Nachhaltige Sonnenbrillen aus Holz, Bambus und Papier

Nachhaltige Sonnenbrillen aus Holz, Bambus und Stein
Foto: © Einstoffen

Sonnenbrillen müssen nicht aus Kunststoff sein: Bambus, Holz, Papier und sogar Stein – das ist alles erst einmal besser als Sonnenbrillen aus Plastik. Trotzdem gilt es zu beachten: Woher kommt das Holz? Und wie nachhaltig ist eigentlich Bambus?

Nachhaltige Sonnenbrillen: woher kommt das Holz?

Eine Sonnenbrille aus Holz ist leider nicht auch automatisch gleich nachhaltig. Deshalb solltest du darauf achten, woher das Holz kommt und – um eventuellen Giftstoffen im Holz vorzubeugen – auch, wo die Brille oder ihr Holz produziert werden. Falls du dir nicht sicher bist, frag vorsichtshalber einmal bei dem Hersteller deiner Wahl nach.

Nachhaltige Sonnenbrillen aus Holz, Bambus und Stein
Das Label Stykki verwendet für seine Sonnenbrillen nur biologische Hölzer. Die Brillen werden nicht wie herkömmliche Holzbrillen aus einem Stück gefertigt, sondern aus mehreren Lagen Holzfunier. (Foto: © Stykki)

Einer der bekanntesten Holzbrillen-Hersteller Kerbholz** kooperiert beispielsweise nur mit FSC-zertifzierten Holz-Lieferanten.

Manche Anbieter verwenden zudem europäische Hölzer und viele arbeiten zudem mit Projekten zusammen, die sich für die Aufforstung von Wäldern einsetzen. Auch eine beliebte, aber gute Werbemaßnahme: Viele Hersteller, wie zum Beispiel das Hamburger Label Woodlike, pflanzen für jede verkaufte Brille einen Baum.

Sind Brillen aus Bambus besser?

Bambus ist ein Rohstoff, der sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Denn Bambus gilt als besonders umweltfreundlich und schnell nachwachsend – je nach Sorte wächst Bambus bis zu einem Meter pro Tag. Allerdings wird eine Menge Bambus aus Tropenwäldern geschlagen und dafür der Lebensraum vieler Tiere zerstört. Nicht so bei den Brillen / Sonnenbrillen von Coromandel: Die Sonnenbrillen des Leipziger Labels verwenden Bambus aus FSC-zertifizierten Beständen.

Die Bambus-Branche steht in Europa noch ziemlich am Anfang, daher gibt es bisher nur wenige stabile Handelsbeziehungen und kaum Zertifizierungen für den Rohstoff. Prinzipiell ist der Anbau von Bambus allerdings für die Umwelt und die Arbeiter weitaus verträglicher als die Produktion anderer heikler Agrar-Produkte wie Kaffee, Bananen oder Baumwolle. Fest steht außerdem: Bambus ist besser als die Verwendung von Plastik und Tropenholz. Nicht aber unbedingt besser als Holz aus heimischen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Mehr über Bambus als Rohstoff liest du in unserem Artikel „Wie grün ist Bambus?“.

Nachhaltige Brillen aus Pappe und Papier

Natürlich eine Idee aus Berlin: Die Brillen von Papp Up sind, wie der Name schon vermuten lässt, aus Pappe. Genauer gesagt: Zellulose aus industriellen Holzresten. Da der Holzfaser-Rahmen geölt ist, sind sie sogar wasserfest. Und stabil, da ein Polarisationsfilter mit der UV Stärke 400 die Gläser ersetzt und sie ohne Scharniere auskommen. Stattdessen werden sie durch Kautschuk mit den Bügeln verbunden. Pluspunkt: Die Sonnenbrillen aus Pappe entstehen in Handarbeit in Berlin.

In Berlin werden die Sonnenbrillen aus Pappe aus 16 Einzelteilen zusammengebaut.
Papp Up produziert in der Mosaik Werkstätten für Behinderte in Berlin. Dort werden die Sonnenbrillen aus Pappe aus 16 Einzelteilen zusammengebaut. (Foto: © Papp Up)

Kreativ: Sonnenbrillen aus alten Computern oder Stein

Eine Sonnenbrille aus Stein – das klingt erst einmal nicht sonderlich nach sommerlicher Leichtigkeit. Die Steinbrillen des Schweizer Labels Einstoffen sind allerdings nur mit einer Schicht Stein überzogen. Darunter befinden sich eine Schichtholz-Konstruktion aus etlichen Schichten FSC-zertifiziertem Edelholz. Die darauf geleimte Steinschicht besteht aus Rostquarzit, Buntschiefer, Schwarzschiefer oder Grünem Quarzit.

Nicht weniger exotisch geht es da bei dem Label Antonio Verde zu, denn die Fassungen dieser Brillen werden aus recycelten Samsung-Computerteilen hergestellt, die Bügel sind aus Bambus, zudem verwendet das Label nur FSC-zertifziertes Holz und ökologische Farben. Schon seit 2013 produziert das Label seine nachhaltigen Brillen, die außerdem zudem vegan sind.

Hier findest du 10 nachhaltige Labels für Sonnenbrillen:

Weiterlesen auf Utopia:

Bestenlisten:

Schlagwörter:

(4) Kommentare

  1. Wow- die Sonnenbrillen aus Holz sind toll! Nur kann man die Gläser auch in der eigen Sehstärke bekommen?bin Kurzsichtig und ohne Sehstärke bin ich aufgeschmissen!

  2. Wenn ihr euch für nachhaltige Brillen interessiert, oder euch einfach nur über verschiedene Themen der Nachhaltigkeit wie Mobilität, Energie oder nachhaltige Produkte informieren wollt, seid ihr bei uns richtig:

    Auf der Website http://www.nachhaltiger-einkauf.de/wordpress/nachhaltige-brillen findet ihr alles zum Thema Nachhaltigkeit.
    Die Internetseite ist ein studentisches Projekt der HS Aalen.
    Wir freuen uns über euren Besuch!

  3. Die beste Sonnenbrille ist gar keine Sonnenbrille!
    Das durch das „böse Sonnenlicht“ die Augen geschädigt werden ist Angstmacherei. Die Sonne ist unser lebenswichtiger Energielieferant und die Schöpfung ist nicht feindseelig bzw. schädigend uns gegenüber. Früher brauchten die Menschen auch keine Sonnenbrillen. Auch indigene Völker brauchen diese nicht.
    Hier trennt man uns von Vater Sonne, vom lebenswichtigen Vitamin D3 und den Informationen der Sonne.
    Wegen Geoenngineerring und den zahlreicher Bürojobs bei Kunstlicht den ganzen Tag haben die meisten Menschen einen Vitamin D3-Mangel. Und dann wird noch die Sonnenbrille als ach so cool und hipp vermarktet. Und fertig ist der energielose Systemsklave. Die meisten schauen doch eh schon vorwiegend auf ihr Smartphone. Vielleicht gibts ja auch demnächst noch die Sonnenbrillen-App?
    Schmeißt eure Sonnenbrillen weg! Wie auch im folgenden, für mich stimmigen Artikel, zu aufgerufen wird…http://bewusst-vegan-froh.de/schmeisst-eure-sonnenbrillen-weg/.

Kommentar schreiben

0/2500

* Pflichtfelder

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.