Melawear Ansvar: Fairtrade- und GOTS-zertifizierter Rucksack

Melawear Ansvar Rucksack Fairtrade GOTS Öko nachhaltig
Foto © Melawear

Das Lüneburger Label Melawear brachte mit dem Ansvar den ersten Rucksack auf den Markt, der sowohl Fairtrade- als auch GOTS-zertifiziert war. Inzwischen gibt es auch den „Ansvar II“. Die beiden Öko-Rucksäcke sind nicht nur hübsch, sondern auch praktisch und bezahlbar.

In Skandinavien bedeutet „Ansvar“ Verantwortung – und die möchte der erste Fairtrade- und GOTS-zertifizierte Rucksack übernehmen. Für die Materialien, aus denen er entstanden ist; für die Arbeiter, die ihn produziert haben; und für seinen Herstellungsprozess, der möglichst ressourcenschonend abläuft.

Zudem vereint der Melawear Ansvar, der im Spätsommer 2016 im Sortiment des deutschen Herstellers erschien, Nachhaltigkeit mit schickem, skandinavischem Design – und kostet vergleichsweise wenig: Ca. 99 Euro muss man für den nachhaltigen Rucksack, der bis zu 19 Liter fasst, auf den Tisch legen.

Inzwischen gibt es auch den Melawear Ansvar II, der mit 15 Liter etwas kleiner ist, aber dafür auch nur ca. 79 Euro kostet. Er hat eine leicht andere Form und ein Rückenposter, dass sich herausnehmen und als Sitzkissen nutzen läßt. Ein idealer Schüler- und Studenten-Rucksack.

Die Ansvar-Rucksäcke bekommst** du in nachhaltigen Shops wie Avocado Store, GreenalityGreenPosh, GrundstoffMemolife, aber auch bei Amazon.

Melawear Ansvar und Ansvar II

Inzwischen hat Melawear zwei Modelle in verschiedenen Farben im Programm, beide sind GOTS- und Fairtrade-zertifiziert.

Der ursprüngliche Ansvar von Melawear

Melawear Ansvar: Rucksack mit 14 bis 19 Liter
Melawear Ansvar: Rucksack mit 14 bis 19 Liter (Foto © Melawear)
  • verfügbare Farben: anthrazit, altrosa, blau
  • 14 bis 19 Liter Fassungsvermögen (variabel durch Sicherheitsschnallen)
  • breite, verstellbare Tragegurte mit Rückenpolsterung
  • gepolstertes Laptop-Fach für Notebooks bis 17 Zoll innen
  • Zubehörtasche für Kleinteile innen
  • Reißverschlussfach außen
  • Zeitschriftenfach außen
  • Trinkflaschenfach seitlich (ca. 0,5l)
  • 28 x 12 x 40 cm (eingerollt), 28 x 12 x 56 cm (ausgerollt)

Der neuere, kleinere Ansvar II Rucksack

Ansvar II: Rucksack mit 15 Liter
Ansvar II: Rucksack mit 15 Liter (Foto © Melawear)
  • verfügbare Farben: schwarz, altrosa, petrol
  • 15 Liter Fassungsvermögen
  • verstellbare, breite Tragegurte
  • Taschen-Tragegriffe an Oberseite
  • gepolstertes Laptop-Fach für Notebooks bis 15 Zoll innen
  • herausnehmbares Rückenpolster als Sitzkissen verwendbar
  • Zubehörtasche für Kleinteile innen
  • Reißverschlussfach außen
  • Trinkflaschenfach seitlich (ca. 0,5l)
  • 28 x 14 x 39 cm

Melawear Ansvar: So entsteht der nachhaltige Rucksack

Melawear stellt den Ansvar-Rucksack ausschließlich aus nachhaltigen Materialien her: biologisch produziertes Baumwoll-Canvas, pflanzlich gegerbtes Leder (aus Chennai in Indien), sowie nickel- und chromfreie Schnallen. Der gefärbte Bio-Baumwoll-Canvas ist dabei naturbelassen, bleibt also unbehandelt. Vor leichtem Regen schützt das dichte Gewebe trotzdem und ist dabei schnelltrocknend.

Alle Materialien, die Melawear für seine T-Shirts, Hoodies und Rucksäcke verwendet, stammen aus biologisch zertifizierter Herstellung. Die Bio-Baumwolle wird selbstverständlich ohne Pestizide angebaut und verbraucht weniger Wasser als konventionelle Baumwolle.

Ansvar-Rucksack: nicht nur nachhaltig, sondern auch schön
Ansvar-Rucksack: nicht nur nachhaltig, sondern auch schön (Foto © Melawear)

Der Rucksack wird in Indien produziert. Der Grund: Mela Wear möchte Entwicklungs- und Schwellenländern durch die dortige Produktion fördern. Das möchte das nachhaltige Modelabel durch langfristige Partnerschaften und Kooperationen, sowie faire Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter erreichen.

Fairtrade- und GOTS-Zertifizierung für Ansvar-Rucksäcke

Das GOTS-Siegel garantiert, dass die für den Ansvar-Rucksack verwendete Baumwolle aus Bio-Anbau stammt, dass in der Produktion soziale Mindeststandards gelten und dass Melawear bei seinen Produkten auf giftige oder umweltschädliche Materialien verzichtet, zum Beispiel beim Färben der Stoffe. Dadurch, dass das verwendete Leder pflanzlich gegerbt ist, wird auf schädliches Chrom verzichtet. Vegan ist er daher nicht.

Die Lieferkette ist Fairtrade-zertifiziert, das Label steht hier mit allen Partnerbetrieben und Zulieferern in direktem Kontakt. Das ermöglicht es, durch feste Abnahmepreise und Prämien den Bauern und Zulieferern in Indien eine sichere Lebensgrundlage zu garantieren.

Nachhaltiger Öko-Rucksack mit Fairtrade- und GOTS-Siegel
Nachhaltiger Öko-Rucksack mit Fairtrade- und GOTS-Siegel (Foto © Melawear)

Wie vertrauenswürdig das Fairtrade-Label ist, hat die Stiftung Warentest gerade erst untermauert. Das Verbrauchermagazin nahm hier sechs bekannte Siegel einmal genauer unter die Lupe – drei davon haben demnach hohe bzw. sehr hohe Aussagekraft, darunter auch Fairtrade.

Melawear als nachhaltige Marke

Ein großes Thema bei Melawear: Das Cradle-to-Cradle Prinzip. Das Modelabel versucht, seine Produkte so zu denken und zu produzieren, dass sie entweder biologisch abbaubar sind oder später wiederverwertet werden können. Eine Kreislaufwirtschaft also, in der es keinen Abfall gibt. Das Unternehmen wurde mehrfach für nachhaltige Forschung und Innovation ausgezeichnet.

Die Ansvar-Rucksäcke bekommst** du in nachhaltigen Shops wie Avocado Store, GreenalityGreenPosh, GrundstoffMemolife, aber auch bei Amazon.

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(15) Kommentare

  1. Ich habe den Mela Wear Rucksack und kann ihn nur empfehlen. Als Studentin ist für mich vor allem das gepolsterte Laptopfach sehr praktisch. Er hält Regenschauern stand, trägt sich sehr gut und hält auch einiges an Gewicht aus, da er sehr gut verarbeitet ist. Das Mela Wear Team ist supernett und serviceorientiert. Ich finde das Label absolut unterstützenswert!

  2. Der Rücksack dürfte recht unpraktisch zu handhaben sein. Zu dünne, gering gepolsterte und daher einschneidende Schulterriemen, zeitaufwenige/umständliche Schließe oben, Material, was bei nässe sicher nicht lange aushalten wird und das Rückpolster…? Nett erdacht, aber praxisfremd und nicht sonderlich praxisgerehct designet. Ein gutes Beispiel wir es nicht sein müßte.

  3. Kunstleder ist nicht Kunstleder und Leder nicht gleich Leder.
    Beides gibt es in ökologisch vertretbaren Varianten und weniger vertretbaren.
    http://www.oeko-fair.de/index.php/cat/1484/title/Kunstleder
    Ganz sicher ist Kunstleder nicht per se ökologischer, als Leder.

    Und auch für Dich gilt: Niemand hat hier auf Veganern rumgehackt, bevor diese angefangen haben, auf dieses Produkt zu schimpfen, weil es nicht vegan ist.
    Du mußt aber akzeptieren, daß es Fleischesser gibt, die möchten, daß alles vom Tier verwertet wird, also auch das Leder.
    Und da bin ich als Fleischesser froh, wenn es auch zertifizierte Produkte gibt.

  4. Hallo an alle, dieser Rucksack ist ein Beispiel dafür, dass es Produkte gibt, deren Entwickler sich zum Thema Nachhaltigkeit Gedanken machen und um gute Lösungen bemühen. Dabei geht es nicht um das „perfekte“ Produkt, sondern darum, dass es ein besseres Produkt ist als viele auf dem Markt befindliche Alternativen. Es muss auf Utopia möglich sein, solche eventuell nicht perfekten aber dennoch guten Produkte vorzustellen, ohne riesige Grundsatzdebatten oder ein gegenseitiges Bashing von Lebensmodellen auszulösen.

  5. Bin auf der Suche nach genau so einem Rucksack und finde ihn optisch noch sehr ansprechend dazu.

    Ohne Leder hätte ich ihn mir gekauft. So ist er aus meiner Sicht leider eben nicht fair :-/
    Sehr schade!
    Vielleicht wird das in Zukunft ja geändert…

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