In vielen Städten gibt es jetzt „Bibliotheken der Dinge“

Foto: © Sebastian Kasmo Wood

Ausleihen statt kaufen – dieses Prinzip kennt jeder aus der Bibliothek. Das klappt nicht nur für Bücher: In den weltweiten „Bibliotheken der Dinge“ leihst du Werkzeug, Küchengeräte, Nähmaschinen, Instrumente und Sportgeräte. Sharing is Caring!

Ob Waffeleisen, Bohrmaschine oder Ski-Ausrüstung – wenn wir ehrlich sind, benutzen wir viele Dinge in unserem Besitz sehr selten. Warum sie also nicht nur temporär besitzen? In immer mehr Städten kann man auch alltägliche Dinge ausleihen: Im Video siehst du, was hinter dem Konzept steckt.

Nachhaltige Konsumkultur

Beispiel London: Seit Juli 2016 können Anwohner in London (West Norwood) Dinge in einem speziell für das Projekt entworfenen Container austauschen und somit Geld sparen, Nachbarn treffen und Müll reduzieren. Interessierte registrieren sich kostenlos und können dann maximal fünf Dinge für eine kleine Gebühr (zwischen 0,50 und 15 Pfund) für bis zu eine Woche ausborgen.

Bibliothek der Dinge London, Innenansicht
Bibliothek der Dinge in London (Foto: © Sebastian Kasmo Wood)

Ob in Tel Aviv, London, Berlin, Toronto, Leipzig oder Wien: Hinter den Bibliotheken der Dinge stecken unterschiedliche Organisationen und Menschen. Alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Eine nachhaltige Antwort auf den Konsumrausch zu geben und Verbraucher zum Nachdenken anzuregen. Du willst selbst eine Bibliothek der Dinge gründen? Auf der Website shareable gibt es hilfreiche Tipps und Informationen.

Wir sind neugierig: Gibt es ein ähnliches Konzept auch in eurer Nähe? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Wir sind gespannt auf eure Antworten.

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(6) Kommentare

  1. Nö, noch nicht, hier in Ffm.
    Das wäre praktisch. Manchmal braucht man nur das eine oder andere
    nur ein paar Mal und wäre in der Anschaffung zu teuer.

    Tolle Sache! 😀

  2. Moin, die Idee ist praktisch, gut und verdammt alt.

    Einige alte „Toten- und Knochenbruchgilden“ hatten dieses Prinzip schon im 20. Jahrhundert.

    Dort wurde eine Art Mitgliedsbeitrag bezahlt und jeder der sich verletzte wurde gem. deren Satzungen unterstützt.
    Da sich dort häufig Rücklagen bildeten wurden einzelne Mitglieder Subventioniert bei Anschaffungen z.B. Werkzeug, Leitern etc.
    Der neue Besitzer „der Leiter“ war verpflichtet den Mitgliedern „die Leiter“ zur Verfügung zu stellen und zu erhalten.
    Es gibt diese Gilden heute noch und die eine oder andere Familie hat sogar noch subventionierte Landgeräte (Bei meinem Nachbarn ist es die besagte Leiter).

    Aber da diese Gilden aufgrund von mangelnden Nachwuchs aussterben, geht auch das Wissen darüber verloren.

    Unterhaltet euch mit euren Nachbarn und ihr werdet euch wundern wie viel Hilfe und benötigtes Werkzeug ihr bekommt.

    Nicht immer sind die alten Ideen schlecht =)

  3. In Düsseldorf gibt es unter anderem die Spielerei, eine Brettspiel Bibliothek. Zu den unzähligen Spielen, die sie anbieten, veranstalten sie auch regelmäßige Treffen wie einen Spielebrunch und bringen somit wieder Leute zusammen. Zudem ist die Spielerei wöchentlich unterwegs, um mit geflüchteten Kindern zu spielen. Insgesamt ein grandioses Projekt in meinen Augen (y)
    http://www.spielerei-duesseldorf.de