Packliste Camping: Checkliste für den Outdoor-Urlaub

Mit dem Zelt gelangt man an besondere Orte abseits der Touristenrouten
Foto: CCO / Pixabay / Free-Photos

Campingurlaub bedeutet für viele Menschen Freiheit pur. Damit du im Urlaub keine unangenehmen Überraschungen erlebst, haben wir dir eine Packliste zusammengestellt.

Packliste für den Campingurlaub

Bevor ihr euer Zelt wild aufschlagt, prüft die Gesetzeslage oder fragt den Besitzer des Landes  Grundstückes nach
Bevor ihr euer Zelt wild aufschlagt, prüft die Gesetzeslage oder fragt den Besitzer des Landes Grundstückes nach
(Foto: CCO / Pixabay / skeeze)

Im Campingurlaub kann man spontan und flexibel sein. Denn oftmals ist es nicht nötig, auf Campingplätzen einen Platz zu reservieren, wenn man mit einem Zelt unterwegs ist. Um sicher zugehen, dass an beliebten Orten zur Hauptsaison noch Platz ist, lohnt es sich jedoch anzurufen oder bereits am Mittag anzureisen.

Ein Zelt lädt auch dazu ein, es wild z.B. im Wald aufzuschlagen. Mache dich vor deinem Urlaub schlau, welche gesetzlichen Regelungen in deinem Urlaubsland gelten. In Deutschland ist wildes „Biwakieren“ mit einem Schlafsack und einem Biwak erlaubt, während Kampieren verboten ist. Auf privaten Geländen brauchst du das Einverständnis des Besitzers. Grundsätzlich gilt: keinen Müll oder andere Spuren hinterlassen, die Natur nicht durch laute Musik stören oder z.B. durch offenes Feuer gefährden.

Die Packliste für das Camping ist jedoch etwas ausgefallener als für einen Hotelurlaub. Es empfiehlt sich daher rechtzeitig mit den Überlegungen anzufangen, um Material zu besorgen oder – noch besser – auszuleihen.

Packliste fürs Camping – die Ausrüstung

Eintöpfe eignen sich super für die Campingküche
Eintöpfe eignen sich super für die Campingküche
(Foto: CCO / Pixabay / LisaRedfern)

Zur Orientierung: Diese Packliste ist für einen Campingurlaub ohne Auto ausgelegt und beinhaltet das Nötigste für einen Urlaub mit wechselhaften Wetterbedingungen. Mit aufgeschnalltem Zelt passt alles in einen 55l Wanderrucksack.

Ausrüstung:

  • Zelt
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Taschenlampe

Tipp: Je kleiner und leichter das Material, umso weniger Platz braucht es. Im Rucksack auf dem Rücken merkt man jedes Gramm. Bevor du jedoch den Sommerschlafsack aufgrund des Gewichts einpackst, checke den Wetterbericht und vor allem die durchschnittliche Temperatur in der Nacht. Nichts ist ärgerlicher als ein Urlaub, in dem du wegen einer mangelnden Isolierung der Isomatte oder einem zu dünne Schlafsack jede Nacht frierst.

Falls es nachts zu kalt werden sollte, zieh eine Mütze beim Schlafen an und fülle am Abend deine Trinkflasche mit heißem Wasser auf. So wird sie zur Wärmflasche. Ein Inlett erhöht die Temperatur im Schlafsack ebenfalls.

Kleidung beim Camping

  • Unterwäsche
  • Socken
  • Schlafkleidung (je nach Temperatur kurzärmlig oder lang, ein Paar Wollsocken)
  • 2 Hosen (je nach Temperatur lang oder kurz)
  • 3 T-Shirts
  • 1 Langarmshirt
  • 2 mittlere Pullis
  • 1 dicker Pulli (z.B. aus Flies)
  • Regen- bzw. Windjacke, eventuell auch einen Regenschirm und eine Regenhose
  • feste, bequeme Schuhe, je nach Reiseland auch wasserfest
  • Badelatschen oder Sandalen: für den Strand oder Duschanlagen
  • 1 Gästehandtuch: fürs Zähneputzen und Händewaschen
  • 1-2 große Handtücher: fürs Duschen und den Strand
  • Mütze (je nach Temperatur)

Tipp: Checke vor dem Urlaub den Wetterbericht, um die entsprechende Kleidung auszuwählen. Zwiebellook, also Schicht für Schicht, empfiehlt sich immer. Nimm lieber weniger Kleidung mit, dafür etwas Waschmittel.

Auf vielen Campingplätzen kannst du gegen eine geringe Gebühr von ca. 4 € oder sogar kostenlos eine Waschmaschine und bei schlechtem Wetter sogar einen Trockner verwenden.

Packe bei schlechtem Wetter deine Kleidung und den Schlafsack in Packsäcke oder Plastiktüten und dann in den Rucksack. Dann bleiben sie trocken, selbst wenn der Rucksack nass werden sollte.

Hygiene-Checkliste

Tipp: Achte bei allen Produkten, die ins Grundwasser gelangen (z.B. Zahnpasta, Shampoo, Creme, Waschmittel…) darauf, dass sie biologisch abbaubar sind. Versuche zudem, möglichst kleine Packungen mitzunehmen.

Zu empfehlen ist auch festes Shampoo oder Seife: sie kann nicht auslaufen, ist ergiebiger und verursacht weniger Müll. Vereist du in einer Gruppe, teilt Hygieneprodukte, die jeder benutzen kann (z.B. Zahnpasta, Sonnencreme, Mückenspray), unter euch auf. Dann reduziert sich das individuelle Gepäck.

Essen unterwegs

  • Spirituskocher (z.B. von Trangia: Der Vorteil ist, dass sich Töpfe und Brenner gut ineinander verpacken lassen) oder Gaskocher 
  • Feuerzeug
  • Topf
  • Taschenmesser mit Dosenöffner
  • Löffel
  • Trinkbecher, der auch den Gaskocher verträgt
  • universelle, dichte Brotzeitbox: aus ihr kann auch Suppe gegessen werden und Reste für den nächsten Tag aufbewahrt werden
  • Trinkflasche: an kalten Morgen ist es gut, wenn sie heißes Wasser aushält und z.B. aus Metall ist
  • ökologisches Spülmittel
  • Handtuch und Schwamm
  • genügend Wasser- und Essensvorräte (je nach Standort deines Campingplatzes)
  • ein paar Teebeutel oder löslichen Kaffee (je nach Geschmack und Außentemperatur)

Tipp: Prüfe vor dem Urlaub, ob du überhaupt kochen willst oder ob dein ausgewählter Campingplatz eine Küche hat. Gerade in nordischen Ländern gehört sie zur Grundausstattung vieler Campingplätze. Dann kannst du dir den Kocher sparen.

Wenn du einen brauchst, entscheide dich unter dem Gesichtspunkt: Kann ich Spiritus/Gaskartuschen im Urlaubsland kaufen oder musst du sie transportieren? Gerade im Flugzeug sind beide kritisch. Spiritus oder genormte Gaskartuschen gibt es nicht in allen Ländern im Supermarkt, sondern oft nur in Campingläden zu kaufen. Such dir vorher eine Adresse raus und frage Locals.

Was brauchst du sonst noch?

  • Reisedokumente (Ausweis oder Reisepass, Krankenkassenkarte, Busfahrkarten, Flugtickets, Adressen von Campingplätzen…)
  • Bargeld in der örtlichen Währung
  • Handyladekabel
  • eventuell Reiseführer mit einem Verzeichnis von Campingplätzen
  • einen Stoffbeutel oder kleinen Rucksack für Ausflüge in die Stadt, zum Strand, zum Einkaufen…

Tipp: Packe diese Dinge in eine Tüte, eine Folie oder einen kleinen Packsack. Dann sind sie gut verstaut beieinander und weichen bei Regen nicht durch.

Wichtige Reisedokumente solltest du vor deinem Camping-Trip einscannen und dir per Mail zusenden. Sollten sie verloren gehen, kannst du zumindest online auf sie zugreifen.

Nachhaltiges Camping

Wanderurlaube sind besonders nachhaltig und versprechen tolle Naturerlebnisse
Wanderurlaube sind besonders nachhaltig und versprechen tolle Naturerlebnisse
(Foto: CCO / Pixabay /alinemorais 20120)

Campingurlaub gilt schon als die nachhaltigste Art und Weise des Urlaubs. Der „Sanfte Tourismus“ verweist trotzdem auf viele Möglichkeiten, um deinen ökologischen Fußabdruck gering zu halten:

  • Ist das Material meiner Ausrüstung nachhaltig hergestellt? Kann ich mir etwas leihen anstatt es zu kaufen? Hersteller wie z.B. Vaude oder Patagonia achten bei der Herstellung auf Umweltstandards. Oftmals fahren nicht alle im Freundeskreis zur gleichen Zeit in den Urlaub, sodass ein Zelt z.B. geliehen werden kann.
  • Muss es eine Flugreise sein oder kann ich mit der Bahn oder dem Bus anreisen? Kann ich CO2 kompensieren?
  • Viele Campingplätze bemühen sich um Nachhaltigkeit und sind z.B. mit dem „Green Key“ ausgezeichnet oder haben das Label „EcoCamping„. Dies kannst du bei der Auswahl und Buchung der Plätze beachten.
  • Beim wilden Camping: Hinterlasse keinen Müll, mache kein offenes Feuer, störe die Natur nicht und vergrabe deine biologischen Hinterlassenschaften.

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