Soziales Start-up bei „Die Höhle der Löwen“: Zwei Löwen passt es nicht ins Konzept

Foto: © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Beim sozialen Start-up „Kuchentratsch“ bekommt man Kuchen, die von Omas und Opas gemeinsam gebacken werden. Das hilft gegen Einsamkeit im Alter – die ganz großen Gewinne fährt man damit aber nicht ein. Grund genug für zwei der Löwen, nicht zu investieren.

„Ich habe mir die Fragen gestellt, warum man eigentlich nicht so richtig guten Oma-Kuchen kaufen kann“, sagt Gründerin Katharina Meyer (28) in der aktuellen Sendung von „Die Höhle der Löwen“. Gleichzeitig kam ihr der Gedanke, dass Menschen im Alter häufig einsam sind. Die Idee zu „Kuchentratsch“ war geboren: Ein Unternehmen, das soziales Engagement mit einem wirtschaftlichen Ansatz vereint.

Inzwischen backen 35 Rentnerinnen und Rentner in einer Münchner Backstube gemeinsam Kuchen, tauschen sich aus und tratschen dabei. Den fertigen Oma-Kuchen kann man in vielen Münchner Cafés probieren. Das Unternehmen beliefert aber auch Firmen, Veranstaltungen und Privatpersonen.

„Kuchentratsch“ ist Investoren zu sozial

Weil das Start-up so gut läuft, würde Kuchentratsch gerne auch deutschlandweit Kuchen ausliefern. Deshalb stellten Katharina Meyer und Anna Bründermann (34) ihr Unternehmen in der aktuellen Ausgabe der Sendung „Die Höhle der Löwen“ vor. Von den Jury-Mitgliedern wollen sie 100.000 Euro für 10 Prozent des Unternehmens, um expandieren zu können. Dabei steht bei „Kuchentratsch“ noch immer der soziale Gedanke im Vordergrund. Große Gewinne sind eher zweitrangig.

Kuchentratsch Höhle der Löwen
Die Investoren durften den Kuchen natürlich auch probieren. (Foto: © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer)

Genau aus dem Grund stiegen zwei der Investoren direkt aus. Die Unternehmer Frank Thelen und Ralf Dümmel wollten nicht investieren. Zwar lobten sie die Idee, beiden ist das Unternehmen aber zu sozial, ihnen geht es bei ihren Investitionen eher darum, Unternehmen möglichst groß und bekannt zu machen und große Gewinne einzufahren, sagten sie in der Sendung.

Die Höhle der Löwen: „Das Modell gibt älteren Leuten einen Sinn“

Glücklicherweise denken nicht alle Löwen nur ans Geld. Der deutsche Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer investierte gemeinsam mit der Politikerin Dagmar Wöhrl in „Kuchentratsch“: „Das Modell, älteren Leuten einen Sinn zu geben, dass sie Spaß haben, dass sie Freude haben – ich bin sicher, die leben glücklicher und länger,“ begründet Maschmeyer sein Angebot in der Sendung.

Kuchentratsch gibt es bereits seit 2015. Das Unternehmen will laut Webseite eine Anlaufstelle sein für Seniorinnen und Senioren, die durch das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben isoliert leben, sich nicht mehr gebraucht fühlen und vielleicht auch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Bei Kuchentratsch bekommen sie eine sinnvolle Beschäftigung, Gesellschaft und können sich etwas dazuverdienen. Dabei entstehen leckere Kuchen aus regionalen und saisonalen Zutaten – denn auch Nachhaltigkeit ist dem sozialen Start-up wichtig.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(3) Kommentare

  1. Dieses Startup hat mich zutiefst entsetzt. Statt ein regionales Projekt zu initiieren möchte sich dieses in ein kapitalistisches, wettbewerbsorientiertes, expandierendes Unternehmen entwickeln. Was grundsätzlich als soziale Projekt daherkommt entpuppt sich zur Geldmaschine. Ein Kuchen für 34€,der in der Herstellung nur ein Drittel kostet und dem mit geschicktem Marketing ein Polaroid der oder des Bäcker/-in beiliegt und das auch bei einer Massenbestellung von 2000 Kuchen und mehr. Erscheint mir nicht sehr koscher.

  2. was ist das für eien schrottsendung, dass ihr ständig darüber schreibt? ich kenne das gar nicht…
    ihr wisst schon: auch schlechte werbung ist gute werbung.

    hoffentlich boykottieren wenigstens die alten leute jetzt diese marke!

  3. Wie kann man sich als Social Business mit Carsten Maschmeyer einlassen? Völlig unverständlich. Naja, schön für die Kuchen backenden Senioren, ein Schlag ins Gesicht derer, die durch den „Drückerkönig“ (Zitat ARD) ihre Alterssicherung verloren haben.