Schlagwörter:

(7) Kommentare

  1. Ich finde, dass ihr da gute Ideen gesammelt und dargestellt habt, aber ich finde es mehr als problematisch, einen Dienstleister wie Amazon als Bezugsquelle anzugeben. Was über Amazon bisher schon bekannt wurde (zwar kaum über die Mainstreammedien), wie katastrophal die Arbeitsbedingungen dort sind oder dass sie nun führend in der Luftzustellung über Drohnen werden wollen u.v.m. Meine Meinung ist, dass wir zuerst an solchen fragwürdigen Handlungen als Käufer, des hier so bequemen Bestellens ohne Hinterfragen, Nachdenken, Informieren ansetzen sollten, sonst ist eine umweltfreudliche Lebensweise bzw. ein solcher Anspruch nicht gegeben. Ich selbst war auch lange Zeit Kunde bei Amazon, aber ich überwand dann doch meine Bequemlichkeit und suchte mir fairere Anbieter für meine Online-Bestellungen…

  2. Damit, womit ich mir schwer tue, ist die Materialbeschaffung und wo ich alles nötige Zeug zum Selbstmachen herkrieg, was mir letztlich auch wieder wie eingekauft wirkt (auch wenn man es dann selbst weiter verarbeitet). Beispielsweise lassen sich mit einem Raspberry Pi alle möglichen elektronischen Sachen selbst basteln, das könnte ich auch versuchen (Elektronikherstellung ist Top in der Sklaverei), wenn aber dann nicht wieder die Frage wäre, wie gut und woher die bezogenen „Zutaten“ zum DIY-Produkt sind. Ohne intensive Globalisierung und billigen Arbeitsbedingungen ist da nichts mit elektronischen Komponenten. Die sind industriell ja auch hochverarbeitet. Allgemein, im besten Fall kann jemand etwas umfunktionieren, wie erwähnt: Up-Cyclen, Kleidungsreste, etc. Aber insbesondere viele weit gereisten und aufwendig hergestellten/geförderten/bestellten Rohstoffe wie Kochzutaten, vor allem in exquisiten veganen Rezepten, sind dann schon wiederum fragwürdig, möglicherweise sogar im Widerspruch zum eigenen Nachhaltigkeitsverständnis?

    Damit möchte ich eins sagen:
    Kokosöl ist fragwürdig und ist nicht notwendigerweise eine bessere alternative als Palmöl. Ich merke auch hier, dass (noch) viele sich auf eine Sache einfachheitshalber einschießen (bspw. Palmöl, Papiertüten, Plastikflaschen), die Alternativen aber gar nicht weiter bedenken (und das sage ich, ohne Palmöl unterstützen zu wollen; mein Vorstellung ist: weniger Öl als Zutat, dafür eines, dass sich auch in Deutschland herstellen lässt).
    Diese Seite z.B. hält Kokosöl nicht für besser als Palmöl für den Regenwald:
    https://www.regenwald.org/themen/palmoel/kokosoel-keine-alternative-zu-palmoel

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.