Packliste Camping: Checkliste für den Outdoor-Urlaub

packliste camping
Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos

Mit einer Packliste fürs Camping gehst du sicher, dass du alles Wichtige dabei hast. Wenn du richtig vorbereitet bist, kannst du im Campingurlaub richtig entspannen und die Natur genießen.

Die Packliste für Camping ist etwas ausgefallener als für einen Hotelurlaub. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig mit dem Packen anzufangen. So hast du genug Zeit, um Campingmaterial zu besorgen – oder bestenfalls auszuleihen.

Zur Orientierung: Diese Packliste ist für Camping ohne Auto ausgelegt und beinhaltet das Nötigste für einen Urlaub mit wechselhaften Wetterbedingungen. Mit aufgeschnalltem Zelt passt alles in einen 55 Liter Wanderrucksack.

Packliste fürs Camping: die Ausrüstung

Eintöpfe eignen sich super für die Campingküche
Eintöpfe eignen sich super für die Campingküche
(Foto: CCO / Pixabay / LisaRedfern)
  • Zelt
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Taschenlampe

Tipp: Je kürzer du deine Camping-Packliste hältst, desto besser. Bevorzuge kleine Ausrüstungsgegenstände aus leichten Materialien – im Rucksack merkst du später jedes Gramm. Bevor du jedoch den Sommerschlafsack aufgrund des Gewichts einpackst, checke den Wetterbericht und vor allem die durchschnittliche Temperatur in der Nacht. Nichts ist ärgerlicher als ein Urlaub, in dem du wegen einer mangelnden Isolierung der Isomatte oder eines zu dünnen Schlafsacks jede Nacht frierst.

Falls es nachts zu kalt werden sollte, zieh eine Mütze beim Schlafen an und fülle am Abend deine BPA-freie Trinkflasche mit heißem Wasser auf. So wird sie zur Wärmflasche. Ein Inlett erhöht die Temperatur im Schlafsack ebenfalls.

Kleidung beim Camping: Packliste

  • Unterwäsche
  • Socken
  • Schlafkleidung (je nach Temperatur kurzärmlig oder lang, ein Paar Wollsocken)
  • 2 Hosen (je nach Temperatur lang oder kurz)
  • 3 T-Shirts
  • 1 Langarmshirt
  • 2 mittlere Pullis
  • 1 dicker Pulli (zum Beispiel aus Vlies)
  • Regen- bzw. Windjacke, eventuell auch einen Regenschirm und eine Regenhose
  • feste, bequeme Schuhe, je nach Reiseland auch wasserfest
  • Badelatschen oder Sandalen: für den Strand oder Duschanlagen
  • 1 Gästehandtuch: fürs Zähneputzen und Händewaschen
  • 1-2 große Handtücher: fürs Duschen und den Strand
  • Mütze (je nach Temperatur) oder ein Cap

Tipp: Checke vor dem Urlaub den Wetterbericht, um die entsprechende Kleidung für deine Camping-Packliste auszuwählen. Zwiebellook, also Schicht für Schicht, empfiehlt sich immer. Nimm lieber weniger Kleidung mit, dafür etwas Bio-Waschmittel.

Auf vielen Campingplätzen kannst du gegen eine geringe Gebühr von circa 4 Euro oder sogar kostenlos eine Waschmaschine und bei schlechtem Wetter sogar einen Trockner verwenden.

Packe bei schlechtem Wetter deine Kleidung und den Schlafsack in Packsäcke oder Plastiktüten und dann in den Rucksack. Dann bleiben sie trocken, selbst wenn der Rucksack nass werden sollte.

Hygiene-Checkliste

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta oder Zahnputztabletten
  • (Bio-)Shampoo/Duschgel (am besten für Haut und Haare)
  • Bürste/Kamm
  • Hautcreme (eine universelle, die sich für Gesicht, Hände etc. eignet)
  • Deo
  • kleines Erste-Hilfe-Set mit Pflastern
  • Nagelschere und Pinzette
  • Sonnencreme
  • (Selbstgemachtes) Mückenspray
  • Waschmittel
  • Toilettenpapier (aus recyceltem Papier)

Beachte: Benutzt du Zahnpasta, Shampoo, Creme oder Waschmittel in der freien Natur, können sie ins Grundwasser gelangen. Das solltest du vermeiden. Wasche und dusche möglichst nur auf Campingplätzen und achte bei Produkten wie Zahnpasta darauf, dass sie biologisch abbaubar sind. Versuche zudem, möglichst kleine Packungen mitzunehmen.

Tipp: Ersetze Shampoo auf der Camping-Packliste am besten durch festes Shampoo oder Seife: Diese Produkte können nicht auslaufen, sind ergiebiger und verursachen weniger Müll. Verreist du in einer Gruppe, dann teilt Hygieneprodukte, die jeder benutzen kann (wie Zahnpasta, Sonnencreme, Mückenspray), unter euch auf. Dann reduziert sich das individuelle Gepäck.

Essen fürs Camping: Packliste

  • Spirituskocher oder Gaskocher (zum Beispiel von Trangia – hier lassen sich Töpfe und Brenner gut ineinander verpacken) 
  • Feuerzeug
  • Topf
  • Taschenmesser mit Dosenöffner
  • Löffel
  • Trinkbecher, den du auf dem Gaskocher nutzen kannst
  • universelle, dichte Brotdose (für Suppe oder Essensreste)
  • Trinkflasche, auch für heiße Getränke (zum Beispiel aus Metall)
  • ökologisches Spülmittel
  • Handtuch und Schwamm
  • genügend Wasser- und Essensvorräte (je nach Standort deines Campingplatzes)
  • ein paar Teebeutel oder löslichen Kaffee (je nach Geschmack und Außentemperatur)

Tipp: Prüfe vor dem Urlaub, ob du überhaupt kochen willst oder ob dein ausgewählter Campingplatz eine Küche hat. Gerade in nordischen Ländern gehört sie zur Grundausstattung vieler Campingplätze. Dann kannst du dir den Kocher auf der Packliste fürs Camping sparen.

Wenn du einen brauchst, entscheide dich unter dem Gesichtspunkt: Kann ich Spiritus/Gaskartuschen im Urlaubsland kaufen oder muss ich sie transportieren? Im Flugzeug kannst du beide oft nicht mitnehmen. Spiritus oder genormte Gaskartuschen gibt es nicht in allen Ländern im Supermarkt, sondern oft nur in Campingläden zu kaufen. Such dir vorher eine Adresse raus und frage Locals.

Was brauchst du sonst noch?

Einige wichtige Dokumente dürfen auf der Camping-Packliste nicht fehlen:

  • Reisedokumente (Ausweis oder Reisepass, Krankenkassenkarte, Busfahrkarten, Flugtickets, Adressen von Campingplätzen…)
  • Bargeld in der örtlichen Währung
  • Handyladekabel
  • eventuell Reiseführer mit einem Verzeichnis von Campingplätzen
  • eine umweltfreundliche Tragetasche oder kleinen Rucksack für Ausflüge in die Stadt, zum Strand, zum Einkaufen…

Tipp: Packe diese Dinge in eine Tüte, eine Folie oder einen kleinen Packsack. Dann sind sie gut verstaut und weichen bei Regen nicht durch.

Wichtige Reisedokumente solltest du vor deinem Camping-Trip einscannen und dir per Mail zusenden. Sollten sie verloren gehen, kannst du zumindest online auf sie zugreifen.

Nachhaltiges Camping

Wanderurlaube sind besonders nachhaltig und versprechen tolle Naturerlebnisse
Wanderurlaube sind besonders nachhaltig und versprechen tolle Naturerlebnisse
(Foto: CCO / Pixabay /alinemorais 20120)

Campingurlaub gilt als eine der nachhaltigsten Arten von Urlaub. Für wirklich „nachhaltigen Tourismus“ solltest du trotzdem auf ein paar Dinge achten, um deinen ökologischen Fußabdruck noch geringer zu halten:

  • Besteht deine Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung, die weiter oben auf der Packliste fürs Camping aufgeführt sind, aus nachhaltigen Materialien? Kannst du dir etwas leihen anstatt es zu kaufen? 
  • Muss es eine Flugreise sein oder kannst du mit der Bahn oder dem Bus anreisen? Kannst du CO2 kompensieren?
  • Viele Campingplätze bemühen sich um Nachhaltigkeit und sind beispielsweise mit dem „Green Key“ ausgezeichnet oder haben das Label „EcoCamping„. Dies kannst du bei der Auswahl und Buchung der Plätze beachten. Lies dazu: Umweltsiegel und Öko-Zertifikate in der Reisebranche
  • Beim Wildcamping: Hinterlasse keinen Müll, mache kein offenes Feuer, störe die Natur nicht und vergrabe deine biologischen Hinterlassenschaften.

Campingurlaub: Was du noch beachten solltest

Bevor ihr euer Zelt wild aufschlagt, prüft die Gesetzeslage oder fragt den Besitzer des Landes  Grundstückes nach
Bevor ihr euer Zelt wild aufschlagt, prüft die Gesetzeslage oder fragt den Besitzer des Landes Grundstückes nach
(Foto: CCO / Pixabay / skeeze)

Sobald du alle Gegenstände auf der Packliste abgehakt hast, steht dem Camping nichts mehr im Wege. Diese Art von Urlaub ist besonders flexibel. Denn oftmals ist es nicht nötig, auf Campingplätzen einen Zeltplatz zu reservieren. An beliebten Orten solltest du zur Hauptsaison aber besser anrufen oder bereits mittags anreisen.

Ein Zelt lädt auch dazu ein, es wild zum Beispiel im Wald aufzuschlagen. Mach dich vor deinem Urlaub schlau, welche gesetzlichen Regelungen in deinem Urlaubsland gelten. Während Wildcampen in Deutschland verboten ist, ist wildes „Biwakieren“ mit einem Schlafsack und einem Biwak erlaubt. Auf privaten Geländen brauchst du das Einverständnis des Besitzers. Grundsätzlich gilt: keinen Müll oder andere Spuren hinterlassen, die Natur nicht durch laute Musik stören oder zum Beispiel durch offenes Feuer gefährden.

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