Nach Greta-Spott: Dieter Nuhr reagiert auf Kritik – und macht es damit nicht besser

Foto: Screenshot YouTube / Comedy & Satire im Ersten

Der Comedian Dieter Nuhr hat sich in seiner ARD-Sendung über Greta Thunberg lustig gemacht. Den danach entstandenen Shitstorm findet nun wiederum er nicht lustig – und vergleicht seine Kritiker mit der Inquisition.

„Willkommen zu Nuhr im Ersten – heute nur mit moralpolizeilich abgenommenen Witzen“ – mit diesen Worten eröffnete Dieter Nuhr seine Sendung vom 3. Oktober. Der Anlass dazu: die Empörung nach seiner Show vom 26. September, in der er Witze über Greta Thunberg und Fridays for Future losgelassen hatte. (Lies mehr dazu hier: Ja, er darf das – doch Dieter Nuhr macht es sich mit Greta-Spott zu einfach)

Dass seine Worte viele Menschen verärgert haben, hat Nuhr offenbar schwer verkraftet – und noch einmal ordentlich nachgelegt. (Hier kannst du die aktuelle Sendung in der ARD-Mediathek ansehen.) „In Deutschland ist eine Stimmung wie 1434. Geißelnde Menschen laufen durch die Straßen. Und wer hätte da noch die Möglichkeit, Witze zu machen. Wer Witze macht, spürt heute die Macht der Inquisition“, klagt der Komiker zu Beginn der neuen Sendung. Er habe daher „heute zur Sicherheit mal alles weggelassen, was möglicherweise jemanden verärgern könnte.“

„Keine Satire, sondern ein Gottesdienst“

Gesagt, nicht getan: Nuhr macht es wieder. Er habe letzte Woche vergessen zu sagen, dass Gretas Forderungen in ihrer Radikalität nicht nur in eine Katastrophe, sondern „wahrscheinlich auch in einen Dritten Weltkrieg“ führen würden. „Und ich hatte vergessen, dass man Greta ohne Einschränkung huldigen muss“, so Nuhr weiter. „Also, dass wir hier keine Satire machen, sondern einen Gottesdienst – da muss man mir doch Bescheid sagen vorher!“

Im weiteren Verlauf der Sendung teilt er auch gegen die Presse aus, weil er sich an der Wortwahl stört, er sei „in die Kritik geraten“ und würde „anecken“ – was ja schließlich die Aufgabe der Satire sei. In Bezug auf kritische Tweets sagt Nuhr, wir seien „offensichtlich mit Greta auf einer neuen Stufe der Hysterie angekommen, in der Meinungsvielfalt weder möglich noch erwünscht ist.“ Was der Comedian mit diesem Totschlagargument übersieht: Niemand kann oder wird ihm seine Meinung und seine Äußerungen im Fernsehen verbieten. Und die wenigsten Kritiker schlagen in dieses Kerbholz und stellen die grundsätzliche Frage danach, ob Satire das „darf“ – sie finden ihn nur einfach nicht lustig.

„Dieter Nuhr war ja richtig beleidigt. Der arme Mann“

Vielleicht ist Nuhr das auch klar. Wenn er sich verteidigt, er hätte doch „eigentlich recht differenziert über Greta gesprochen, (…) Kritisches und auch Positives genannt“, meint man, ein wenig verletzte Eitelkeit herauszuhören. Er war doch gut? Warum haben sie dann nicht gelacht? Wie unfair. Ein Twitter-User kommentiert dazu: „Dieter Nuhr war ja richtig beleidigt wegen der Reaktionen auf seine letzte Sendung. Der arme Mann.“

Zwischen Begeisterung und Shitstorm

Nuhrs Worte über Greta Thunberg und Fridays for Future am 26. September hatten (vor allem auf seiner Facebook-Seite) für „Endlich-traut-sich-mal-jemand“-Begeisterung gesorgt – und auf Twitter einen Shitstorm ausgelöst. Einige kritisierten, dass Nuhr nicht die Mächtigen angreift, wie es Satire eigentlich könnte und sollte.

Utopia meint: Nuhrs Verteidigung ist genauso unoriginell wie seine Greta-Witze. In der neuen Sendung sagt er: „Kabarett ist ja heute in den meisten Fällen ein Treffen von Gleichgesinnten zum Zwecke der Selbstbestätigung – da bin ich natürlich raus.“ Nein, lieber Dieter, denn genau das beschreibt deine letzten beiden Auftritte.

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(36) Kommentare

  1. Richtig, die letzte Sendung war keinen Deut besser wie die vorherige.
    Wie es scheint, schwimmt der Mann gerade erfolgreich auf der Greta-Hasser-Welle und lässt dabei nichts aus.
    Wieder einmal ist klar geworden, dass Hr. Nuhr auch an seinem Lebensstil unter keinen Umständen etwas ändern will. Sein Beispiel, dass in Vietnam Arbeitsplätze in der Textilbranche verloren gehen, wenn wir wieder regional produzieren zeigt das sehr schön.

    Klar, und so kann er sich weiterhin sich über alle lustig machen und die in den Dreck ziehen, die sich für das Allgemeinwohl und eine bessere Welt einsetzen.

  2. Oh, Nuhrs Beispiel war natürlich nicht bezogen auf Textilien, sondern auf frischen vietnamesischen Fisch für den deutschen Gourmet von Welt. Ja, wer könnte ohne ihn leben?!

  3. Ja, ich hab normalerweise auch etwas Besseres zu tun, aber man muss auch versuchen die andere Seite zu verstehen. Auch wenns manchmal im Kopf weh tut.
    Wie können nur all diese Leute dieses herzlose System noch gut finden?
    Scheinbar gehen alle negativen Entwicklungen auf der Welt an denen vorbei. Vielleicht weil sie immer nur mit sich selbst beschäftigt sind.

  4. Ein länger zurückliegender heise-telepolis-artikel hatte Nuhr in die Reihe des bigotten Staatshumors gestellt als typisches Beispiel für die flachgeistigen Witzchenmacher im Mainstream zu Lasten der Unterlegenen. Witze und Karikaturen, die nach unten treten, gab es schon vor 80 Jahren, allerdings noch nicht im Ersten, sondern im Stürmer.
    Ich selbst kenne so etwas aus fundamentalistisch-evangelikalen Druckerzeugnissen, wo zur Zeit der Apartheid in Südafrika Bischof Desmond Tutu und seine Kritik an der Apartheid-Diktatur als kindisches „Wir spielen Bekennende Kirche“ diffamiert wurden. Einfach widerlich.

  5. Ich fand die Sendung super. Und auch im Publikum bekam er tosenden Beifall. Endlich mal einer, der die ganze Klimahysterie nicht mitmacht, obwohl auch bei ihm noch nicht angekommen zu sein scheint, dass CO2 keinen messbaren Effekt auf das Klima hat.

    Hier ein Link, den sich alle Klimagläubigen erst mal gründlich anschauen sollten, bevor sie weiterhin ihren Quatsch veröffentlichen:

    https://www.oliverjanich.de/klimabetrug-alle-wissenschaftlichen-quellen-auf-einen-blick

  6. Und hier für alle, die den Wärmeeffekt von CO2 immer noch verleugnen:
    Auf der Homepage der Linde Group (ursprüngliches Kerngeschäft Kältetechnik) wird berichtet, dass die Gewächshausbetreiber in den Niederlanden die Zuchtpflanzen mit CO2 begasen, weil es nicht nur die Atemluft für die Pflanzen ist, sondern dadurch 500 Mio m³ Erdgas zum Heizen eingespart werden pro Jahr.
    Also die Niederländische Gewächshausbranche nutzt seit Jahrzehnten einen Effekt, den es nach Meinung meines Vorredners und der zitierten Autoritäten nicht gibt. Und das, was es angeblich nicht gibt, wird als niederländisches Raumbeispiel zum Thema Landwirtschaft in Geographie in der Sekundarstufe II berichtet, z.B. in Diercke Praxis, Lehrwerk für die Oberstufe in NRW.

  7. Eine Ergänzung noch zu meinem Beitrag:
    Dass der eben aufgezeigte und durch die Wirtschaft selbst bewiesene, in Geografie gelehrte Zusammenhang bei einer überwältigenden Mehrheit unbekannt ist, wurde von sogenannten christlichen, sozialdemokratischen, liberalen und leider auch grünen Bildungspolitikern so gewollt und in den Schulen so angeordnet: Wer in der Oberstufe Geografie belegt, muss zusätzlich einen Crashkurs in SoWi oder Geschichte belegen, während diejenigen, die Geschichte oder SoWi belegen, sich über einen drei Stunden schmaleren Stundenplan pro Woche freuen können. Abgesehen davon, wie fahrlässig Direktoren mit diesem Fach umspringen und die Fachkräfte hinausdrängen zugunsten fachfremder Sportinvaliden und Korrekturfachlehrer, die nur Länder und Städte „wemmsen“ können, aber von Geoökologie nichts begriffen haben, dazu jede Teilnahme an den Geo-Fachkonferenzen verweigern. Motto: Geografie kann jeder, der Stadtlandfluss kann. Ob dann auch jeder Biologie kann, der gerne Blümchen pflückt, und jeder Sport kann, der Bundesliga guckt? Das ist NRWs real existierende Arschlochpädagogik, die nur auf Dilettanten hört. Da braucht man sich über die Klimawandelleugner nicht mehr zu wundern.

  8. Ich kann nicht ausschließen, dass CO2, konzentriert in Treibhäusern eingesetzt, auch einen gewissen Isolierungseffekt hat und die Pflanzen vor Kälte von außen schützt.
    Doch in der freien Natur verhält es sich etwas anders, denn die sehr geringe Konzentration von 380 ppm kann niemals zu einem messbaren Treibhauseffekt führen. Noch dazu sind nur 4 % des CO2 menschengemacht, und davon 2 % in Deutschland. Selbst wenn wir also sämtlichen CO2-Ausstoß abschaffen würden (dazu müssten wir aufhören zu atmen), könnten wir also nur 0,3 ppm der Luft verändern.
    Es gäbe jedoch eine effektives und umweltfreundliche Lösung, das CO2 in der Luft zu verringern: Bäume pflanzen! Jeder Wald wirkt darüber hinaus sehr ausgleichend auf das Wetter: Im Sommer kühlt er, im Winter wärmt er, bei Regen speichert er einen beachtlichen Teil des Wassers und gibt es bei Trockenheit ab, bremst Stürme. Doch dazu höre ich nichts im Mainstream. Die Grünen wollen sogar Öl- und Gasheizungen abschaffen. Falls also irgendwann unsere Gasheizung den Geist aufgäbe, bliebe mir nichts anderes übrig, als unseren momentan stillgelegten Kachelofen wieder in Betrieb zu nehmen, und wenn es vielen so geht, dann sehe ich für unseren Wald rabenschwarz.
    Ich hoffe, ich konnte den ganzen Irrsinn in der derzeitigen Debatte ein wenig anreißen. Im übrigen verweise ich noch einmal auf den von mir geposteten Link.

  9. Warum wundert mich das nicht?
    Mamichgi und die vielen anderen die sich hier nicht zu ihrer negativen Bewertung äussern wollen, wisst ihr eigentlich was man unter „natürliches Gleichgewicht“ versteht?
    Schon mal was von natürlichen Kreisläufen gehört?
    Dass man nur so viel nehmen kann wie die Natur verkraften kann aber wir durch falsche Nutzungsweise längst schon das Ende der Belastbarkeit unseres Ökosystems erreicht haben?
    Dass die vielen fremdgesteuerten Menschen wie ihr, ihren Luxus nur auf Pump aufbauen und über unser aller Verhältnisse leben, während immer mehr arme Menschen schon längst die Zuspitzung der Umweltprobleme und Ausbeutung durch gierige Kapitalisten unseres kaputten Systems am eigenen Leib zu spüren bekommen?
    Habt ihr euch, abgesehen von der aktuellen Klimadebatte überhaupt schon mal mit den Grundlagen befasst oder könnt ihr nur das wiedergeben, was ihr gerade auf youtube gesehen habt oder ein paar bezahlte „Wissenschaftler“ im Auftrag der Industrie veröffentlichen haben, damit sie weiter ihre schädlichen Geschäftspraktiken betreiben können?

    Gerade ihr, die ihr Vielfalt wollt, seid dabei die natürliche Diversität nachhaltig zu zerstören und ihr bekommt es nicht einmal mit in eurer „Wohlstandsblase“!

    Ich empfehle: Biologie, Geologie, Geografie (Antropologie), Physik, Chemie, Geschichte und natürlich Mathematik-Basiswissen! , damit auch ihr endlich mal lernt, dass 1 + 1 = 2 ergibt 😉

    Tut mir leid, wenn wir eurer heiles Weltbild ins wanken bringen. Aber so kann es nicht weiter gehen!

  10. Du schreibst, ich würde von Utopia negativ bewertet. Wo kann ich das sehen?
    Im übrigen bin ich ganz gewiss keine „Umweltsau“. Mir liegt sogar Umweltschutz sehr am Herzen: ich ernähre mich vegetarisch, baue mein Gemüse zu einem Großteil selbst an, die restlichen Nahrungsmittel kaufe ich überwiegend in Bio-Qualität und regional, ich erledige meine sämtlichen Einkäufe per Fahrrad, war schon seit Jahrzehnten nicht im Urlaub, verwende nur natürliche Kosmetika wie Natron, Schlämmkreide, Kernseife etc., auch mein äußerst sparsamer Einsatz von Haushaltschemikalien beschränkt sich auf Spül- und Waschmittel, und bevor ich die Heizung aufdrehe, ziehe ich mir erst mal mindestens drei Schichten von Kleidung übereinander an.
    Doch die derzeitige Klimadebatte hat nichts, aber auch gar nichts mit Umweltschutz zu tun! Im Gegenteil, es werden im Namen des Klimaschutzes Wälder abgeholzt, um dann Windräder aufzustellen, die Vögel, Insekten und Fledermäuse schreddern, intakte Ökosysteme und Stätten antiker Kulturen (wie derzeit in der Türkei) werden für Stauseen geflutet, wir haben riesige Mais-Monokulturen mit entsprechendem Pestizideinsatz für die Biogasproduktion, in armen Ländern holen z.T. Kinder die giftigen Chemikalien für die Batterien unserer Elektroautos aus der Erde und vieles mehr.
    Und eben, weil ich eine radikale Umweltschützerin bin, bin ich gegen den Klimaschutz! Ich empfehle, den Film Climate Crimes anzuschauen.

  11. Moin,
    nein, ich meine die 30 % der Leute, die den Artikel als negativ bewerten und sich nicht mal dazu in den Kommentaren äussern.
    K.A. ob Utopia eine interne Bewertung über uns hat. Ja, wäre mal interessant zu erfahren.

    Mamichgi, die Klima-Bewegung – das sind Menschen, die entschieden mehr für den Umweltschutz tun wollen, und wie ich sehe nicht viel anders wie du und ich.
    Die Feinde der Öko-Bewegung und Förderer eines Kapitalismus in seiner ausbeuterischsten Form sitzen ganz woanders. In den Banken und den Vorständen der schmutzigen global agierenden Wirtschaftsbetriebe, die genau wissen wie sie die Massen von Menschen von billigen Plunder, jeder Menge Entertainment und großem Spektakel und einem scheinbar ach-so-tollen „american way of life“ abhängig machen können.
    Aber gucken wir uns die Kehrseite an, wirds richtig schmutzig hinter der Hochglanz-Fassade!
    Aber alle finden es toll – Nein, nicht alle! Eine kleine aber immer stärker werdende Gemeinschaft von Klimaaktivisten überall auf der Welt fordern ein Ende des Raubbau an Mensch und Natur!

    Leider werden durch die vielen Gelder der Industrieverbände und deren Lobbyarbeit ernsthafte Bestrebungen umweltschonendere Wirtschaftsformen einzuführen unterminiert und deformiert, so dass am Ende nichts dabei raus kommt.
    Da hast du ganz Recht! Aber es sind die faulen Kompromisse, die man eingeht um auch die „Klimaleugner“-Fraktion (Industrie) zufriedenzustellen, die man kritisieren muss und nicht die Sache an sich 😉
    Aber indem du dich auf deren Seite stellst, gibst du ihnen auch noch Recht.

    Nur weil die Politik bisher in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz versagt hat, sollte man gerade deshalb jetzt nicht die gute Sache in Frage stellen.
    Alle die aufstehen und diesen Schwachsinn nicht mehr mitmachen wollen und einen echten Wandel fordern, brauchen auch unsere Stimme! Es geht hier noch um viel mehr als viele sich bisher denken.
    Klar, und viele von uns müssen umdenken lernen.
    Und auch die Grünen/Linken müssen Kritik einstecken und aus ihren Fehlern lernen. Es ändert aber nichts daran wofür sie vom Prinzip her stehen. Wenn sie die nötigen Mehrheiten hätten und nicht ständig von konservativen Kräften in unserer Regierung blockiert werden würden, könnten wir auch nicht nur hier in Deutschland schon viel weiter sein 😉

  12. Hallo Randolf,
    ich denke, eigentlich sind wir einer Meinung.
    Ich war schon in den Siebziger Jahren, bevor es die Grünen gab, eine Urgrüne, und als die Grünen gegründet wurden, wurde ich schnell begeistertes Miglied dieser Partei und engagierte mich in dieser. Mit deren Zielen Umweltschutz, Gleichberechtigung der Frauen und Minderheiten, Abrüstung etc. konnte ich mich voll identifizieren. Doch diese Partei hat sich um 180 Grad gedreht. Der Umweltschutz ist im wesentlichen auf die wissenschaftlich höchst umstrittene Klimadebatte reduziert, es wird die Einwanderung von hauptsächlich männlichen Individuen, für die Frauen in etwa auf derselben Stufe wie Tiere stehen, propagiert, unter der Mitregierung der Grünen führte Deutschland seit Jahrzehnten den ersten Angriffskrieg gegen das ehemalige Jugoslawien, und bis die ideologisch verblendeten Mitglieder dieser Partei begriffen haben ,dass wir Deutschen eine Minderheit im eigenen Land sind, fließt wohl noch viel Wasser den Bach hinunter. Auch dämmert diesen Idioten wohl nicht, das die Millionen von Migranten, die man heutzutage ins Land lässt, ihr Dasein wesentlich umweltfreundlicher in ihrer Heimat fristen könnten, denn man braucht z. B. in Afrika wohl kaum eine Heizung. Und wir dürften uns wohl einig sein, dass es sich dabei nicht um verfolgte Flüchtlinge handelt.

  13. Was das Klima anbelangt, so verweise ich auf meine Antwort zum Kommentar von jomei. Kurz gefasst: Selbst wenn CO2 – was höchst umstritten ist – der ultimative Klimakiller wäre, könnte Deutschland nicht, indem es dessen Anteil in der Luft von 380 ppm auf 379,696 ppm* reduziert (vorausgesetzt, alle Bewohner Deutschlands halten sofort den Atem an – dass wir dann sterben und verrotten würden, wodurch ebenfalls CO2 freigesetzt würde, lassen wir mal außer acht), die Welt retten, zumal die großen CO2-Produzenten wie China, USA und Indien nicht im Traum daran denken, sich an uns ein Beispiel zu nehmen.

    *Berechnung: Anteil von CO2 in der Luft 0.038 %, davon menschengemacht 4 %, davon Anteil Deutschlands 2 %

    Auch was den Kapitalismus anbelangt, bin ich ganz Deiner Meinung. Doch weißt Du, wer die ganze Klimabewegung (wie auch die Migration) massiv unterstützt: Das ist der unsägliche Soros, eben derselbe, der mal sinngemäß gefragt wurde, ob er sein Tun verantworten könne, und darauf in etwa antwortete, dass ihm das egal sei, er ausschließlich darauf bedacht sei, sein Vermögen zu mehren. Es ist deshalb mehr als angebracht, die ganze Sache zu hinterfragen. Klimaschutz ist m. E. totaler Quatsch, denn schon immer hat es Wärmeperioden und Eiszeiten gegeben, dagegen ist Umweltschutz dringend notwendig, und für die Milliarden, die uns in den nächsten Jahrzehnten für einen sinnlosen Klimaschutz abgeknöpft werden, könnte Großartiges für den Umweltschutz geleistet werden.

  14. Hallo mamichgi,
    freut mich, wenn wir darin einer Meinung sind 🙂
    Ja, bei genauerem Hinsehen sind vernünftige Ansichten so unterschiedlich dann doch nicht.

    Genau, man (und auch Frau!) kann für sich und fürs nährere Umfeld sehr viel auf die Beine stellen, wenn man nur will und wenn man früh damit anfängt die Grundsteine für ein selbstbestimmtes Leben zu legen und lieber nicht jeden Blödsinn mitmacht.

    Aber Klimaschutz bedeutet Umweltschutz. Wie will man das auch trennen können? Es ist EIN großes System und indem wir Menschen mittlerweile das komplette globale Ökosystem auf den Kopf stellen, verändern wir natürlich auch das globale Klima auf dramatische Weise.
    Das ist keine Propaganda, sondern die logische Konsequenz unseres Umgangs mit unserem Planeten und dem natürlichen Gleichgewicht.

    Von den ausgewogenen klimatischen Verhältnissen, wie wir sie noch aus unserer Kindheit kennen, werden wir uns wohl leider immer mehr verabschieden müssen.
    Man kann es doch sogar schon in unserer kurzen Lebensspanne deutlich erkennen. Das Klima hat sich in der Erdgeschichte noch nie so stark verändert, wie heute, ausser durch globale Katastrophen wie Vulkanausbrüche, Sonnenaktivitäten oder Meteroitenenschläge. Oder eben durch die Katastrophe Mensch

    Also für mich als Naturbeobachter und Gärtner ist ganz klar: wir brauchen in Zukunft in erster Linie viele viele Wasserspeicher, wenn wir bei dem unbeständigen Wetter die Nahrungsversorgung noch sicherstellen wollen. Technische Lösungen werden zunehmend das ersetzen müssen, was uns die Natur früher noch kostenlos zur Verfügung gestellt hat, wenn das Gleichgewicht weiterhin so stark gestört wird.

  15. Oder wir verwandeln Deutschland in ein Sumpfgebiet, wie es nach Auffassung von Hr. Nuhr die Grünen fordern.
    Im besten Fall aber schaffen wir eine Symbiose mit der Natur, unterstützt durch Technik da wo es sinnvoll ist.

  16. Hallo Randolf,
    bei vielem, was Du schreibst, stimme ich mit Dir überein. Klar kann jeder einzelne viel zu einer intakten Umwelt beitragen, und ich bemühe mich ganz gewiss, diesbezüglich mein Bestes zu tun. Auch das von Dir angeregte Speichern von Wasser praktiziere ich bereits; im Garten steht ein 1-cbm-Container, in welches das Regenwasser fließt, welches zur Bewässerung des Gartens und zur Toilettenspülung verwendet wird. Auch was das Klima anbelangt, können wir, wie ich bereits schrieb, z. B. durch das Pflanzen von Bäumen sehr viel bewirken. China macht es vor; dort wurde ein Gebiet von 350.000 qkm aufgeforstet, und seither stieg der jährliche Niederschlag in diesem Gebiet von 100 auf 400 l/qm, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Und bei uns: da werden immer mehr Flächen versiegelt, sei es für neue Straßen oder Wohnungsbau, aber letztere brauchen wir ja, um die von den Politikern der Altparteien ins Land geschleusten Goldstücke unterzubringen. Aber Bäume sind bei einer flächendeckenden Verstrahlung durch 5G im Weg und daher wird diese Option geflissentlich verschwiegen.
    Wenn Du schreibst, dass wir früher ausgewogene klimatische Verhältnisse hatten, so muss ich Dir ganz klar widersprechen. Ich kann mich an den Jahrhundertwinter 1962/63 erinnern mit minus 30 Grad und einem Bodensee, der so dick mit Eis bedeckt waren, dass sogar Autos darauf fahren konnten. 1964 hatten wir einen sehr heißen Sommer, 1965 fiel er, witterungsmäßig gesehen, nahezu aus. In der Erinnerung verblasst so manches, was lange zurückliegt. Andererseits sind auch viele Wetterextreme menschengemacht, aber nicht durch CO2, sondern vom tiefen Staat, um „unbotmäßige“ Regierungen und Bevölkerungsgruppen zu disziplinieren oder in die Knie zu zwingen. Bereits 1954 schwärmte der US-Marine-Meteorologe Kotsch davon, wie das mit den bereits damals zur Verfügung stehenden Mitteln zu bewerkstelligen sei:
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28956890.html
    Und Du kannst Dir wohl denken, dass in den letzten 65 Jahren in dieser Richtung weiter geforscht wurde und die diesbezüglichen Möglichkeiten weit über das gezielte Ausbringen von Silberjodid hinausgehen.
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  17. Ja, in vielen Dingen korreliert Umweltschutz mit dem sogenannten „Klimaschutz“ (der die Alleinschuld dem CO2 gibt) . Auch ich bin dafür, den Verbrauch von fossilen Energien so weit wie möglich einzuschränken. Selbstverständlich wird die Natur bei der Förderung, beim Transport und Verbrauch von Erdöl oder Kohle beeinträchtigt. Aber wenn die Grünen nun fordern, ab 2025 nun auch noch den Einbau von Gasheizungen zu verbieten, dann greife ich mir wirklich an den Kopf. Gas ist noch in großen Mengen vorhanden und so ziemlich die umweltfreundlichste momentan verfügbare Energieform; bei der Verbrennung rußt und qualmt es nicht, sondern die Abbauprodukte sind lediglich Wasser und Kohlendioxid.
    Und woher soll die Energie für die ganzen Elektroautos und Wärmepumpen denn kommen, wenn auch noch Kohlekraftwerke abgeschaltet werden und immer mehr Menschen hier leben? Wasserkraft deckt hierzulande nur einen kleinen Teil des Stromverbrauchs ab, Windmühlen und Solarpaneele bringen es auch nicht, denn der Wind bläst mal stark und mal schwach, und die Sonne scheint gerade dann am schwächsten, wenn am meisten Energie benötigt wird. Wir können auch nicht ansatzweise so viele Pumpspeicherkraftwerke bauen, wie benötigt würden, um den unregelmäßig erzeugten Strom aus den „erneuerbaren“ Energiequellen zu speichern und damit eine reibungslose elektrische Versorgung zu gewährleisten.
    Und da habe ich einen ganz, ganz bösen Verdacht. Ich befürchte, dass über die Hintertür des „Klimaschutzes“ uns wieder Atomkraftwerke aufs Auge gedrückt werden sollen. Dieses produzieren ja nicht das ach so böse CO2, und die Abwärme, die das ökologische Gleichgewicht der Flüsse am Unterlauf der AKWs massiv stört, hat ja sicher nichts mit der Erwärmung zu tun, und die ionisierende Strahlung gaaanz gewiss auch nicht. Greta hat ja schon mal was in dieser Richtung geäußert, aber nachdem doch einiger Protest aufkam, wurde sie wohl von ihren Hintermännern zurückgepfiffen. Aber spätestens, wenn durch die Abschaltung der bisherigen Großkraftwerke mal ein paar größere Blackouts auftreten und in unserem Land Chaos herrscht, sind doch die meisten weichgekocht und stimmen sozusagen dem Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie zu. Und darin sehe ich eine Riesengefahr!
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  18. Bereits zwei Mal litt ich unter wochenlangen Halsschmerzen durch die Aufnahme von radioaktivem Jod. Das erste mal nach Tschernobyl, als unsere Politiker nicht auf die Idee kamen, uns vor dem Verzehr von frisch geerntetem Gemüse zu warnen. Damals, Ende April, gab es gerade herrlichen frischen Schnittlauch, und ich esse für mein Leben gern Butterbrot mit Schnittlauch. Das zweite mal war es Ende 2016/Anfang 2017. Auch da wunderte ich mich über wochenlange Halsschmerzen, die durch kein Mittel zu lindern waren. Mitte Februar wurde es langsam besser. Kurz darauf erfuhr ich von einem schweren Störfall im Forschungsreaktor Halden in Südnorwegen, bei dem große Mengen radioaktiven Jods freigesetzt wurden. Von unseren tollen Politikern und Qualitätsmedien war davon nicht das Geringste zu erfahren; lediglich eine Schweizer Zeitung und ein paar alternative Medien berichteten, aber erst Ende Februar, und da war es für mich zu spät. Wenn ich es rechtzeitig gewusst hätte, hätte ich selbstverständlich darauf verzichtet, frischen Salat aus Treibhaus und Frühbeet sowie Grünkohl aus dem Garten zu essen!
    Nein, ich will definitiv keine neuen Kernkraftwerke mit all ihren Risiken und selbst bei reibungslosem Betrieb auftretenden Beeinträchtigungen von Gesundheit und Natur! Und nicht zuletzt deswegen tue ich alles, um meine Mitmenschen über die Klimalüge zu informieren!

  19. Bereits zwei Mal litt ich unter wochenlangen Halsschmerzen durch die Aufnahme von radioaktivem Jod. Das erste mal nach Tschernobyl, als unsere Politiker nicht auf die Idee kamen, uns vor dem Verzehr von frisch geerntetem Gemüse zu warnen. Damals, Ende April, gab es gerade herrlichen frischen Schnittlauch, und ich esse für mein Leben gern Butterbrot mit Schnittlauch. Das zweite mal war es Ende 2016/Anfang 2017. Auch da wunderte ich mich über wochenlange Halsschmerzen, die durch kein Mittel zu lindern waren. Mitte Februar wurde es langsam besser. Kurz darauf erfuhr ich von einem schweren Störfall im Forschungsreaktor Halden in Südnorwegen, bei dem große Mengen radioaktiven Jods freigesetzt wurden. Von unseren tollen Politikern und Qualitätsmedien war davon nicht das Geringste zu erfahren; lediglich eine Schweizer Zeitung und ein paar alternative Medien berichteten, aber erst Ende Februar, und da war es für mich zu spät. Wenn ich es rechtzeitig gewusst hätte, hätte ich selbstverständlich darauf verzichtet, frischen Salat aus Treibhaus und Frühbeet sowie Grünkohl aus dem Garten zu essen!
    Nein, ich will definitiv keine neuen Kernkraftwerke mit all ihren Risiken und selbst bei reibungslosem Betrieb auftretenden Beeinträchtigungen von Gesundheit und Natur! Und nicht zuletzt deswegen tue ich alles, um meine Mitmenschen über die K,-Lü. zu informieren!

  20. Hurra, nun habe ich es doch noch geschafft, den dritten Teil meiner Antwort zu posten. Erst dachte ich, diese Seite lässt nicht mehr als zwei Kommentare hintereinander vom gleichen Absender zu, doch dann kam mir die Idee, dass vielleicht ein Wort von mir hinderlich sein könnte. Und richtig: Ich kürzte das betreffende Wort ab und hoffe, dass jeder, der meinen Beitrag liest, in der Lage ist, den ersten Teil des Wortes mit „lima“ und den zweiten mit „ge“ zu komplettieren.
    Mit solchen Stasi-Methoden macht sich diese Seite selbst lächerlich!

  21. Hallo mamichgi,
    naja, die Wortwahl ist ja nicht ganz unwichtig 😉
    Aber es geht nicht um Wortklauberei, denn die Kernaussage dass all die Klima-/Umweltschäden die wir heute sehen und die in Zukunft immer stärker werden, menschenverursacht sind, ist ja entscheidend.
    Deshalb muss man nicht gleich zum „Klima-Leugner“ werden und alles was damit zu tun hat als Lüge bezeichnen.

    Aber richtig, es gab in der Vergangenheit immer wieder Ausreißer was Kälteeinbrüche oder Hitzesommer betrifft, nur wird der Trend in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer deutlicher – es sind leider nur noch Hitzerekorde zu verzeichnen.
    Das sind keine „normalen“ Wetterschwankungen mehr, sondern das Klima verändert sich unnatürlich.

    Und wenn die Weltbevölkerung so weiter macht, kann von Klima eigentlich nicht mehr die Rede sein, denn Klima ist laut Definition der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum.
    Wenn die umweltschädlichen Aktivitäten aber im globalen Maßstab weiter gehen wird sich das Klima stetig weiter verändern und wir steuern auf eine Heißzeit statt einer Warmzeit zu.

    Wenn wir EIN Äquivalent suchen, dass natürliche Aktivitäten sowie die des Menschen am Besten beschreibt, ist CO2 ist hierfür die beste Kennzahl 😉

    Richtig, wie du am Beispiel von den chinesischen Wiederaufforstungen schreibst, bestimmt die Photosynthese und die Verdunstungsrate ganz entscheidend das regionale und sogar unser globales Klima.
    Viel mehr noch als ein paar ppm CO2 in der Atmosphäre mehr oder weniger, was aber nicht heißt dass mit der Industrialisierung und dem immensen Anstieg der CO2-Konzentration weltweit um 30 % zugenommen hat und der immer schnellere Anstieg bis heute und auch noch in Zukunft auch noch einen immer größen Einfluss haben wird.
    Wie groß genau? Tja, da gibt es noch keinen Vergleich in der Erdgeschichte. Lässt sich aber ausrechnen. Bis jetzt stimmen jedenfalls die Prognosen der Wissenschaftler von vor 30 Jahren ziemlich gut.

    Oh ja mamichgi, Schnittlauch aufs Butterbrot (mit Frischkäse) – einfach unwiderstehlich lecker! Ich sehe wir sind uns einig 🙂
    Aber mit einer Prise Radioaktivität kann einem schon der Appetit vergehen. Deshalb plane ich für mein neues Gewächshaus gleich die Möglichkeit mit ein einen Zuluftfilter zu verwenden. Man muss heutzutage ja mit allem rechnen…
    In diesem Sinne, weiterhin alles Gute und immer die Augen offen halten 😉

  22. Dieter Nuhr hat schon seit längerem seinen komödiantischen Zenit überschritten. Seine aktuellen Äußerungen zeigen, dass er weder die globale Problematik verstanden hat, noch dass er die Größe besitzt, (berechtigte) Kritik zu ertragen.
    Wie schon einer der Twitteranten im Artikel schrieb: Aufgabe des Satirikers ist es eigentlich, die Starken zu attackieren, um die Schwachen zu schützen. Nuhr hingegen hat sich gerade zum Hofnarren gemacht, der die Schwachen attackiert, um den Starken zu gefallen. Was für ein Armutszeugnis!
    Nuhr hat fertig, ich hoffe, dass er wenigstens den Intellekt besitzt, dies zu erkennen.

  23. Sehe ich auch so.
    Hr. Nuhr hat zwar gestern alle Zuschauer die keinen Spass verstehen aufgefordert abzuschalten. Deshalb bin ich extra dran geblieben, konnte aber wieder keinen einzigen guten Witz von ihm hören.
    Gut gefallen hat mir hingegen Hr. Sträter mit seiner SUV-Fahrer-Satire.

  24. Leider hat das Publikum begeistert geklatscht. Nachdenken ist auch in Satiresendungen wichtig. Schade, dass Kabarettisten wie Herr Reber und Sträter da mitmachen.
    Leute wie mamichgi,die die Klimakatastrophe trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse leugnen, kann man nicht überzeugen, da sie sich außerhalb des Logischen bewegen.
    Einfach ignorieren. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  25. Reber ein Kabarettist? Nicht jeder, der im Kabarett eine Stimme bekommt, weiss was er da tut.

    Reber hat doch außer drastischen Beleidigungen nichts drauf.

  26. Ja, schade dass auch andere Kabarettisten genervt sind von all den „bösen“ Weltverbesserern, die jetzt auf die Straße gehen um sich für unsere Zukunft einzusetzen.
    Wie können sie nur. Es sind doch goldene Zeiten! Ironie Ende

    Schade auch, da wir eigentlich heute alle Möglichkeiten hätten für ein besseres Leben aber die Menschen machen einfach nichts draus und geben lieber alle Verantwortung ab.
    Viel zu lange schon wurden die Schandtaten Einzelner toleriert. Nur so konnte sich die Situation erst so zuspitzen und ganze Generationen von abgehobenen Dummschwätzern wie den Nuhr hervorbringen.
    Wir können nicht länger die Augen vor der Realität verschließen.
    In Zukunft ist wieder mehr Einsatz gefragt.

  27. Dieser Flachwitzler lebt doch vom System: Veranstaltungskarten für Kulturevents sind doch längst ein Privileg der überdurchschnittlichen Einkommen. 30 bis 200 Euro für eine Eintrittskarte kann sich der Durchschnittsverdiener schon mit einem Kind nicht leisten. Aber sein Publikum gehört halt dazu und will diese Witze hören und wähnt sich damit in der Blase des ewigen Wirtschaftswachstums.

  28. Warum ziehen die „Leugner“ unter euch sich immer nur am CO2 hoch?
    Alles was menschengemacht ist und CO2 ausstößt, hat auch bei der Herstellung eine Menge Ressourcen und Energie verbraucht und wird nach immer kürzerer Nutzungsdauer auf einen immer größer werdenden Müllberg geworfen. Es sind die vielen umweltschädlichen Faktoren von Herstellung über Transport, Benutzung und Entsorgung, die alle eine Rolle spielen! Entweder man akzeptiert die Tatsache dass das ein großes Problem ist und dass wir daran etwas ändern müssen, oder man ist einfach ein unverbesserlicher Idiot wie Trump 😉
    Dann sollte diesen dummen und assozialen Leuten aber auch nicht so ein großer Spielraum in einer aufgeklärten Gesellschaft gegeben werden, denn unser globaler Spielraum ist zunehmend begrenzt!

  29. „Warum ziehen die „Leugner“ unter euch sich immer nur am CO2 hoch?“
    Mir fallen dazu folgende Antwortmöglichkeiten ein:
    1. Das Festhalten am alten Lebensstil als alleinseligmachend. Sich umzuorientieren gilt als Zumutung, als gefühltes Risiko des künftigen Unbehaustseins. Also kurz: Verlustängste.
    2. Die einfach zu habende Möglichkeit, sich durch ein Feindbild zu profilieren und sich getragen vom Mainstream als gegenwärtiger Form der unzulässigerweise gefährdeten „Volksgemeinschaft“ zu wissen, wo es an eigener Substanz mangelt. Im kalten Krieg war das „Der Russe“, später „Der Tührke“ (sic), heute Greta, morgen… wir werden sehen. Friday for Future Flagellantentum nachzusagen, ist die gegenwärtige Form des „Geh doch nach drüben“ von 1968-1989.
    3. Durch einen zerstörerischen Konsumstil in die aufgezeigte Negativentwicklung involviert zu sein, wird umgedeutet im Sinne einer Umkehrung der Täter-Opfer-Relation, wie sie bereits in den 1950ern durch Margarete Mitscherlich im Buch „Die Unfähigkeit zu trauern“ aufgezeigt wurde am Beispiel befragter ehemaliger Wehrmachtssoldaten, die sich in der Rückschau eben nicht als Mittäter und Erfüllungsgehilfen sehen konnten, sondern sich selbst als die eigentlichen Opfer sahen, während die zuerst angegriffenen Polen und Russen in ihrer Sicht weiterhin die eigentlichen Bösen waren.

  30. Aha, ja das leuchtet ein. Danke jomei 🙂
    Mit anderen Worten, die Umkehr der Täter-Opfer-Rolle durch die vielen unbewältigten Psychosen der Vergangenheit, die sich wie Narben tief in die deutsche Seele eingebrannt haben und deren fehlende Aufarbeitung; mangelde Bildung und ein falsches Verständnis für die wichtigen natürlichen Zusammenhänge sowie einer funktionierenden Gemeinschaft, getragen vom Hochmut einer hedonistischen Gesellschaft, die gerade im Begriff ist sich selbst abzuschaffen, weil die Profiteure wie immer die Zügel fest in der Hand halten und der Rest sich einfach anpasst ohne zu hinterfragen.

    Schade, dass man von den richtigen Leugnern nicht so viel Selbstreflexion erwarten kann.

    Wie beim Militär, Selbst-Denken ist unerwünscht. Das stört nur die klare Hierarchie von oben nach unten in einem auf kurzzeitige Effizienz getrimmten, ausbeuterischen System.
    Dabei kann heutzutage von Effizienz gar nicht mehr die Rede sein.
    Das Gegenteil ist der Fall. Wir leisten uns das teuerste System aller Zeiten, korrupt und aufgebläht bis zum geht nicht mehr…

  31. Ist doch auch ein bisschen egal ob der jetzt CO2 als das Problem ansieht oder nicht. Was er geschrieben hat zeigt auch dass er aus welchen Gründen auch immer im Grunde schon die richtigen Konsequenzen zieht, für sein eigenes persönliches Handeln. Solange er, was er scheinbar tut, begreift, dass Autofahren und Flugzeugfliegen möglichst einzuschränken ist, so wie industrielle Landwirtschaft und er sich fürs Bäume pflanzen einsetzt, ist er doch ein Bündnispartner. Man muss doch nicht in jeder Einzelheit die gleiche Meinung haben, solange man sich auf Verbesserungen einigen kann. Das lässt doch alle progressiven(im humanistischen Sinne) Bewegungen seit Jahren immer wieder scheitern: Dass der Dissenz gesucht wird, statt des Konsenses.

  32. Stimmt, aber tut er das denn und argumentiert er auch so?

    Er sagt doch als „Tourneekünstler“ muss er unbedingt den Flieger nehmen.
    Ist es so unmöglich innerhalb Deutschlands (international ist er ja gar nicht bekannt) die Bahn zu nehmen?
    Er möchte auch nicht auf Fisch aus Vietnam verzichten, der nur mit dem Flieger frisch hier ankommen würde, da er auf dem Landweg in der Wüste Gobi sonst zu Käse wird bevor er hier ankommt, oder so ähnlich hat er sich doch ausgedrückt.
    Er zieht sich damit doch komplett aus der Affaire und überlässt die notwendigen Schritte wieder nur den anderen.
    Um dann wieder über sie herzuziehen?

    Das alles zeugt von der typischen abgehobenen Perspektive der Oberschicht, die auf den ganzen Luxus nicht verzichten will, der die Umwelt zusehends belastet und ganz einfach auf Ausbeutung der Ärmsten der Welt beruht.

    So wie Nuhr haben viele, meist ältere und besser gestellte Mitbürger Verlustängste und generell Angst vor Veränderungen. Die Jugend hat da weit weniger Probleme, da sie erst gar nicht so viel besitzen und auch noch anpassungsfähig und willig sind, zumal wir alle genau wissen worauf das alles hinausläuft, wenn wir weiter so mit unserem Planeten umgehen.
    Leider nimmt aber die Bereitschaft Veränderungen zu akzeptieren mit dem Alter ab und alte schlechte Angewohnheiten abzulegen fällt den Menschen zunehmend schwerer. Ich glaub das wissen wir alle nur zu gut.
    Dann noch einen Konsens zu finden wird dann immer schwerer, solange sie auch noch Zuspruch von Gleichgesinnten bekommen.

    Nicht umsonst waren es immer die jungen Leute die revolutionäre Neuerungen vorrangetrieben haben, nicht zuletzt durch ihre Proteste.
    Deshalb sollten wir froh über die Protestbewegung sein, denn es wird höchste Zeit für grundlegende Veränderungen!
    Und nicht Kindern und Jugendlichen, die sich jetzt endlich auch für eine gute Sache einsetzen wollen derart schlecht machen und immer nur böse Hintergedanken unterstellen und Hass schüren! Die ignoranten Leute, die so denken sollten vielleicht weniger von sich selbst aus gehen. Kinder sind von Natur aus noch altruistisch eingestellt. Erst durch falsche Erziehung werden sie zu berechnenden, egozentrischen Erwachsenen, wie so ein Herr Nuhr 😉

  33. Die Auswirkung diverser menschengemachter Emissionen ist natürlich ein wichtiger Punkt in der Klimaschutz-debatte.
    Aber ein Treibhaus mit funktionierendem Wasserkreislauf und genügend Verdunstung durch Photosynthese wirkt den höheren Temperaturen entgegen.
    Die vielen gerodeten, photosynthetisch gesehen aktivsten Wälder und die fehlende Verdunstung allerdings heizt das Klima noch zusätzlich an und sorgt dafür, dass der gesamte Wasser- und Wärmehaushalt der Erde zusehends ausser Kontrolle gerät.

    Was spricht eigentlich gegen ein großes länderübergreifendes Energie- und Wasserversorgungskonzept, um auch wieder fruchtbar zu machen, was der Mensch einst verwüstet hat und so die Verdunstung/Photosynthese/Abkühlung anzukurbeln, den Treibhauseffekt sogar als Vorteil zu nutzen und ganz nebenbei Ungerechtigkeit, Hunger und Elend auf der Welt zu beenden?
    Ach ja, Egoismen und Kleinstaaterei…

    …Und sowas will den Mars besiedeln… vorher wächst dem guten Dieter ein Hirn! Aber er hat es zumindest weit gebracht, so ganz oben ohne.
    Nein, soviel muss man ihm zugestehen. Er ist stehts bemüht…. ins nächste Fettnäpfchen zu treten. Aber auf seinem Weg spricht er immer wieder viele Dinge auf eine irgendwie komödiantische Art an, nur leider interpretiert er sie falsch 😋