Luftentfeuchter-Test: Stromschlucker fällt bei Öko-Test durch

Foto: Pixabay / CC0 / anaterate

Im Luftentfeuchter-Test entpuppen sich etliche Luftentfeuchter als wahre Stromschlucker: Öko-Test hat zehn Luftentfeuchter für große und kleine Räume getestet und fand nur einen „sehr gut“.

Schimmel-Alarm in vielen Wohnungen: Wenn die Luftfeuchtigkeit in den Räumen mehr als 70 Prozent beträgt, entstehen für Schimmel-Pilze ideale Voraussetzungen. Luftentfeuchter können das Raumklima verbessern. Sie saugen feuchte Raumluft an und kühlen sie ab – so entziehen sie der Luft die Feuchtigkeit.

Ein Luftentfeuchter verspricht, die Luftfeuchtigkeit auf Werte von 40 bis 60 Prozent zu senken. Diese Werte gelten als ideal und lassen sich mit einem Hygrometer selbst überprüfen. Aber funktioniert das wirklich? Im Luftentfeuchter-Test des Verbrauchermagazins Öko-Test erhielt nur ein Gerät die Bestnote „sehr gut“.

Luftentfeuchter-Test: nur einer „sehr gut“

Die Hälfte der Geräte im Luftentfeuchter-Test kann Öko-Test empfehlen. Ein Gerät geht allerdings klar als Testsieger hervor:

  • Der Pro Klima Design Luftentfeuchter (20 Liter pro 24h) ist mit Abstand der effizienteste im Luftentfeuchter-Test. Er saugt pro Watt das meiste Wasser aus der Raumluft. Ist der Wassertank voll, geht der Luftentfeuchter automatisch in den Standby-Modus.
  • Die Bedienung des Testsiegers ist laut Verbrauchermagazin einfach und intuitiv. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit lässt sich genau am Gerät einstellen, lobt Öko-Test. Außerdem gibt es einen Luftfilter, der groben Staub und Haare herausfiltert.

Der Testsieger von Pro Klima kostet ca. 160 Euro (kaufen zum Beispiel** bei Otto.de, Amazon, Obi.de). Es gibt aber auch günstigere Alternativen, die im Luftentfeuchter-Test immerhin mit „Gut“ abgeschnitten haben.

Alle Details findest du im Ratgeber Bauen und Wohnen 2019 von Öko-Test:

Luftentfeuchter: günstige Alternativen bei Öko-Test

Vier weitere Luftentfeuchter kann Öko-Test ebenfalls empfehlen, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Dazu zählen der …

  • Beurer LE 30 Luftentfeuchter (zu haben z.B.** bei Rewe, Amazon),
  • Einhell Luftentfeuchter LE 20 (z.B.** bei Rewe, Otto.de, Amazon),
  • Klima 1st Klaas Luftentfeuchter 10 Liter (z.B.** bei Amazon) sowie der
  • Luftentfeuchter MD-10 Liter von Comfee (z.B.** Amazon). Letzterer ist deutlich günstiger als der Testsieger, scheint aber nicht mehr lieferbar zu sein.

Mit ca. 99 Euro ist der Comfee-Luftentfeuchter MD-10 Liter der Preis-Leistungs-Sieger im Test. Er zieht mit 10 Liter Wasser pro Tag zwar vergleichsweise Flüssigkeit aus der Raumluft. Doch dafür ist der Energieverbrauch auch viel geringer.

Besonders praktisch: Auf dem LED-Display zeigt dir das Comfee-Gerät auch die aktuelle Luftfeuchtigkeit an. Ebenso verfügt es über eine Wasserstandsanzeige und eignet sich für Räume bis 40m³.

Wie nachhaltig sind die Luftentfeuchter?

Luftentfeuchter sorgen für ein gesundes Raumklima und verhindern, dass sich Schimmel bildet. Allerdings sind Luftentfeuchter keine Dauerlösung: Eine hohe Luftfeuchtigkeit über viele Wochen deutet vielmehr daraufhin, dass es möglicherweise Probleme bei der Bausubstanz gibt. Das Ziel sollte sein, den Luftentfeuchter nur vorübergehend einzusetzen. Denn auch die effizientesten Geräte verbrauchen viel Strom – oft mehr als zwei energiesparsame Kühlschränke zusammen.

Alle Luftentfeuchter im Test hatten große Gehäuse aus Plastik. Öko-Test hat zwar in dem Plastik keine Schadstoffe gefunden. Doch fast alle Plastikarten sind nicht biologisch abbaubar und zerfallen unter Sonneneinstrahlung sehr langsam. Experten empfehlen daher, durch regelmäßiges Lüften frische und trockene Luft in die Wohnung zu holen. In vielen Fällen ist dann ein Luftentfeuchter gar nicht notwendig.

Alle Testergebnisse

Alle Details findest du im Ratgeber Bauen und Wohnen 2019 von Öko-Test:

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