Greenpeace-Check zeigt: weniger giftige Chemikalien in Kleidung

Foto: CC0 / Pixabay

Gute Nachrichten von Greenpeace: Große Handelsketten wie Aldi oder Tchibo setzen immer mehr auf giftfreie Kleidung. Im Rahmen der Detox-Kampagne hatten sich die Unternehmen verpflichtet, bis 2020 giftige Chemikalien aus ihren Textilien zu verbannen.

„Entgiftet unsere Kleidung!“ – diesen Appell richtet Greenpeace mit der „Detox-Kampagne“ an alle Modehersteller. 79 Modemarken haben sich bereits gegenüber Greenpeace verpflichtet, bis 2020 umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien durch ungefährliche Substanzen zu ersetzen.

Jetzt zeigt eine Zwischenbilanz von Greenpeace: Mehrere große deutsche Handelsketten sind auf dem besten Weg, das Ziel zu erreichen. Aldi, Lidl, Rewe, Penny, Kaufland und Tchibo machen vielversprechende Fortschritte beim Entgiften ihrer Textilien.

Greenpeace lobt Tchibo

Greenpeace hebt dabei vor allem Tchibo hervor. Das Unternehmen habe eine besonders umfangreiche und strenge „schwarze Liste“ von Chemikalien erstellt, die bei der Textilproduktion verboten sind. Alle sechs Unternehmen haben sich außerdem von der umweltschädlichen Substanzgruppe „PFC“ (per- und polyfluorierte Chemikalien) verabschiedet, oder stehen zumindest kurz davor.

Positiv sei weiterhin, dass die Handelsketten mehr Transparenz zeigen als noch vor wenigen Jahren: Die Unternehmen würden Informationen zu Abwasserdaten, Lieferketten und Lieferantenlisten zu einem großen Teil offen legen, so Greenpeace.

Handelsketten bleiben bei Wegwerfmode

Deutlich weniger Fortschritte zeigen sich allerdings in einem anderen Bereich: Noch immer gehört es zum Geschäftsmodell der Handelsketten, vorwiegend kurzlebige „Wegwerfmode“ zu verkaufen. Die Umstellung auf langlebige und wiederverwertbare Mode hat bei keinem der Unternehmen Priorität.

Die Konzerne produzieren weiterhin in asiatischen Fabriken Kleidung in Millionen-Stückzahl, bislang noch ohne ernsthaft Reparatur- oder Recycling-Dienste anzubieten. Für Greenpeace ist jedoch zumindest Tchibo auf dem richtigen Weg, das zu ändern: Der Kaffee- und Einzelhandelskonzern ist derzeit dabei, ein Konzept zu einem „geschlossenen Stoffkreislauf“ zu entwickeln. Jetzt müssen auf die Worte noch Taten folgen, meint Greenpeace in der Zwischenbilanz.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: