Studie zu Diesel-Abgasen: Mehr als 100.000 Tote

Foto: Pixabay CC0 Ben Kerckx

Mehr als 100.000 Menschen starben an den Folgen von Stickoxid-Emissionen von Dieselautos – zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie. Die Studie zeigt auch, dass tausende Tote vermeidbar gewesen wären, hätten die Autobauer Grenzwerte für Diesel-Abgase eingehalten.

Dass Diesel-Abgase schädlich sind, ist nichts Neues. Eine aktuelle Studie zeigt nun jedoch, wie viele Todesfälle mehr oder weniger direkt mit Stickoxiden aus Dieselabgasen zusammenhängen. Die Zahlen sind erschreckend: Demnach seien im Jahr 2015 weltweit 107.600 Menschen vorzeitig an den Folgen von Diesel-Abgasen gestorben.

Für die Studie haben sich Experten von der Organisation „Environmental Health Analytics“ und dem „International Council on Clean Transportation“ zusammengetan. Sie konzentrierten sich in ihrer Studie auf die weltgrößten Automärkte. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Diesel-Abgase begünstigen verschiedene Erkrankungen

Die 107.600 Toten im Jahr 2015 verstarben laut der Studie an Erkrankungen wie Herzversagen, Lungenkrebs, anderen Lungenkrankheiten oder Folgen von Diabetes oder Bronchitis. Die Forscher gehen davon aus, dass die Diesel-Abgase die Erkrankungen begünstigt oder weiter verschlimmert haben, sodass sie tödlich endeten.

Die Rechnung der Experten geht allerdings noch weiter: Mindestens 38.000 Menschen seien wegen nicht eingehaltener Abgasgrenzwerte verstorben. Das heißt 38.000 Tote wären vermeidbar gewesen, hätten die Autohersteller die Grenzwerte für Diesel-Fahrzeuge eingehalten.

Grenzwerte für Diesel-Abgase wurden nicht eingehalten

Laut den Berechnungen der Wissenschaftler stoßen Dieselfahrzeuge jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen Stickoxide mehr aus, als sie nach geltenden Abgasgrenzwerten eigentlich dürften. In vielen deutschen Städten ist die Luftverschmutzung zu hoch – unter anderem sind daran auch Diesel-Abgase schuld.

Die Studie hat hohe Wellen geschlagen – die meisten großen Medien haben über die Ergebnisse berichtet. Offen bleibt allerdings, wie die Autoren sicher sein können, dass die frühzeitigen Tode tatsächlich auf die Diesel-Abgase und nicht auf andere Faktoren zurückzuführen sind. Die Forscher beriefen sich dabei auf andere „Gesundheitsstudien“, machten aber keine konkreteren Angaben.

Hersteller sind in der Verantwortung

Man muss die Zahlen also eher als ungefähre Hochrechnungen betrachten. Sie zeigen aber eine erschreckende Tendenz und verdeutlichen erneut, wie wichtig es ist, dass die Auto-Hersteller die Grenzwerte für Diesel-Abgase einhalten. Befürworter von Diesel-Fahrverboten sehen sich in der Studie bestätigt.

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(24) Kommentare

  1. Auch bei dieser „Studie“ wieder reine Augenwischerei. Wer sich die angebliche Studie in „Nature“ ansieht (in jeder besseren Bibliothek quasi kostenlos möglich), kann nur den Kopf schütteln. Kein Hauch von empirischen Belegen für die Behauptungen. Wie bei allen ähnlichen „Studien“ zuvor, werden lediglich Hochrechnungen und Computermodelle und ihre Ergebnisse präsentiert.

    Da wird dann eine Annahme mit einer anderen verknüpft und dann das Ergebnis präsentiert, als hätte man wissenschaftliche Forschung betrieben. So etwas ist wissenschaftlich unredlich und auch für die eigentliche Sache absolut kontraproduktiv.

    Dabei fasst es der Utopia-Artikel hier sogar ganz richtig zusammen: „Offen bleibt allerdings, wie die Autoren sicher sein können, dass die frühzeitigen Tode tatsächlich auf die Diesel-Abgase und nicht auf andere Faktoren zurückzuführen sind.“ Und natürlich: „Man muss die Zahlen also eher als ungefähre Hochrechnungen betrachten.“

    Sorry, aber damit haben diese Wissenachaftsimitate echter Wissenschaft einen gewaltigen Bärendienst erwiesen.

  2. „So etwas ist wissenschaftlich unredlich“
    Du kannst diese Leier so oft wiederholen, wie Du willst, richtiger wird sie dadurch nicht.
    Schon der alte Goethe wusste: Getretener Quark wird breit, nicht stark.

  3. Ich habe die die Aussagen der Studie selbst und des Utopia-Artikels zitiert. Du kannst sie gerne selbst nachlesen, eine Bibliothek ist auch in deiner Nähe.

    Und danach kannst du gerne noch einmal deteiliert schreiben, wo ich etwas Falsches behauptet habe.

  4. „Ich habe die die Aussagen der Studie selbst… zitiert.“
    Ach, wirklich? Sollte ich da tatsächlich etwas übersehen haben? Eieieieiei, blöd aber auch… Bitte, bitte hilf mir: Wo denn?
    „danach kannst du gerne noch einmal deteiliert [sic] schreiben…“
    Oh, vielen Dank. Dennoch entscheide ich selbst, wann und wozu ich schreibe, und werde sicher nicht irgendeinen Anonymus um Erlaubnis fragen.
    „… wo ich etwas Falsches behauptet habe.“
    Ich habe keine Lust, nahezu die Hälfte deiner Kommentare zu zitieren, ich sage nur „Lastenesel“. https://utopia.de/umfrage-plastiktueten-plastikfrei-einkaufen-39434/comment-page-1/#comment-22234 (28.03.2017, 6:18 Uhr) sagt genug aus über deine „Interpretationskunst“.

  5. Du brauchst nicht meinen ganzen Kommentar zitieren. Die Hauptpunkte reichen und danach deine Erwiderung, wo ich etwas Falsches geschrieben habe und warum. Wird ja deiner Auffassung folgend nicht sehr schwierig sein.

    Um es dir einfacher zu machen, fasse ich meinen obigen Kommentar noch mal kurz zusammen: Ausweislich dieser „Studie“ (und der Zusammenfassung von Utopia) hat man keinerlei empirischen Belege für die behaupteten Tote durch Dieselabgase. Man hat lediglich mit Annahmen und Vermutungen ein Computerprogramm gefüttert, was dann eine Zahl ausspuckte.

  6. „Die Hauptpunkte reichen und danach deine Erwiderung, wo ich etwas Falsches geschrieben habe und warum.“
    Den Wahrheitsgehalt deiner Behauptungen hast Du selbst zu belegen, und allein deine Behauptung, Du hättest aus der Studie zitiert, ist nachweislich falsch!
    Schon mein Link zum Thema „Lastenesel“ wirft jedoch ein bezeichnendes Licht auf dein Verhältnis zur Wahrheit. Das dürfte eigentlich jedem Mitleser klar machen, was von deinen Einlassungen zu halten ist und wie diese einzuordnen sind. Muss man da noch extra auf deine Erfindungen wie z. B. die „implizierte Staatsquote“ hinweisen oder auf deine Rechenschwierigkeiten?
    https://utopia.de/oxfam-bericht-ungleichheit-40240/#comment-19483 (23.01.2017, 18:05 Uhr)
    (Übrigens, da wolltest Du doch noch etwas vorrechnen! Aber hat wohl nicht funktioniert?)
    Und da willst nun ausgerechnet Du uns tatsächlich über Wissenschaftlichkeit und Belege belehren? Das kann nicht dein Ernst sein.
    Oder sollten sich hinter deinen, durch die Bank(!) unbelegten, (Falsch-)Behauptungen lediglich plumpe Manipulationsversuche verstecken? Aus welcher Ecke? Darüber kann man natürlich nur spekulieren, ich muss da spontan an die Figuren von AfD und EIKE denken, wobei die sich dann doch noch etwas geschickter anstellen.

  7. Ich nehme zur Kenntnis, dass du in meinem Kommentar offenbar nichts finden kannst, wo ich etwas Falsches geschrieben habe. Es bleibt also dabei, dass dies keine Studie war, sondern eine Aneinanderreihung von Behauptungen ohne jeden wissenschaftlichen Beleg, gekrönt mit einigen Computermodellen.

    Genau das ist das Problem bei der Feinstaubproblematik (bei Stickoxiden ähnlich): Für die angeblichen Todesopfer gibt es keinerlei Nachweise. Es gibt nur Computermodelle, Vermutungen, Annahmen und Schätzungen. Bleibt abzuwarten, ob sich diese Sachlage in absehbarer Zukunft ändern wird. Meine Vermutung ist allerdings nein.

  8. Was Du zur Kenntnis nimmst, ist mir schnurzpiepegal. Und deine mangelhafte Lesekompetenz ist allein dein Problem.
    Ich gehe davon aus, dass die Mitleser inzwischen ausreichend zur Kenntnis genommen haben, dass Du am laufenden Band unbelegte bzw. unbelegbare Behauptungen (teilweise regelrechte Lügen) produzierst, und dass Du offenbar intellektuell nicht in der Lage bist, zu merken, dass eine Falschbehauptung durch ständige Wiederholung weder richtiger wird noch sich dadurch selbst beweist. Das genügt mir eigentlich.

  9. Und die Autoren schreiben ebenso richtig weiter:
    „Sie zeigen aber eine erschreckende Tendenz und verdeutlichen erneut, wie wichtig es ist, dass die Auto-Hersteller die Grenzwerte für Diesel-Abgase einhalten. “
    Ob es jetzt 50000 oder 100000 sind, ist letzendlich egal.
    Fakt ist, daß es technisch kein Problem wäre, die Zahlen zu senken.
    Oder durch ein Tempolimit, wie es in allen anderen europ. Ländern der Fall ist.

  10. Steffen, wir hatten das schon so oft, Du langweilst mich.
    Die Tatsache an sich ist aber zu wichtig, deshalb hier noch mal:
    Die Schädlichkeit der Abgase ist längst bewiesen.
    Dazu gibt es unzählige Studien, auf die ich hier nicht extra verweisen muß.
    Ebenso gibt es viele andere schädliche Stoffe und das Leben als solches ist schädlich, denn es endet immer und ausnahmslos mit dem Tod.
    Deshalb wird es nie möglich sein, nachzuweisen, welcher Tod auf welche Ursache zurück geht.
    Dennoch muß man diese Hochrechnungen ernst nehmen und Konsequenzen ziehen.
    Und das wird auch kommen, egal ob Dir das passt oder nicht.
    Keine Ahnung, an welchem Ende Dir das weh tut…mir tut es auch weh, weil auch ich einen Diesel fahre, den ich gerne noch ein paar Jahre behalten würde.
    Das ist aber hier nicht gefragt.

  11. Wen die Forderung nach wissenschaftlichen Belegen für seine Behauptungen langweilt, der sollte Abstand von solchen Behauptungen nehmen.

    Und nein, keine Hochrechnung muss in irgendeiner Weise ernstgenommen werden, wenn es außer ihr keinerlei Nachweise gibt. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die in der Atemluft normalerweise vorhandene Feinstaubkonzentration zu irgenwelchen Todesopfern führt. Alle statistischen Daten sprechen sogar genau dagegen. Menschen leben in Städten – wo sich ja die bösen Stickoxide und Feinstaub finden – statistisch länger. Natürlich spielen dabei andere Faktoren auch eine Rolle. Keine Frage. Aber auf die Gesamtzahl der Bevölkerung bezogen, führt der Umzug in eine Großstadt zu einem längeren Leben.

    Und wie kommst du darauf, dass etwas auf jeden Fall kommt? Fahrverbote sind massive Eingriffe in die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Menschen. Spätestens vor den Gerichten werden die Kläger klare wissenschaftliche Nachweise für diese Maßnahmen verlangen. Und dann müssen die Städte liefern. Darauf bin ich gespannt.

  12. „wir hatten das schon so oft, Du langweilst mich“
    Was ich beruhigend finde:
    Jeder Troll gibt irgendwann mal auf. Spätestens dann, wenn er nicht mehr in den Spiegel schauen kann. Da hilft auch die Anonymität nichts mehr, hinter der er sich versteckt um sich die öffentliche Peinlichkeit zu ersparen.
    Von dieser Sorte haben wir hier schon eine ganze Reihe überstanden. Wir werden sogar einen Mega-Troll wie Donald Trump überstehen, zu dem manche eine Seelenverwandtschaft einfach nicht leugnen können.

  13. „Spätestens vor den Gerichten werden die Kläger klare wissenschaftliche Nachweise für diese Maßnahmen verlangen. Und dann müssen die Städte liefern.“
    Ein kleiner Hinweis noch, weil Du schon wieder über Sachen schreibst, von denen Du keine Ahnung hast:
    Mach dich mal kundig, wie ein Verwaltungsprozess abläuft und wie es da mit der Beweislast aussieht.

  14. Es ist wohl davon auszugehen, dass etwaige Fahrverbote vor dem BVerfG landen werden. Da ein Grundrechtseingriff ja unbestritten ist, muss dieser gerechtfertigt werden. Insbesondere müssen tangierte Grundrechte gegeneinander abgewogen werden. Und hier werden dann die Beklagten (Kommune, Land…) darlegen, inwieweit das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (dies dürfte der Aufhänger sein) überhaupt zum Tragen kommt. Und dann sind wir genau an der Stelle, wo wissenschaftliche Belege gefragt sein werden.

    Andernfalls muss das BVerfG der Klage stattgegeben und der Kommune oder dem Land bescheinigen, dass sie das Grundgesetz verletzt haben oder schlicht verfassungswidrig gehandelt haben. Aber das werden wir dann ja sehen.

    Das Traurige bei all diesen Fällen ist ja nur, dass diejenigen, die gegen das Grundgesetz verstoßen haben, niemals zur Verntwortung gezogen werden. Der Bürger muss seinen Schaden ja in jedem Fall selber zahlen (denn der Staat hat kein Geld). Mir fällt da konkret der Kauf der ENBW-Anteile durch den damaligen BW-MP Mappus ein. War verfassungswidrig. Der Herr musste jedoch niemals auch nur einen Cent zahlen. Toll, so ein Leben als Politiker.

    Aber das ist ja alles kein Problem. Folge ich deiner Behauptung, ist die akute und grundrechtseinschränkend verlangene Gefahr durch Feinstaub wissenschaftlich unstrittig und bewiesen. Dann werden die Prozesse ja sicher alle recht schnell beendet sein.

  15. „… dass diejenigen, die gegen das Grundgesetz verstoßen haben, niemals zur Verntwortung gezogen werden… konkret der Kauf der ENBW-Anteile durch den damaligen BW-MP Mappus ein. War verfassungswidrig.“

    Hihi, deine Beharrlichkeit in der Generierung von Fake-News und Halbwahrheiten nötigt mir so allmählich Respekt ab! Oder sollte es tatsächlich an deiner Ahnungslosigkeit liegen?
    Das war ein Verfahren vor dem Staatsgerichtshof Baden-Württemberg, der einen Verstoß gegen die Verfassung des Landes Baden-Württemberg erkannte. Nix Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht. Den Unterschied kennst Du schon, oder?

    Und was hat das bitteschön mit eventuellen Diesel-Fahrverboten zu tun?

    Übrigens: Weißt Du, wer damals geklagt hat? Die von dir so geschmähten Grünen und die SPD.

  16. Herr Mappus hatte verfassungswidrig gehandelt. Das ist ein Fakt. Das Grundgesetz ergänzt die Landesverfassungen und steht im Zweifel über ihnen. Mehr aber auch nicht.

    Und Verstöße gegen die Verfassung als auch das Grundgesetz (was juristisch nicht ganz korrekt oft als deutsche Verfassung bezeichnet wird) sind nicht strafrechtlich zu verfolgen. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen, die Vorbereitung eines Angriffskrieges beispielsweise (nicht dass es so etwas jemals gegeben hätte in den letzten paar Jahrzehnten, niemals). Das aber auch nur, weil extra ein entsprechender Straftatbestand geschaffen wurde. Das ist aber eine absolute Ausnahme.

    Ansonsten gilt: Was geht einen Politiker ein verfassungswidriges Handeln an? Maximal kostet es ihn vorübergehend seine politische Karriere. Aber in Brüssel ist immer Platz. Strafrechtliche Folgen gibt es nicht!

    Und ja, es war die SPD, weil die damals bei der Entscheidung in der Opposition war. Gegen sich selbst hätte sie wohl kaum geklagt. Da fällt mir gerade das blinde Huhn und seine Nahrungsaufnahme ein. Aber anders als manch anderer Zeitgenosse betrachte ich politische Vorschläge immer sachbezogen. Aus welcher Ecke sie kommen, ist dabei erst einmal vollkommen egal. Auch die SED/PDS/Linke/neuer Name in Bearbeitung oder die NPD haben schon richtige Ideen und Vorschläge gemacht.

  17. Wo ist das rechtliche Problem mit Fahrverboten?
    Das liegt im Ermessen der Städte und wird ja nicht flächendeckend eingeführt.
    https://www.bussgeldkatalog.org/dieselfahrzeuge-verbot/
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/fahrverbote-fuer-dieselautos-in-diesen-staedten-klagt-die-duh-a-1135799.html
    Die negativen Auswirkungen des Feinstaubs sind längst durch Studien belegt.
    Alleine die Zahl läßt sich nicht nachweisen.
    Zum Glück spielt das auch keine Rolle bei der Entscheidung, wie man damit umgeht.
    Ein Problem ist einzig und alleine das Lobbytum, welches abwiegelt.
    Und das wird immer versucht, ob nun ein Nachweis über die Schädlichkeit vorliegt oder nicht.
    Deshalb müssen die mahnenden Stimmen einfach dicke Bretter bohren und nicht müde werden.

  18. Die Städte können es eben nicht einfach so machen. Jedes staatliche Handeln muss grundgesetzkonform geschehen. Nur weil es in einem Gesetz oder einer Verordnung steht, bedeutet es eben nicht, dass dies auch der Fall ist. Die weiteren Fragestellungen, mit denen sich mit Sicherheit das BVerfG beschäftigen werden muss, habe ich in meinem Kommentar bereits ausführlich dargelegt.

    Feinstaub und alle möglichen Gase sind lebensgefährlich – bei entsprechender Konzentration und Einwirkungsdauer. Und genau darum geht es ja. Dass die normalerweise in der Atemluft von Städten vorkommenden Konzentrationen dieser Stoffe tatsächlich zu Todesfällen führen, ist unbelegt.

    Da das Verbot von Dieselfahrzeugen in Städten einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte der Menschen darstellt, muss das staatliche Handeln gerechtfertigt sein. Dies ist es normalerweise dann, wenn durch dieses Handeln andere Grundrechte geschützt werden und diese höher eingestuft werden als das verletzte Grundrecht. Die Abwägung nimmt das BVerfG vor. Und hierbei spielt natürlich auch die Quantität (also die tatsächliche Schädlichkeit der Stoffe) eine entscheidende Rolle.

  19. @ Steffen:
    „Herr Mappus hatte verfassungswidrig gehandelt. Das ist ein Fakt.“
    Richtig, und zwar gegen Art. 79 LV des Landes Baden-Württemberg, wie vom Staatsgerichtshof Baden-Württemberg festgestellt wurde. Das ist ein Fakt. Du kannst uns aber gerne den Artikel des GG nennen, gegen den verstoßen wurde.

    „Das Grundgesetz ergänzt die Landesverfassungen und steht im Zweifel über ihnen. Mehr aber auch nicht.“
    Welch unzumutbares Geschwurbel. Ich schlage vor, Du liest dir einfach mal Art. 20 – 37 GG durch. Vielleicht verstehst Du die Sache dann besser.

    „Und Verstöße gegen die Verfassung als auch das Grundgesetz… sind nicht strafrechtlich zu verfolgen…“
    Das ist auch Angelegenheit des StGB. Wenn es dir nicht passt, kannst Du dich natürlich politisch dafür engagieren, dass dieses auf demokratischem Wege geändert wird.

    „das Grundgesetz (was juristisch nicht ganz korrekt oft als deutsche Verfassung bezeichnet wird)“
    Unsinn, aber ich finde es spannend, dass Du dir in diesem Zusammenhang ein Lieblings“argument“ bräunlicher Hohlköpfe diverser Schattierungen zu eigen machst.

    „Ansonsten gilt: Was geht einen Politiker ein verfassungswidriges Handeln an?…“
    Volksfahrräder, Volksfahrräder!?

    „Und ja, es war die SPD, weil die damals bei der Entscheidung in der Opposition war…“
    Ja, wie man sich alles spekulativ so hindrehen kann. Und wenn es jetzt die AfD gewesen wäre?

    „Aber anders als manch anderer Zeitgenosse betrachte ich politische Vorschläge immer sachbezogen…“
    Ach, tatsächlich? :-))
    Warum dann obiger Quatsch mit der SPD?

    „Auch die SED/PDS/Linke/neuer Name in Bearbeitung oder die NPD haben schon richtige Ideen und Vorschläge gemacht.“
    Du hast die AfD vergessen! Absicht?

    „oder die NPD haben schon richtige Ideen und Vorschläge gemacht“
    Oha, welche denn?

    Und jetzt beantworte einfach mal endlich die Frage, was das alles mit einem eventuellen Dieselfahrverbot zu tun haben soll!

  20. Wann kommen dann endlich Grenzwerte für Benziner anstatt sich nur auf den Diesel einzuschießen? Die Umweltbilanz ist m.E. viel erschreckender als beim Diesel bzw. andersherum sind Dieselautos mittlerweile trotz nicht eingehaltener Grenzwerte deutlich sauberer als Benziner. Auch wenn ich den Einhalt der Grenzwerte begrüßen würde.

  21. Wenn ich einer alten Oma die Handtasche klaue, gehe ich – berechtigterweise – in den Knast. Wenn VW vergleichbar verwerflich handelt (aber im Millionenmaßstab) passiert: NICHTS!

    Und jetzt dürfen Sie raten, wieviele VWs ich in meinem Leben noch kaufen werde – eine andere Sprache verstehen die – auch im sich abzeichnenden Untergang boni-gemästeten – VW-Oberen leider nicht.
    Was ich nicht begreife ist, dass ich mit dieser Reaktion offensichtlich alleine auf weiter Flur dastehe. Mit anderen Worten: Das sich abzeichnende Kundenverhalten im Fall VW ist praktisch ein Persilschein für alle noch folgenden „Managementfehler“.

    Die Firma VW ist in meinen Augen ein “würdiger”, weil ebenso innovationsfeindlicher und unethischer Nachfolger des Kodak-Konzerns, der 2011 Insolvenz anmelden musste. Fragt sich nur wie lange der Weg bis zum Kodak’schen Ende bei VW noch dauert.

  22. Lieber Herr WernerMax,
    eine Aussage von Ihnen, dass Leute in der Stadt länger leben, ist schlichtweg falsch.
    Denn Forscher haben in vielen Studien gezeigt: Das Landleben hat Vorzüge für die Gesundheit. Die aktuelle Untersuchung des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland stellt fest, dass Großstädter häufiger unter allergischen Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis oder Nahrungsmittelallergien leiden als Landbewohner. Der Anteil der Menschen, die einmal in ihrem Leben von einer dieser Krankheiten betroffen sind, steigt leicht mit der Größe des Wohnorts: In Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern sind es 29 Prozent, in mittelgroßen Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern 30 Prozent, in Großstädten 33 Prozent.
    Einige Wissenschaftler führen die Hygiene-Hypothese an, um zu erklären, weshalb Landmenschen seltener an Allergien erkranken. Sie besagt, dass eine Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen oft gar nicht erst entsteht, wenn man schon in den ersten Lebensjahren mit bestimmten Mikroben in Kontakt kommt. Anders gesagt: Der ländliche Dreck härtet ab. Andere Forscher vermuten, dass die Luftverschmutzung in den Städten Allergien auslösen könnte.
    In einer 2011 im Magazin „Nature“ veröffentlichten Studie wies der Mannheimer Psychiater Florian Lederbogen gemeinsam mit Kollegen nach, dass Stadtbewohner stärker auf bestimmte Stressreize reagieren als Menschen auf dem Land. Dies ließ sich nachweisen, weil jene Hirnregionen, die Stress verarbeiten, bei ihnen schneller auf die Reize reagierten. Und noch eine Erkenntnis gewann das Wissenschaftlerteam: Das Phänomen ließ sich nicht nur bei Menschen beobachten, die aktuell in der Stadt lebten, sondern auch bei solchen, die in der Stadt aufgewachsen waren.
    Eine Großstadt schläft bekanntlich nicht. Aus diesem Grund zieht es wohl viele dorthin. Doch der pulsierende Alltag bedeutet für immer mehr Menschen einfach nur Stress. Sie sind Dauerstimulation ausgesetzt, die zur Last werden kann. „Vermutlich ist es die Mischung aus sozialer Dichte und sozialer Isolierung, die den Stadtstress ausmacht“, sagt Mazda Adli, Leiter des Forschungsbereiches Affektive Störungen an der Berliner Charité und Chefarzt der Fliedner-Klinik.

    Adli forscht seit Jahren über das Phänomen, wie sich die Großstadt auf die psychische Gesundheit ihrer Bewohner auswirkt. Durch diverse Studien wurde belegt: Stadtmenschen haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko für Schizophrenie. Für Depressionen liegt das Erk

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