Neue Google-Maps-Karte: Google misst jetzt auch Luftverschmutzung

Foto: "google maps street view car - mapping washington beltway" von woodleywonderworks unter CC-BY2.0

Google setzt seine Street-View-Autos ein, um die Schadstoffbelastung in der Luft in amerikanischen Städten zu analysieren. Aus den Messungen von Google ist bereits eine erste Google-Maps-Karte für die Stadt Oakland in Kalifornien entstanden.

Google ist schon lange viel mehr, als bloß eine Suchmaschine. Das Unternehmen bietet zahlreiche Produkte und Dienstleistungen an – seit Kurzem gehören auch Luftmessungen dazu. Für eine Studie hat Google seine Street-View-Fahrzeuge mit Messgeräten ausgestattet, welche die Schadstoffbelastung in der Luft messen.

Die Studie ist eine Kooperation von Google, der University of Texas in Austin und der Umweltorganisation Environmental Defense Fund (EDF). Ebenfalls mitgewirkt hat das Unternehmen „Aclima“, das auf Sensoren spezialisiert ist. Dank Google liefert die Studie viel präzisere Daten über die Luftverschmutzung, als Analysen von stehenden Messtationen.

Google-Autos fuhren tausende Kilometer

Für die Messungen hat Google seine Street-View-Fahrzeuge eingesetzt. Die Autos fahren eigentlich durch die Gegend, um Aufnahmen für Google-Street-View zu machen. Von Mai 2015 bis Mai 2016 fuhren zwei der Google-Autos mit speziellen Messgeräten an Bord durch die Straßen von Oakland und maßen die Luftverschmutzung.

Die Autos befuhren jede Straße durchschnittlich 30 Mal und legten insgesamt knapp 23.000 Kilometer zurück. Laut Google sind dabei fast drei Millionen Messpunkte entstanden.

Neue Google-Maps-Karte

Herausgekommen ist eine Google-Maps-Karte von Oakland, die zeigt, wie hoch die Belastung mit verschiedenen Schadstoffen in den Straßen jeweils ist. Die Karte liefert außerdem Informationen dazu, wo Autos beschleunigen.

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Die Google-Maps-Karte von Oklahoma zeigt die Luftverschmutzung an. (Screenshot: Google)

Erwartungsgemäß zeigt sich in der Gegend von Schnellstraßen eine besonders hohe Luftverschmutzung. Auch in der Nähe von großen Gebäuden ist die Belastung stark. Die Gebäude verhindern einen Luftdurchzug, weshalb die Schadstoffkonzentration in ihrer Umgebung höher ist. Die Autoren der Studie waren insgesamt überrascht, wie stark die Luftverschmutzung an verschiedenen Orten variiert.

Google will weiter messen

Wie Aclima im Unternehmensblog erklärt, waren die Google-Luftanalysen in Oakland erst der Anfang. Gemeinsam mit Google wolle man auch die Luftverschmutzung in anderen Städten großflächig messen.

In Kalifornien hätten die Google-Fahrzeuge bereits knapp 130.000 Kilometer zurückgelegt und Analysen in Los Angeles, San Francisco und dem kalifornischen Längstal durchgeführt.

Mie Messungen von Google sind präzise

Die mobilen Messungen haben den Vorteil, dass sie flexibel sind und genaue Daten liefern. Sie messen Luftverschmutzung dort, wo Menschen ihr ausgesetzt sind. Statt der Google-Fahrzeuge könnten auch Taxis oder öffentliche Busse mit Messgeräten ausgestattet werden und so kontinuierlich präzise Informationen zur Luftqualität liefern.

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