Höhle der Löwen: Diese Unternehmerinnen wollen Hunde vegan ernähren

Vegdog: Veganes Hundefutter bei der Höhle der Löwen
Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Kann man Hunde vegan ernähren? Hund Nelson beweist: Ja. Weil er normales Futter nicht vertrug, hat seine Besitzerin ein spezielles Hundefutter entwickelt: „Vegdog“ ist nicht nur vegan, sondern auch regional und frei von Zusatzstoffen. 

Jahrelang kämpfte Hund Nelson mit einer Futtermittel-Unverträglichkeit, er litt unter Magen-Darm-Problemen und Hautjucken. Die Tierärztin empfahl deshalb auf tierisches Eiweiß im Hundefutter zu verzichten. Die vegane Ernährung von Nelson erwies sich als voller Erfolg: Bereits nach vier Wochen war der Hund geheilt, erzählt Hundebesitzerin Tessa Zaune-Figlar (34) in der gestrigen Ausgabe der Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Zaune-Figlar ernährt ihren Hund jetzt schon seit sieben Jahren vegan. Dabei hat sie festgestellt: Das Angebot an veganem Fertigfutter ist gering und die Zubereitung von frischem, vollwertigem Futter aufwändig. Weil sie der Meinung war, dass das auch einfacher gehen muss, begann Zaune-Figlar sie selbst mit der Entwicklung eines veganen Alleinfutters für Hunde.

Vegdog: Ausgewogenes Hundefutter aus regionalen Zutaten

Ein Jahr lang hat die 34-hährige an dem Produkt getüftelt, zusammen mit Tierärzten und Fachlaboren. Das Ziel: unterschiedliche Futtersorten zu entwickeln, die den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Unterstützung erhielt sie dabei von Mitgründerin und Tiermedizinerin Valerie Hansen (28) und der Tierärztin Lisa Walther (29). Mittlerweile kann man ihr Produkt kaufen.

Vegdog ist laut Zaune-Figlar das erste vegane und getreidefreie Alleinfutter für Hunde. Es besteht zudem aus regionalen Zutaten, kommt ohne Lock-, Farb-, und Konservierungsstoffe aus.

Damit Vegdog bekannter wird und kein Nischenprodukt bleibt, brauchen die Gründerinnen nun aber Geld – und haben ihr Produkt deshalb gestern bei der Höhle der Löwen vorgestellt. 150.000 Euro möchten sie von den Investoren der Sendung haben, für 10 Prozent der Firmenanteile.

Löwen sind begeistert – doch fast niemand will investieren

Zwar waren die Investoren von der Idee begeistert, so richtig konnte sich kaum einer von ihnen auf den Deal einlassen: Ralf Dümmel meinte, er sei nicht der richtige Partner für das Thema, auch Frank Thelen erklärte, dass vegan nicht so sein Ding sei und Hundefutter auch nicht. Und auch Carsten Maschmeyer und Judith Williams wollten nicht investieren.

Der Deal kam schließlich zustande, allerdings nur mit einer Investorin und zu anderen Konditionen. Dagmar Wöhrls Gegenangebot nahmen die Gründerinnen dankbar an: 120.000 Euro für 20 Prozent der Anteile.

Wie sinnvoll ist eine vegane Ernährung für Hunde?

Theoretisch ist es möglich, Hunde vegan zu ernähren. Ellen Kienzle, Fachtierärztin für Tierernährung an der Universität München, empfiehlt das allerdings nur unter fachtierärztlicher Aufsicht zu tun – und auch nur, wenn es unbedingt sein müsse. Gegenüber spiegel.de sagt sie aber auch, dass es generell immer wieder zu Problemen käme, wenn Hundehalter das Tierfutter selbst zusammenstellen, ob mit tierischen Produkten oder ohne. Viele unterschätzen den Nährstoffbedarf der Tiere, vor allem Kalzium bräuchten Hunde in hohen Mengen. Ein von Tierärzten mitentwickeltes Futter, das die komplette Ernährung des Tiers abdeckt könnte also die Lösung sein. Man sollte allerdings nicht auf die Rücksprache mit dem Tierarzt verzichten.

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