Aloe-Vera-Kosmetik im Check: Weniger Aloe Vera als erwartet

Aloe Vera Kosmetik Verbraucherzentrale Hamburg
Foto: © Verbraucherzentrale Hamburg

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Kosmetik, Cremes und Drogerieartikel mit Aloe Vera untersucht – und dabei aufgedeckt, wie Hersteller die Verbraucher hinters Licht führen: Wenig Aloe Vera in den Produkten – dafür aber verstecktes Mikroplastik.

Egal ob Cremes, Duschgels oder Deos – nahezu jede große Kosmetikmarke bietet Pflegeprodukte mit Aloe Vera an. Allerdings ist in vielen Artikeln nur ein geringer Anteil an Aloe Vera enthalten. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Verbraucherschutz-Organisation hat 21 Produkte mit Aloe Vera genauer unter die Lupe genommen. Sie hat die Hersteller der Produkte befragt und die Angaben zu Inhaltsstoffen begutachtet. Mit dabei waren Hautpflegemittel, Kosmetika und Drogerieartikel.

Mikroplastik und wenig Aloe Vera

Wie die Verbraucherzentrale aufdeckte, beinhalten einige der untersuchten Produkte nur wenig Aloe Vera. In zwei Fällen lag der Anteil sogar bei nur einem Prozent – obwohl die Verpackung durch große Bilder von Aleo Vera mehr Anteil vermuten ließe. Für Verbraucher ist es kaum möglich herauszufinden, wie viel Aloe Vera in den Pflegeprodukten enthalten ist. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, genaue Angaben darüber zu machen.

Aloe Vera Kosmetik
In vielen Aloe-Vera-Kosmetikprodukten steckt nur wenig Aloe Vera. (Foto: CC0 Public Domain / pixabay.de)

Ein weiteres Ergebnis der Auswertung: Fünf der untersuchten Artikel enthalten Mikroplastik. Das Mikroplastik verbirgt sich hinter chemischen Begriffen wie „Styrene/ Acrylates Copolymer“. Nur Kenner wissen, dass es sich hierbei um die kleinen Plastikteilchen handelt.

Naturkosmetik überzeugt

In der Untersuchung gab es allerdings auch Positivbeispiele. Viele Naturkosmetik-Produkte konnten überzeugen: Das Aloecare Bio Aloe Vera Gel von Rainbow (online** zum Beispiel bei Waschbär) beispielsweise enthält 97,5 Prozent Aloe Vera und kommt ohne Mikroplastik aus.

Ebenfalls ohne Mikroplastik und mit einem Aloe-Vera-Anteil von 55 Prozent ist die Gesichtspflege mit Aloe Vera von SantaVerde. Das günstigere Aloe-Vera-Gel von Rossmann beinhaltet 50 Prozent Aloe Vera.

Die Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt, wie wachsam Verbraucher gerade bei Pflegeprodukten und Kosmetik sein müssen. Außerdem wird einmal mehr deutlich, weshalb es sich lohnt, in Naturkosmetik zu investieren. Die ausführliche Auswertung der Verbraucherzentrale könnt ihr hier nachlesen.

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