Frische Luft und viel Freiraum – Tipps für Urlaub unter freiem Himmel

Foto: Laura Pluth via Unsplash – CC0

Camping, Glamping, draußen schlafen: Laue Sommernächte laden zum Übernachten im Freien ein. Viel frische Luft und Freiraum sind in Zeiten von Covid-19 ein zusätzlicher Pluspunkt. Wir zeigen, wo du unter freiem Himmel schlafen kannst und wie du es mit idealer Rücksicht auf Umwelt und Klima verbindest.

Unter dem Sternenhimmel einschlafen und vom ersten Vogelzwitschern sanft geweckt werden: Mitten in der Natur zu übernachten, ist immer ein besonderes Erlebnis. Die gute Nachricht: Wer minimalistisch im Zelt oder in der Hängematte schläft, schont gleichzeitig das Klima. Nur zwei Kilogramm CO2 erzeugt eine Nacht im Zelt durchschnittlich – zehnmal weniger als eine Nacht in einem konventionellen Hotel. Allerdings gibt es beim Schlafen im Freien einiges zu beachten. In Deutschland darf man nicht einfach überall sein Zelt aufschlagen – und bestimmte Gebiete sollten ganz den Tieren gehören.

Ein kleiner Überblick: Wo und wie ist draußen schlafen erlaubt?

Generell gilt: In Naturschutzgebieten, also zum Beispiel in Nationalparks oder Biosphärenreservaten, sowie auch in Deutschlands Küstengebieten, ist das Zelten nicht erlaubt. Für alle anderen Gebiete wie Wälder oder freie Landschaften gelten je nach Bundesland unterschiedliche Gesetze. Allgemein ist das Wildzelten aber in der Regel verboten.

wildcampen deutschland
Wildzelten ist in Deutschland in der Regel verboten. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Anders sieht es bei einer Übernachtung ohne Zelt, also nur mit Isomatte, einem Biwak oder dem Schlafen in einer Hängematte aus. Im Gegensatz zum Zelten gibt es dazu keine expliziten Gesetze, es ist also weder ausdrücklich verboten noch ausdrücklich erlaubt.

Schlafen im Freien: Diese Regeln solltest du beachten

1. Suche deinen Schlafplatz mit Bedacht aus. Zum Beispiel solltest du typische Vogelnistplätze wie Weiden, Moorlandschaften und Auen meiden. Auch Gebiete, in denen viel Wild unterwegs ist, sind keine guten Übernachtungsplätze.

2. Hinterlasse nur Fußspuren. Diese Grundregel ist eigentlich selbstverständlich: Hinterlasse an deinem Schlafplatz keinen Abfall – auch keine Speisereste.

3. Verzichte aufs Feuer machen. So schön ein Lagerfeuer auch sein mag – in der freien Natur solltest du darauf unbedingt verzichten. Es kann für Tiere störend sein und besonders im Sommer ist die Waldbrandgefahr erhöht.  

4. Vermeide überlaufene Orte und poste deinen Schlafplatz nicht in sozialen Medien. In letzter Zeit gab es einige Berichte von überlaufenen Schutzgebieten, die über Instagram getaggt wurden. Für die Tiere und die Natur ist das keine gute Nachricht. Deshalb wähle für deine Übernachtung, aber auch generell für deinen Urlaub lieber Plätze und Reiseziele abseits der Massen.

Schlafen unterm Sternenhimmel Trekkingplatz, Glamping, Baumhaus

Auf unserer Website wirsindanderswo.de geben wir immer wieder Tipps zum draußen schlafen. Dort findest du Orte, wo du ganz legal im Zelt und mitten in der Natur übernachten kannst. Zum Beispiel:

Trekkingplätze

Ganz legal mitten in der Natur, häufig sogar in Naturparks oder Nationalparks übernachten: Das ist dank der so genannten Trekkinplätze an immer mehr Orten in Deutschland möglich. Die Camps liegen oft verborgen mitten im Wald und sind nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Sie sind in der Regel mit minimaler Infrastruktur ausgestattet: Eine Plattform fürs Zelt, eine kleine Feuerstelle und ein Toilettenhäuschen. Solche Trekkingplätze findest du zum Beispiel im Schwarzwald, in der Eifel oder in der Pfalz.

küche camping
Auf Trekkingplätzen darf man sein Zelt aufstellen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Free-Photos)

Camping und Glamping

Wer im Freien schlafen, aber lieber etwas mehr Gesellschaft und Infrastruktur haben möchte, ist beim Camping oder – der luxuriösen Variante – Glamping genau richtig. In Europa gibt es zum Beispiel das Ecocamping. Campingplätze mit diesem Siegel sind besonders umweltfreundlich, wirtschaften ressourcenschonend und beziehen Ziele und Maßnahmen zum Naturschutz mit ein.

Beim Glamping (Kombination aus Glamour und Camping) übernachtet man in gemütlich eingerichteten Hauszelten, Jurten oder Tipis – das geht zum Beispiel auf dem Hofgut Hopfenburg auf der Schwäbischen Alb, beim Wiesenbett Glamping oder auch auf dem italienischen Campingplatz Agriturismo Le Grigue, wo man auf schattigen Oliventerrassen mit Meerblick in komfortablen, feststehenden Zelten übernachten kann. 

Tiny House, Schäferwagen, Baumhaus – ungewöhnliche Unterkünfte

Wer naturnah, aber mit noch ein bisschen mehr Dach über dem Kopf übernachten möchte, findet bei Anderswo viele Ideen für ungewöhnliche Unterkünfte.

Von besonderen Nächten im Schwarzwald, zum Beispiel im Baumhaus, Schlafwürfel oder Bubble-Tent über das nachhaltige Destinature-Feriendorf aus 18 komfortablen Tiny-Houses an der Elbtalaue bis zu den gemütlichen Landlofts von Sonnentor, wo man mitten im Grünen im Kräutergarten übernachten kann.

Hier gibt es noch mehr Ideen für ungewöhnliche Unterkünfte in Deutschland und Europa.

Wo auch immer ihr übernachtet – wir wünschen euch besondere Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben!

GASTBEITRAG von Anderswo
TEXT: Marcella Müller

(Foto: Anderswo)

Anderswo ist das einzige deutschsprachige Magazin, das über nachhaltige Reiseangebote informiert – mit vielen Ideen für die Reiseplanung, spannenden Zielen in Deutschland und Europa sowie Informationen zur klimaschonenden Anreise mit Bus, Bahn und Fähre. Anderswo zeigt, wie man im Urlaub Spaß, Luxus und Erlebnis mit optimaler Rücksicht auf Umwelt und Klima verbindet.

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