„Naturkind“: Edeka plant offenbar, eigene Biomärkte zu eröffnen

Foto: © Edeka

Aldi, Lidl und Co. bieten ihren Kunden mittlerweile eine große Auswahl an Bio-Produkten – rund 10 Milliarden Euro gibt Deutschland jährlich dafür aus. Edeka will jetzt mit einer neuen Strategie aufholen.

Lebensmittel in Bio-Qualität findet man heute in jedem Supermarkt. Besonders erfolgreich ist der Discounter Aldi, aber auch Lidl oder Kaufland streiten um die Gunst der Kunden. Wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet, versucht Edeka nun auf einem neuen Weg, sich ein Stück des Kuchens zu sichern – und seinen bisherigen Marktanteil von 11 Prozent am Bio-Markt zu steigern.

Shop-in-Shops in großen Edeka-Supermärkten

Der Händler wolle dabei nicht nur seine Eigenmarke „Edeka Bio“ saisonal auf bis zu 440 Artikel aufstocken. Laut der LZ tüftelt er derzeit an einem eigenen Biomarkt unter dem Markennamen „Naturkind – Der Markt für bewussten Genuss“ – der Name sei schon ins Register eingetragen worden. Noch sei das Konzept in der Entwicklungsphase. Die Edeka-Zentrale, die sich gegenüber der LZ nicht dazu äußern wollte, diskutiert offenbar ihre Strategie: Die müsse hundertprozentig überzeugen, um anderen Supermärkten und Bio-Marken Konkurrenz zu machen.

Das Bio-Format könnte demnach in Form von Shop-in-Shops in große Edeka-Supermärkte und E-Center kommen, also als eigene Bereiche innerhalb eines Edeka-Marktes. Aber auch eigene Naturkind-Filialen, die im Filialsystem und auch von Kaufleuten geführt werden, sind denkbar. Edeka Nord habe sich als erste Region interessiert gezeigt, aber auch Südbayern und Südwest hätten entsprechende Signale gegeben – ein Testmarkt könnte in Hamburg eröffnen.

Mit dem Konzept stellt Edeka sich dem Konkurrenzkampf

„Unternehmenskenner sehen ein eigenes Edeka-Format als „überfällig“ an“, schreibt die LZ. Mit dem neuen Konzept würde der Markt sich dem Konkurrenzkampf mit Discountern stellen, die sich mit ihrem Angebot an Eigenmarken und Fachhandelsware zu übertrumpfen suchen.

Utopia meint: Dass das Angebot an ökologisch produzierten Lebensmitteln in Supermärkten und Discountern größer wird, ist grundsätzlich zu begrüßen. Es kommt jedoch nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität an: Wir sind gespannt, wie genau das Bio-Sortiment letztendlich aufgestellt sein wird.

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