Duschende Ratte wird viraler Hit – doch das ist nicht so lustig, wie es aussieht

Duschende Ratte Video viral
Foto: Screenshot Youtube (Jose Correa)

Seit einigen Tagen geht im Netz ein niedliches Video viral: Es zeigt einen kleinen Nager, der sich gründlich einseift und „duscht“ wie ein Mensch. Die Aufnahmen haben allerdings einen ziemlich traurigen Hintergrund.

Die „Shower Rat“ (Duschratte) ist inzwischen eine kleine Internet-Berühmtheit geworden. Das Video, das den Nager beim Duschen zeigt, wurde allein auf YouTube über eine Million mal angesehen. Die Aufnahmen stammen von einem DJ aus Peru – er hatte das Tier an einem Samstagmorgen in seinem Waschbecken entdeckt und zur Kamera gegriffen.

Das Video ist nicht ohne Grund zum viralen Hit geworden – die Bilder sind ziemlich putzig: Die „Ratte“ steht auf ihren Hinterbeinen, mit ihren Vorderpfoten streicht sie sich über den Kopf, den Bauch und den Rücken. Ihr ganzer Körper ist mit Seife oder Shampoo bedeckt, sie sieht aus, als würde sie die Dusche genießen.

Die Ratte in der Dusche ist keine Ratte

Allerdings trügt hier der Schein: Zum einen ist die „Shower Rat“ gar keine Ratte – erkennbar unter anderem daran, dass das Tier gar keinen Schwanz hat. „Newsweek“ zufolge handelt es sich hierbei um ein Pakarana, eine Nagetierart aus Südamerika.

Außerdem ist die „Dusche“ bestimmt kein Spaß für das Tier. „Die Bewegungen sehen sehr merkwürdig aus“, erklärte ein Biologe der Plattform „Gizmodo“. Das Tier würde sich nur so bewegen, weil ihm etwas unangenehm ist. „Ich denke es ist komplett eingeseift. Das ist wahrscheinlich ein Problem für das Tier. Es will einfach nur die Seife loswerden“, so der Experte. Womöglich habe es sogar Schmerzen.

Virale Hits auf Kosten von Tieren

Unklar ist, weshalb das Nagetier überhaupt voller Seife ist. Vielleicht ist es in das Waschbecken gefallen und dabei mit der Seife in Berührung gekommen. Womöglich wurde es aber auch bewusst von jemandem eingeseift. Wahrscheinlich ist die „Shower Rat“ ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie Tiere für ein paar Minuten Berühmtheit im Netz missbraucht werden können.

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(1) Kommentar

  1. Um ein „Youtube-Star“ zu werden, werden auch schon mal Tiere nach allen Regeln gequält. Spitzenreiter sind Russen, die sich gerne Tiere halten, die meiner Meinung nach in Zoos oder in Profihand gehören. Solche Videos sehe ich mir gar nicht erst an.

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