Urban Bottle: Neuzugang in der Trinkflaschen-Bestenliste

BPA-freie Trinkflasche Urban Bottle von 24 Bottles
Foto: © 24 Bottles

Wieder eine Möglichkeit mehr, auf umweltschädliche PET-Flaschen zu verzichten: Utopia listet jetzt die „Urban Bottle“ von 24Bottles aus Italien.

„Oh, die sehen aber schick aus“, haben wir uns gedacht, als wir die „24 Bottles“ zum ersten Mal gesehen haben. Schlicht in mattem Edelstahl oder beschichtet in knalligen Farben – die außergewöhnliche Form lässt die Urban Bottle stilvoll aussehen. Die Flaschen nehmen nach oben hin etwas mehr an Umfang ab als andere Edelstahlflaschen, so dass sie ein wenig an Weinflaschen erinnern. Das kommt nicht von ungefähr, die Flaschen wurden von einem italienischen Designer-Team entworfen. Ihr Leitsatz: „We promote good habits and healthy living, without giving up on style.“

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24 Bottles hat auch ausgefallene Flaschenhalterungen fürs Fahrrad im Programm. (Foto: 24 Bottles)

Wichtiger noch als das Aussehen ist freilich das Material: Die Urban Bottles sind wie gesagt aus Edelstahl gefertigt. Das macht sie hygienisch (spülmaschinenfest und gut zu reinigen), geschmacksneutral und schadstofffrei – nur für Menschen mit schwerer Nickelallergie sind Edelstahlflaschen nicht zu empfehlen.

Ein großer Vorteil der Urban Bottles: sie sind sehr leicht – auch im Vergleich zu anderen Edelstahlflaschen, die ohnehin nicht besonders schwer sind. Eine 0,5-Liter-Flasche der Urban Bottles wiegt 100g, das 1-Liter-Modell kommt auf 140g. Zum Vergleich: die beliebte Klean Kanteen Reflect wiegt in der 0,8-Liter-Variante je nach Verschluss bis zu 250g.

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Verschluss: Auch leicht und schick, aber aus Kunststoff.

Ein Nachteil der Urban Bottles: Es gibt nur zwei Verschlüsse („Water Lid“und „Dispenser Lid“) zur Auswahl, beide bestehen innen aus Kunststoff (Polypropylen). Die Verschlüsse sind damit zwar leicht, tropfsicher und BPA-frei, aber: viele Konsumenten wollen schlichtweg eine Trinkflasche, die komplett plastikfrei ist.

Das macht z.B. Klean Kanteen besser: Das Unternehmen bietet einen Flaschenverschluss aus Edelstahl an, der mit Silikon abgedichtet ist.

Preis: Die 24 – Urban Bottles kosten knapp 20 Euro (0,5 Liter). Die 1-Literflasche kostet knapp 25 Euro – diese gibt es übrigens nicht in bunt, sondern nur in Edelstahloptik.

Fazit: Die Urban Bottles von 24 überzeugen mit einem tollen Design, sehr gutem Material, äußerst geringem Gewicht. Abzüge gibt es für den Kunststoffverschluss. Der Preis ist angemessen. Grund genug, die Urban Bottle in unsere Bestenliste BPA-freie Trinkflaschen aufzunehmen.

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(10) Kommentare

  1. Utopia.de, genauso wie der „Nachhaltigkeitstrend“ verkommen leider immer mehr zum Konsumprojekt. Welche Jeans soll ich mir kaufen, welche Tüte nehme ich zum einkaufen (und nein, normale baumwolltaschen, die wahrscheinlich viele zu Hause rumfliegen haben, reichen da nicht, es muss schon ein PaperJohn sein…wie lange dieses trendy Modeteil hält – egal, man will ja gesehen werden beim Grünsein) oder welche Flasche sollte ich mir kaufen. Dass man auch einfach in das nächste Geschäft gehen kann und sich eine Gasflasche holen kann, die man dann erfolgreich ein Jahr jeden Tag benutzt, darauf kommt anscheinend niemand. Es wird weiter schön der Konsum propagiert, anstatt mal kurz inne zu halten und sich zu überlegen: Brauche ich wirklich eine „Soulbottle“ oder ein „24 Urban Bottle“ und wem muss ich da was beweisen. Die Zielgruppe dieser Produkte (erkennt man an den Namen, der Gestaltung -knallbunte Beschichtung, oh yeah wie ökologisch- und der Inszenierung des Marketing: Jaaa, wir wissen alle, dass jeder der was auf sich hält und das zeigen möchte, mit dem rennrad durch die Gegend cruist) kauft weiter im Sinne der Umwelt. Ein Hoch auf die Lohas, möget ihr den Unternehmern noch jede so kleine „neue“ Erfindung abkaufen, denn nur so kann man die Welt retten.
    Mehr Artikel, die über Product Placement hinausgehen, bitte.

  2. Hallo Dana,

    vielen Dank für deinen kritischen Kommentar. Für uns bedeutet nachhaltiger Konsum immer beides: Nicht bzw. weniger konsumieren und nachhaltigere Produkte zu konsumieren.

    Klar könnte man auch mit einer Glasflasche aus dem Supermarkt zurechtkommen, aber darauf haben die wenigsten Lust. Es nicht leicht, die Leute davon zu überzeugen, nachhaltiger zu konsumieren und darum muss man ihnen Anreize bieten, die Spaß machen und sie motivieren.

    Wichtig dabei ist natürlich, dass am Ende die Nachhaltigkeit gewinnt. Und wenn jemand aufgrund einer schönen Trinkflasche dazu übergeht, keine Einweg–Plastikflaschen mehr zu kaufen, dann ist das doch der Fall.

    Wir in der Redaktion sind der Meinung, dass das Verhältnis von produktzentrierten Artikeln und allgemeinen, produktfreien Nachhaltigkeitsthemen ziemlich ausgewogen ist, nehmen deinen Wunsch aber gerne zur Kenntnis.

    Viele Grüße,
    Martin

  3. Dana bringt es ganz gut auf den Punkt!
    Ja, ich mag Umweltverträglichkeit, welche auch stylish ist. Warum sollte sich das auch ausschließen? Ich frage mich aber ernsthaft, wie Utopia auf die Idee kommt, nickelhaltige Getränkeflaschen zu propagieren. Wahrscheinlich ist der Hauptbestandteil Aluminium?
    Ich werde den Verdacht nicht los, daß auch Utopia längst „sponsored by everyone“ ist.

  4. Nein, die Flasche ist nicht aus Aluminium, sondern aus Edelstahl und dementsprechend nur für Menschen mit schwerer Nickelallergie nicht zu empfehlen.

    Sorry, „sponsored by everyone“ ist eine billige Unterstellung und ein
    haltloser Verdacht. Wir wollen den Leuten zeigen, wie man nachhaltig konsumieren kann – und nachhaltige Produkte gehören da dazu.

  5. Für diejenigen, die die Glasflaschen propagieren: Ich würde mein Kind nie mit einer solchen in die Schule oder zum Schulausflug schicken. Dafür brauche ich Alternativen. Die dürfen gerne blau oder pink sein. Besser als reine Plastikflaschen sind sie allemal – und durch die Vorstellung solcher Produkte habe ich die Möglichkeit, mich freier entscheiden zu können. Darum geht es hier ja letztlich – die Menschen zu befähigen, eine Entscheidung für sich (und für die Umwelt) (und für seine nächsten) zu treffen.

  6. was denken sich die hersteller dieser überteuerten produkte eigentlich ?
    „die öko’s haben kohle wie DRECK !“ ? wahrscheinlich … denn anders ist
    solch eine preisgestaltung nicht zu erklären !
    (oder sind die flaschen beim kauf mit single malt whisky gefüllt ?)

  7. Alles klar Martin, danke für die Antwort. Das Argument „Kind und Glas“ sehe ich ein und auch das Argument lieber irgendetwas tun, als gar nichts, auch wenn das dann meistens mit einer Selbstinszenierung einher geht und trotzdem Konsum bedeutet. Aber im Sinne der Erde: Das Ziel ist das Ziel, nicht immer der Weg.

  8. Also ich hatte als Kind immer eine „Emil“ Glasflasche mit Styroporpolsterung im Stoffsäckchen. Statt Styropor könnte man ja auch einfach Kork verwenden, es gibt doch heutzutage so viele verschiedenen Ausführungen. Die Glasflasche wurde so lange benutzt bis wir sie nicht mehr richtig sauber bekamen (so in etwa ein Jahr), dann haben wir eben eine neue reingesteckt, die wir in Form von einer Saftflasche für ein oder zwei Mark gekauft haben. Früher wurde den Kindern vielleicht noch mehr zugetraut… und den Erwachsenen auch. Heutzutage muss ja alles Bruchsicher sein als könnten wir nicht mit echtem Geschirr umgehen..

    Jetzt habe ich eine Klean Kanteen. Die ist zwar erstmal nicht günstig, aber bei lebenslanger Garantie zahlt sich der Preis doch super schnell aus. Ich finde es auch toll, dass man die Deckel einzeln nachkaufen kann, komplett aus Edelstahl oder mit FSC Bambus. Auch der Versand war plastikfrei.

    Ich finde es OK einen fairen Preis für ein faires Produkt zu bezahlen. Und da ich meine Edelstahlflasche nun überall hin mitnehme anstatt mir Getränke zu kaufen, habe ich das Geld schon längst wieder drin. Andere Leute haben mich schon öfter nach der schönen Flasche gefragt. Auch wenn mir persönlich das Aussehen der Flasche beim Kauf ziemlich egal war, finde ich ein Produkt gut, das simpel, nachhaltig, ganzheitlich durchdacht und schön ist. Denn nur weil ein Produkt nachhaltig ist, muss man es ja nicht gleich „öko“ aussehen, wenn ihr versteht was ich meine 😉

    Die Urban Bottle würde ich wegen dem Plastikdeckel schonmal nicht kaufen. Schade, denn es wäre schön gewesen eine lokalere Anlaufstelle zu haben als die Klean Kanteen aus Kalifornien.

    LG ~Anne
    ______________________
    http://grüneralltag.de

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