Offensive gegen Starbucks: Coca-Cola kauft sich eine Kaffeekette

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Coca-Cola verkauft schon längst nicht mehr nur Erfrischungsgetränke wie Fanta, Cola und Sprite: auch Smoothies, Säfte und Teegetränke gehören zum Sortiment der Marke. Nun kauft Coca-Cola die Kaffee-Kette „Costa Coffee“ – einen der größten Rivalen von Starbucks.

In Deutschland ist Costa Coffee vergleichsweise unbekannt, in vielen anderen Ländern, vor allem in Großbritannien, ist die britische Kette jedoch sehr beliebt. Weltweit hat Costa etwa 3.800 Cafés – die nun bald alle zur Coca-Cola Company gehören.

Coca-Cola lässt sich den Kauf einiges kosten: 5,1 Milliarden Dollar wird der Getränkehersteller für den Deal zahlen – laut dem Wall Street Journal ist das die größte Übernahme in der Geschichte von Coca-Cola.

Coca-Cola will vom wachsenden Kaffee-Markt profitieren

Coca-Cola CEO James Quincey erklärte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass das Unternehmen mit der Übernahme auf das stark wachsende globale Kaffee-Geschäft setzt. Dabei habe Coca-Cola nicht vor, mehr Costa-Kaffeefilialen zu eröffnen. Stattdessen wolle das Unternehmen in den USA Costa-Automaten und Costa-Kaffeebohnen in Tankstellen, Universitäten und Schnellrestaurants bringen.

Nicht nur Coca-Cola versucht, neue Märkte zu erschließen. Es ist auffällig, wie viel Bewegung in letzter Zeit in die Getränkebranche gekommen ist:

  • Coca-Cola kauft die Kaffeemarke Costa für 5,1 Milliarden Euro
  • PepsiCo übernimmt die Wasserprudler-Marke Sodastream für 2,8 Milliarden Euro
  • Nestlé tut sich mit Starbucks zusammen – und kauft Vermarktungsrechte für 7,15 Milliarden Euro

Die Kunden wollen vielfältige Getränke

Der Grund für die Investitionen in Milliardenhöhe: „Konsumenten wollen weiterhin mehr Geld für Getränke ausgeben. Sie wollen einfach größere Vielfalt“, sagte CEO Quincey in Bezug auf die Coca-Cola-Übernahme von Costa. Das gelte auch für „Kaffee in seinen vielfältigen Formen“.

Um neue Einnahmequellen zu generieren, kaufen die großen Konzerne die kleineren Konkurrenten und teilen die Lebensmittel- und Getränkebranche weiter unter sich auf. Uns Konsumenten fällt es so immer schwerer den Überblick darüber zu behalten, welche Marken aktuell zu welchen Unternehmen gehören.

Wer die Marken großer Konzerne meiden will, um ihnen nicht noch mehr Macht zu geben, sollte kleine Produzenten unterstützen. Fairen Kaffee von unabhängigen Produzenten findet man zum Beispiel in lokalen Röstereien oder in Weltläden. Auch in unserer Kaffee-Bestenliste zeigen wir unabhängige Anbieter, die zudem fair und/oder bio sind. Eine weitere Möglichkeit große Konzerne zu meiden ist die App „Buycott“. Sie zeigt an, welche Marken zu welchem Konzern gehören.

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(1) Kommentar

  1. Haha :))

    Wer schlau ist, lässt die Finger sowohl von dem einen wie von dem anderen Schrott, der da angeboten wird.
    Es lebt sich einfach besser ohne.
    🙂