbrennung von Gas, Kohle und Öl und ist besonders für Asthmatiker ein Gesundheitsrisiko. NO2 kann Pflanzen schädigen und trägt zur Überdüngung und Versauerung von Böden bei.
  • Radon: Das Edelgas Radon ist überall auf der Erde vorhanden, durch Risse und Spalten im Erdreich gelangt es an die Luft. Ein erhöhter Radongehalt kann zu Erkrankungen der Lunge führen.
  • Grundwasser: Der größte Teil des Trinkwassers wird über das Grundwasser gewonnen. Der Nitratgehalt im Trinkwasser darf den Grenzwert von 50 mg pro Liter nicht überschreiten.
  • Lichtverschmutzung: Steht für die künstliche Aufhellung des Nachthimmels durch Straßenlaternen, Leuchtreklamen oder angestrahlte Gebäude. Lichtverschmutzung stört den Biorhythmus des Menschen und kann die Psyche belasten.
  • Lärmbelästigung: LAP steht für Lärmaktionsplan, der u.a. Maßnahmen zur Lärmminderung entwickeln soll. Regionen mit LAP-Meldung weisen Lärmbelästigungen durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie Industrie und Gewerbe auf. Dauerhafter Lärm ist ein großer Stressfaktor und wirkt sich negativ auf Körper und Geist aus.
  • Bodenversauerung: Liegt vor, wenn der ph-Wert des Bodens in den sauren Bereich absinkt. Ursächlich dafür sind vor allem Schwefel- und Stickstoffe, die aus Abgasen und landwirtschaftlichen Düngemitteln in die Böden gelangen. Saure Erde kann toxische Schwermetalle freisetzen und Bodenorganismen schädigen.
  • Ozon: Das Gas Ozon schützt ab 10 km Höhe die Erde vor der schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlung. Auch in Bodennähe kommt es durch Autoabgase und Industrie vor und kann in der Atemluft zu Hustenreiz und Atembeschwerden führen.
  • Hochwassergefahr: Hauptgründe für Hochwasser sind Schneeschmelze und Starkregen; es kann zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

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