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(21) Kommentare

  1. Ich habe mir vor ein paar Jahren passende Beutel aus Fliegennetz das eigentlich für Fenster gedacht ist für meinen Obst- und Gemüseeinkauf genäht die halten bis heute. Käse lasse ich mir in mitgebrachtes Backpapier einpacken (da kann man auch mehrere mal das gleiche nehmen) und fülle ihn zu Hause in einen Glasbehälter. Brot oder Brötchen in mitgebrachte Stoffbeutel einpacken lassen ist bei den meisten Handwerksbäckern auch kein Problem eher im Gegenteil dort wird es sogar ausdrücklich befürwortet. Der etwas höhere Preis eines Handwerkbäckers gegenüber den Ketten ist mir der Geschmack auch allemal wert.
    Selbst wenn man die vollkommen Sinnfreien Umverpackungen im Supermarkt lässt ist und bleibt es Müll und nur wenn immer mehr Leute diese Dinge nicht mehr kaufen wird sich etwas ändern, den kein Händler produziert oder verkauft Waren die er nicht los wird.

  2. Mich hat schon immer gestört, dass ausgerechnet Bioobst- und Gemüse aufwändig verpackt verkauft wird. Begründung: Damit der Kunde nicht mogeln kann. Und mich nervt außerdem, dass die Verpackungseinheit so vorgegeben ist, Bananen gibt es fast nur in 5er-Bündeln oder größer, Zucchinis liegen mindestens zu zweit in ihrer Schale, ebenso Paprika in ihren Plastikhüllen, Zwiebeln gibt es ab 500 g aufwärts im Säckchen usw.. Aber so langsam tut sich etwas. Statt Plastik gibt es immer öfter Klebeetiketten auf den einzelnen Stücken. Ein Wunder, dass man erst jetzt darauf kommt, schließlich macht uns „Chiquita“ das schon seit Jahrzehnten vor, um ihre „Markenbananen“ von den „No Names“ zu unterscheiden. Ich vermute, dass endlich reagiert wird, weil sich nahezu jeder Biokunde am Verpackungswahnsinn stört und sich die Händler sicherlich oft genug Beschwerden dazu anhören dürfen. Ansonsten ein Tipp: Wer keinen vernünftigen Markt vor Ort hat, kann sich vielleicht von einem Biokistenanbieter beliefern lassen. Für gewöhnlich wird dort nur minimal verpackt, das Meiste landet ohne Verpackung in der Kiste. Gerade für kleinere Haushalte ist das interessant, weil man auch kleinste Mengen kaufen kann (nur 2 Zwiebeln statt gleich 500 g im Sack, nur 1 Banane statt 5er-Bündel usw..). Das, was ich pro kg mehr bezahle, spare ich wiederum ein an dem, was ich nicht wegschmeißen muss.

  3. Ich würde ja wirklich gerne das Leitungswasser trinken anstatt Wasser ständig in Plastikflaschen zu kaufen. Das Problem ist leider nur, dass das Leitungswasser in meiner Gegend eine Gesamthärte von 21°dH bzw. eine Karbonathärte von 11°dH hat und es einfach nicht schmeckt. Man schmeckt den Kalk schon fast, zusätzlich ist da auch noch ein anderer komischer Geschmack drin.
    Da wird Mineralwasser in Glasflaschen wohl das geringste Übel sein.

  4. Wie krank ist das eigentlich? Wir werden im Supermarkt gezwungen, Obst und Gemüse verpackt zu kaufen. Wir werden trainiert, das als „normal“ zu betrachten. Vor unserer Haustür liegt der Müll am Ende ja nicht. Also muss man sich auch nicht damit beschäftigen. Das hat zur Folge, dass Kunden sogar einen unverpackten Apfel in eine Plastiktüte stecken. Aber Papiertüten gibt es sowieso keine. Warum muss man geschnittenes Obst kaufen? Warum muss man mit einem Kaffee im Plastikbecher durch die Gegend rennen? Warum denken so viele Menschen nicht darüber nach, dass sie von dem ganzen unnötigen Abfall auch betroffen sind? Warum darf dieser Plastikwahn überhaupt sein?
    Ich fahre jede Woche mit dem Fahrrad auf einen 10 km entfernten Markt, um dort unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Aber das kriegt nicht jeder in seinem Alltag unter, mal ganz abgesehen von den Leuten, denen sowieso alles zuviel ist. Wo ist das Problem, wenigstens statt Plastiktüten Papiertüten anzubieten?
    Unsere Meere sind voll mit Plastik und wenn das in den Nachrichten zu sehen ist, kann man mit einem Ekelgefühl schnell wegschauen.
    Moby hat mit seinem Kommentar zu der Plastikflut an der Küste von Santo Domingo recht. „Auf Wiedersehen Menschheit.“ Und dazu muss man kein Schwarzseher sein. Eigentlich könnte es ganz einfach sein, ist es aber nicht.

  5. Wir haben seit 2 Monaten die Ökokiste vom Demeter-Hofer und das ist eine tolle Sache. Es ist überhaupt nichts verpackt, die Menge reicht genau für eine Woche und es ist abwechslungsreich. Wir haben kaum noch Müll, Plastik schon gar nicht. Schlimm fand ich die WM Zeit, diese Miniverpackungen, alles im Zeichen des Fussballs

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