Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – und macht ihre Ernährung dafür verantwortlich

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Foto: Instagram Rawvana

Die Youtuberin und Instagrammerin „Rawvana“ hat sechs Jahre lang roh-vegan gelebt – und mit ihren Videos und Posts hunderttausende Gleichgesinnte inspiriert. Nachdem ihre Periode aufgehört hat, isst sie nun jedoch wieder tierische Produkte. Viele Follower sind wütend.

Rawvana heißt eigentlich Yovana Mendoza Ayres und ist Influencerin: Fast zwei Millionen Abonnenten folgen ihr auf Youtube, 1,3 Millionen auf Instagram und rund 600.000 auf Facebook. Die Influencerin aus San Diego teilt dort unter anderem Rezept-Videos und Sporttipps, außerdem Bilder aus ihrem Leben.

In ihren Posts geht es dabei immer um ihre roh-vegane Lebensweise. Roh-Veganer verzichten nicht nur auf tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Ei, sondern auch auf verarbeitete und erhitzte Lebensmittel. Jetzt hat Rawvana jedoch verkündet, wieder Ei und Fisch zu essen – weil ihre Periode ausgefallen war.

Youtube-Video: „Ich weiß, dass viele sich betrogen fühlen“

Diese Ankündigung machte Rawvana nicht ganz freiwillig: Vor kurzem wurde sie in einem Restaurant dabei gefilmt, Fisch zu essen. Nach einem Shitstorm veröffentlichte sie ein ausführliches Video, in dem sie sich erklärt.

„Ich glaube nicht, dass es den perfekten Zeitpunkt gab, dieses Video zu machen. Ich war nicht bereit, darüber zu sprechen oder das zu teilen. Es tut mir sehr leid, wie diese Nachricht kommuniziert wurde, wie ihr das herausfinden musstet. Ich weiß, dass viele von euch mir vertrauen, mir zuhören und sich wahrscheinlich betrogen und angelogen fühlen.“

Sechs Jahre roh-vegan

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Rawvana in ihrem Youtube-Video. (Foto: Youtube Rawvana)

Sie habe mehr als sechs Jahre lang komplett vegan gelebt, erklärt Rawvana in dem Video. 2014 hatte sie 25-Tage lang an einem Wasserfasten-Programm teilgenommen. Daraufhin hörte ihre Periode auf. Sie sei damals noch davon überzeugt gewesen, dass das ein guter Effekt sei. Auch nach der Wasserfasten-Kur kam ihre Menstruation jedoch nicht zurück: Zwei Jahre lang habe sie keine Periode gehabt.

Nach einer Weile machte sie sich Gedanken über die fehlende Blutung und ließ sich bei einem Arzt untersuchen. Das Ergebnis: Ihre Hormone waren stark aus dem Gleichgewicht geraten – ihre Werte ähnelten denen einer Frau, die kurz vor der Menopause ist.

„Ich möchte Babys in diese Welt setzen“

Sie begann damit, mehr Fette und Salz in ihre Mahlzeiten zu integrieren, außerdem aß sie auch wieder gekochte Gerichte. Ihre Periode kam zunächst zurück, stoppte dann jedoch wieder. Die Ärzte verschrieben ihr Medikamente und empfahlen ihr, zumindest wieder Eier zu essen.

Rawvana versuchte es noch eine Weile mit pflanzlichen Alternativen, Heilmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Nachdem sie weiterhin Probleme hatte, entschloss sie sich, Eier und Fisch zu essen. „Ich möchte Babys in diese Welt setzen“, sagt die Influencerin in dem Video.

Viele Youtube- und Instagram-Follower sind enttäuscht

Seit zwei Monaten ist Rawvana keine Veganerin mehr. Gleichzeitig warb sie auf ihren sozialen Netzwerken weiterhin für die roh-vegane Lebensweise, teilte Rezepte und Tipps. Viele Follower nehmen ihr übel, dass sie zwei Monate lang quasi vorgetäuscht hat, Veganerin zu sein – und mit entsprechenden Werbungen Geld verdient hat.

Rawvana betont in ihrem Video, dass sie weiterhin von den Vorteilen der roh-veganen Ernährung überzeugt ist. Zurzeit versuche sie, ihre Gesundheit zu verbessern, um eine Familie gründen zu können. Irgendwann wolle sie wieder auf vegane Rohkost umsteigen.

Hie das Video in voller Länge (rund 30 Minuten):

Veganismus und die Periode

Die Influencerin ist nicht die einzige Frau, die von Veränderungen ihrer Periode bei veganer Ernährung berichtet. Bei manchen Frauen wird die Menstruation kürzer, leichter oder weniger schmerzhaft. Eine Gruppe von Youtuberinnen erklärte vor zwei Jahren sogar, die Periode mit veganer Ernährung bewusst zu stoppen.

Utopia meint: Wie genau der Zusammenhang zwischen (roh-) veganer Ernährung und Veränderungen der Periode ist, lässt sich schwer beurteilen. Denkbar wäre, dass Eisenmangel, hoher Gewichtsverlust und niedrige Körperfettwerte etwas damit zu tun haben. Aussagekräftige Studien haben wir allerdings nicht gefunden. Wir haben Ärzte kontaktiert und greifen das Thema noch einmal auf, sobald wir mehr wissen.

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