Mineralwasser-Test 2020: Uran, Nitrat und Pestizide

Fotos: prasongtakham / stock.adobe.com; Ökotest

Stiftung Warentest und Öko-Test haben sich auch 2020 Mineralwasser ins Testlabor geholt. Und waren nicht mit allen zufrieden: Die Verbraucherschützer*innen fanden unter anderem Verunreinigungen durch Pestizide, Nitrat, Bor und Uran.

Fast jedes Jahr testen Öko-Test und die Stiftung Warentest Mineralwasser. Im Jahr 2020 nahm sich Öko-Test erst Medium-Mineralwasser (06/2020) und dann stilles Mineralwasser (07/2020) vor. Stiftung Warentest untersuchte Medium-Mineralwasser (08/2020).

Medium-Mineralwasser bei Öko-Test 2020

Die gesetzlichen Vorgaben für Mineralwasser in Deutschland sind streng: Das Wasser muss aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen stammen. Fachleute sagen dazu „ursprünglich rein“. Öko-Test hat 2020 die 100 beliebtesten Medium-Mineralwasser aus ganz Deutschland getestet. Fazit: 20 Quellen sind durch menschengemachte Verunreinigung beeinträchtigt – besonders durch Pestizid-Rückstände.

„Mit der ursprünglichen Reinheit ist es unserer Meinung nach damit vorbei.“

Die Hälfte der Mineralwasser schnitt „sehr gut“ ab, darunter teure Marken, zahlreiche regionale Anbieter und die günstige Eigenmarke einer Supermarktkette. Discounter-Wasser hat etwas schlechter abgeschnitten.

  • In 15 Mineralwassern hat Öko-Test Rückstände von Pestiziden nachgewiesen. Eine Gesundheitsgefahr gehe von ihnen nicht aus, doch „ursprünglichen rein“ seien sie eben nicht.
  • Auch Süßstoffe hat Öko-Test in fünf Wassern gefunden. Sie können zum Beispiel durch eine schlechte Reinigung der Flaschen ins Mineralwasser gelangen.
  • Bedenklich sind laut Öko-Test aber vor allem erhöhte Mengen Bor und Uran in mehreren Mineralwassern. Erhöhte Urangehalte stecken zum Beispiel im Medium-Mineralwasser der Anhaltiner Bergquelle sowie im Vöslauer Mild. Mit Bor ist besonders stark das Apollinaris Medium von CocaCola belastet. Der Bor-Gehalt ist so hoch, dass er die Grenzwerte für Trinkwasser überschreitet. (Zwar gelten für Mineralwasser andere Grenzwerte, doch Öko-Test orientiert sich – in Anlehnung an eine Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) – an den strengeren Trinkwasser-Grenzwerten.) Das Apollinaris-Wasser ist deshalb bei Öko-Test durchgefallen.
  • Nitrat ist nur in wenigen Wassern ein Problem, allerdings auch in einem Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung empfohlen wird.
  • Öko-Test weist darauf hin, dass auch Mikroplastik, welches aus PET-Flaschen ins Wasser gelangt, ein wichtiges Thema ist. Doch da es noch keine standardisierte Untersuchungsmethode für Mikroplastik in Mineralwasser gibt, konnte Öko-Test dies im Test nicht berücksichtigen.

Alle Details in der Ausgabe 06/2020 von Öko-Test sowie gratis online auf www.ökotest.de.

Stilles Mineralwasser bei Öko-Test 2020

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öko-test, stilles Mineralwasser, Test (Fotos: prasongtakham / stock.adobe.com; Ökotest )

Für das Juli-Magazin untersuchte Öko-Test 2020 100 stille Mineralwasser. Bei etwa 60 Mineralwässern hatten die Tester*innen wenig oder nichts auszusetzen; sie waren „sehr gut“ oder „gut“. Dabei handelt es sich um Glasflaschen, die aufgrund des Mehrwegs-Systems zugleich eine bessere Öko-Bilanz aufweisen als Plastik-Einwegflaschen. Unter den Testsiegern sind viele regionale Mineralwässer, zum Beispiel das Brandenburger Quell Naturell, die Frische Brise Marius Mineral-Quelle Naturell und das Schloss Quelle Naturelle aus dem Ruhrgebiet.

Etwa 40 Prozent der getesteten Produkte hatten Mängel: Öko-Test wies im Labor Rückstände von Nitrat und Uran nach – sie überschreiten zum Teil sogar die Grenzwerte.

  • Wie bereits im vergangenen Mineralwasser-Test mit sprudeligen Wässern sind Pestizide, Uran und Bor auch bei stillen Mineralwässern ein Problem. Gleich mehrere Wässer enthalten erhöhte Mengen der kritischen Stoffe. Rückstände von Bor fanden die Expert*innen im Bielefelder Wasser Merkur Still.
  • Im Förstina Sprudel Premium Naturell hat Öko-Test zum Beispiel Pestizid-Rückstände nachgewiesen. Auch der Uran-Gehalt ist bei diesem Wasser erhöht.

Am schlechtesten schnitten bei Öko-Test die beiden Danone-Produkte Evian und Volvic ab. Sie sind für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt, im Test aber durchgefallen.

  • Das Evian-Wasser enthält mehr Uran, als erlaubt ist.
  • Volvic ist mit Vanadium verunreinigt – und mit einer erhöhten Menge an Nitrat. Vanadium kommt zum Beispiel in Vulkangestein vor und steht laut Öko-Test im Verdacht, krebserregend zu sein. Einen Grenzwert gibt es nicht, doch gerade Wasser für Säuglingsnahrung sollte nach Einschätzung von Öko-Test frei von bedenklichen Stoffen sein. Auch in einem weiteren Mineralwasser aus dem Teutoburger Wald hat Öko-Test das Element gefunden.

Alle Details in der Ausgabe 07/2020 von Öko-Test sowie online.

Medium-Mineralwasser bei Stiftung Warentest 2020

Die Stiftung Warentest untersuchte für die Ausgabe 08/2020 31 Medium-Mineralwasser. Mikrobiologisch waren alle einwand­frei. 27 Wasser schnitten „gut“ oder „sehr gut“ ab, darunter die Eigenmarken aller großen Supermarkt- und Discounterketten.

  • In vier Produkten wiesen die Tester*innen ober­irdische Verunreinigungen nach, in einem außerdem erhöhte Uran­werte.
  • Die vier Produkte enthalten Abbauprodukte von Pestiziden.
  • Ebenfalls problematisch: Rückstände von Süßstoffen sowie einem Komplex­bildner, der möglicherweise aus Waschmitteln stammt. Ähnlich wie Öko-Test kommt auch Stiftung Warentest zu dem Schluss: „Spuren solcher Rück­stände sind gesundheitlich nicht relevant, doch von ‚ursprüng­licher Reinheit‘ kann in solchen Fällen nicht mehr die Rede sein.“
  • Die beanstandeten Produkte schnitten „befriedigend“ ab: „Mecklenburger Quelle Medium“ (Netto), „Merkur Medium“, „Real Quality Medium“ und „Naturpark Quelle Medium“. 
  • Anders als Öko-Test bewertet Stiftung Warentest auch den Geschmack; das sensorische Urteil macht 40 Prozent der Gesamt­bewertung aus. Nur 12 der 31 Wässer im Test waren demnach sensorisch fehler­frei. 
  • Auch den Mineralstoffgehalt prüft Stiftung Warentest: Nur vier der getesteten Produkte haben einen hohen Mineral­stoff­gehalt, 15 dagegen nur einen geringen von unter 500 Milligramm pro Liter. „Manches Trink­wasser liefert da mehr,“ heißt es im Magazin.
  • Auch Stiftung Warentest bewertet Mehr­wegflaschen aus PET und Glas besser als Einwegflaschen. Und verweist auf das Umweltbundesamt , demzufolge das umweltfreundlichste Wasser Leitungswasser ist.

Mineralwasser-Tests 2019

Schon in den Vorjahren testete Stiftung Warentest Medium-Mineral­wasser (siehe unten) und Classic-Wasser mit viel Kohlensäure (siehe unten). 2019 sah sich Öko-Test Classic-Mineralwasser genauer an, Stiftung Warentest stilles Wasser.

5 Argumente gegen Mineralwasser
Schon 2019 testeten Stiftung Warentest und Öko-Test Mineralwasser. (Foto: © S.Kobold - stock.adobe.com)

2019: Stilles Mineralwasser bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest untersuchte 2019 32 stille Mineralwasser. Nicht einmal die Hälfte konnte überzeugen, kein Wasser war besser als „gut“.

Die Gründe unter anderem:

  • In jedem zweiten Wasser fanden die Tester erhöhte Gehalte an kritischen Stoffen, Verunreinigungen aus Land­wirt­schaft und Industrie oder unerwünschte Keime.
  • Viele Wässer fielen bei der mikrobiologischen Prüfung negativ auf. Das Problem: Stilles Wasser ist besonders anfäl­lig für Keime, weil es weniger oder keine Kohlensäure enthält. Gerade diese hemmt aber das Keimwachs­tum. Die von Warentest gefundenen Keimarten sind vor allem für Menschen mit schwachem Immunsystem riskant.
  • Bei etlichen Produkten war die Kenn­zeichnung nicht stimmig – die Verbraucherschützer fanden zum Beispiel ein Bio-Mineral­wasser, das mehr Radium enthielt, als es die Richtlinien für Bio-Wasser erlauben. Ein Aldi-Wasser war ebenfalls nicht korrekt deklariert (siehe unten).
  • Mehrere stille Mineralwasser wiesen außerdem nur geringe Mengen an Mineralstoffen auf, 13 enthielten sogar weniger als Leitungswasser.

So schnitten die einzelnen Mineralwasser ab:

  • Testsieger war das stille Wasser von Edeka (Note 1,8).
  • Auch die stillen Discounter-Wässer von Rewe, Aldi Nord, Kaufland, Netto, Real, Lidl und Norma erhielten die Note „gut“. Alle kosten 13 Cent pro Liter.
  • Das stille Aldi-Süd-Wasser „Aqua Culinaris“ bekam nur ein „befriedigend“. Der Grund: ober­irdische Ver­unrei­nigungen, die in natürlichem  Mineralwasser laut Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTWV) nicht vorkommen dürften.
  • Das beste Markenwasser war das stille „Adelholzener naturell“, das 67 Cent pro Liter kostet. (Note 2,1)
  • Das Markenwasser Volvic aus Frank­reich enthielt unnötig viel Vanadium, das als möglicher­weise krebs­er­regend gilt. Es bekam nur ein „befriedigend“, ebenso wie Evian, in dem die Tester Keime monierten.
  • Mit einem „mangelhaft“ fielen im Test zwei Bio-Wasser durch. Das „BioKristall“ enthielt mehr Radium, als die Bio-Richtlinien erlauben; das stille Bio-Wasser von „Rheinsberger Preussenquelle“ war stark mit Keimen belastet. Neumarkter Lammsbräu, der Hersteller von „BioKristall“, ließ mitteilen, dass er das Urteil als „nicht gerechtfertigt“ betrachte und forderte Stiftung Warentest auf, ihr Ergebnis zu korrigieren. Stiftung Warentest verweigerte dies.

Alle Testergebnisse findest du in der test-Ausgabe 07/2019 oder auf test.de

2019: Classic-Mineralwasser bei Öko-Test

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Diese Classic-Wasser wurden u.a. 2019 von Öko-Test untersucht. (Fotos: © Öko-Test)

Öko-Test schickte 2019 53 Classic-Mineralwasser ins Labor. Jedes zweite Mineralwasser wurde insgesamt mit „sehr gut“ und „gut“ empfohlen. Aber es gab auch Enttäuschungen: Elf Wasser enthielten Abbauprodukte von Pestiziden, in vier fand das Labor Süßstoffe, die über Haushaltsabwasser ins Mineralwasser gelangen.

Weitere problematische Inhaltsstoffe: die Schwermetalle Bor, Uran und Arsen. Sie können sich auf natürlichem Weg aus den Boden- und Gesteinsschichten lösen, durch die das Wasser fließt. Uran kann sich aber im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen, Arsen gilt als krebserregend.

Auch die Flaschen, in die die Mineralwässer abgefüllt waren, überprüfte Öko-Test auf ökologische Aspekte. Glas- und PET-Mehrweg bewerteten die Tester*innen besser als Einweg-Verpackungen. Lies hier mehr zur Frage „Einweg oder Mehrweg?“.

  • Testsieger war unter anderem der Gerolsteiner Sprudel. Er konnte bei der Verpackung (Glas-Mehrweg), bei den Inhaltsstoffen und der ursprünglichen Reinheit punkten.
  • Viele Discounter-Produkte schnitten bei den Inhaltsstoffen „sehr gut“ ab, darunter Mineralwässer von Rewe, Penny, Lidl oder Aldi für etwa 13 Cent pro Liter. Heißt also: Billiges Mineralwasser ist inhaltlich mindestens genauso gut wie viele Markenwässer. 
  • Allerdings wurden viele Discounter-Produkte abgewertet, weil sie in PET-Einwegflaschen verkauft werden. Das ist nicht nur schlecht für die Umweltbilanz, sondern sorgt auch dafür, dass wir mehr Mikroplastik aufnehmen, dessen gesundheitliche Folgen noch nicht abschließend geklärt sind.
  • Insgesamt fiel bei Öko-Test 2019 nur ein Mineralwasser durch: Ausgerechnet im beliebten Tafelwasser „Apollinaris Classic“ fand Öko-Test mehr Bor, als für Trinkwasser erlaubt ist, und einen erhöhten Arsenwert.

Den vollständigen Test 2019 kannst du kostenfrei auf oekotest.de lesen.

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Mineralwasser-Test 2018: Teures Wasser punktet nicht

Mineralwasser Test Stiftung Warentest
Mineralwasser-Test (Foto: CC0/pixabay)

2018 untersuchte Stiftung Warentest 30 vielverkaufte Wassermarken, darunter elf klassische Marken sowie 19 Handels­marken von Supermärkten und Discountern.

Das Ergebnis: Nur 17 Produkte schnitten gut ab. Besonders interessant: 13 der 17 „guten“ Classic-Mineralwasser-Sorten im Test kamen von Discounter- und Supermarkt-Handelsmarken – bei Preisen von etwa 13 Cent pro Liter. Vereinfacht gesagt: Billiges Mineralwasser schnitt 2018 besser ab.

Dass teure Designerwässer aus fernen und exotischen Orten sowohl ökologisch als auch finanziell unsinnig sind, darauf haben wir immer wieder hingewiesen – lies dazu 7 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun.

Die fünf Testsieger bei Stiftung Warentest 2018, die alle ein „gut“ erhielten, waren:

  • Aldi Süd Culinaris Kurfels (13 Cent/Liter)
  • Netto Naturalis Vitalbrunnen (13 Cent/Liter)
  • Netto Naturalis Quintus-Quelle (13 Cent/Liter)
  • Rewe Ja Waldquelle (13 Cent/Liter)
  • Adelholzener Classic (61 Cent/Liter)

Das kam bei Stiftung Warentest 2018 außerdem heraus:

  • Zwei der stark sprudelnden Wässer bewertete der Test mit nur „ausreichend“. Eines davon schmeckte fremdartig und leicht nach Acetaldehyd aus dem Flaschenmaterial.
  • Ein anderes Wasser enthielt Keime, die Immungeschwächten gefährlich werden können. In fünf Wassern fanden die Tester leicht erhöhte Gehalte von Arsen, Nickel oder Uran – allerdings noch unter den gesetzlichen Grenzwerten.
  • In einigen fanden sich außerdem Abbauprodukte von Pestiziden; in einem Wasser Süßstoffe. Diese Funde waren allerdings gesundheitlich unkritisch. Medikamentenrückstände fanden die Tester*innen nicht.

Laut Stiftung Warentest ist längst nicht jedes Mineralwasser auch mineralstoffreich – laut EU-Verordnung müsse es das auch nicht sein. Dennoch: 14 der Classic-Wässer im Test enthielten sogar weniger Mineralstoffe als das Leitungswasser an vielen Orten. Umso bedenklicher, dass die Werbung oft suggeriert, dass wir Mineralwasser wegen der gesunden Mineralstoffe kaufen sollen.

Trinkwasser aus dem Wasserhahn: immer noch am ökologischsten und am preiswertesten
Trinkwasser aus dem Wasserhahn: immer noch am ökologischsten und am preiswertesten (Infografik © Utopia.de/MP)

Den Mineralwasser-Test 2018 von Stiftung Warentest findest du auch online auf test.de.

Mineralwasser-Test 2017: Nur jedes 3. Wasser schnitt gut ab

Die Ergeb­nisse früherer Mineralwasser-Tests lassen sich laut Stiftung Warentest auf viele Produkte über­tragen, die heute noch im Handel stehen. Denn auch 2017 hatte Stiftung Warentest 30 Medium-Mineralwasser getestet. Mit dabei im Test waren sowohl bekannte Traditions­marken wie Gerolsteiner, Adel­holzener oder Apollinaris als auch die günstigeren Marken von Discountern oder Supermärkten.

Von den 30 untersuchten Mineralwassern schnitten nur 11 mit „gut“ ab – also nur etwa ein Drittel. 18 Wasser erhielten die Note „befriedigend“, eines sogar nur „ausreichend“.

  • Der Grund für die schlechten Bewertungen: Stiftung Warentest fand „unerwünschte Spuren aus Landwirtschaft, Industrie und Haushaltsabwasser“. So konnte die Organisation Spuren von Pestizidabbauprodukten und Korrosionsschutzmittel feststellen.
  • In einigen Wassern fanden sich außerdem Süßstoffe, die aus Abwässern von Haushalten stammen. Zwar seien die Konzentrationen der Fremdstoffe im Wasser so niedrig, dass sie gesundheitlich unbedenklich seien. Trotzdem möchte man solche Substanzen eher ungern im Wasser haben.
  • Weiterhin habe es „Fehler“ im Geschmack vieler Wasser gegeben, schreibt Stiftung Warentest auf test.de. Viele Wasser würden nach Acetaldehyd schmecken, ein Stoff, der bei der Herstellung von Kunststoff entsteht und von den Plastikflaschen ins Wasser übergehen kann.

So schnitten die Mineralwasser 2017 ab:

  • Der große Verlierer im Mineralwasser-Test war das „Naturalis“-Wasser von Netto Marken-Discount (Note 4). Das Wasser enthielt zu viel Chrom (VI). Substanzen wie Chrom stammen in der Regel aus den Boden- und Gesteinsschichten, durch die das Mineralwasser geflossen ist. Chrom VI ist potenziell krebserregend.
  • Am besten schnitten die Discounter-Wasser von Edeka „Gut & Günstig“ und Lidl „Saskia“, sowie die der Traditionsmarken „Franken Brunnen“ und „Gerolsteiner“ ab.

Das beste Wasser: Leitungswasser

Leitungswasser
Umweltfreundlicher als Mineralwasser auf Flaschen: Leitungswasser (Utopia)

Utopia meint: Wasser aus Plastikflaschen halten wir hierzulande für überflüssig. Wegen der hohen Umweltbelastung durch Produktion, Entsorgung und Recycling des Plastik sowie teils weiter Transportwege raten wir dazu, kein Wasser in Plastikflaschen zu kaufen.

Etwas ökologischer ist regionales Mineralwasser aus Glasflaschen. Wir empfehlen jedoch, einfach Leitungswasser zu trinken – das spart jede Menge Geld, Material, Transporte und aufwendiges Schleppen von Wasserflaschen. Das Leitungswasser ist hierzulande quasi überall bedenkenlos trinkbar und per Trinkflasche auch leicht transportabel.

Mineralwasser-Test 2019: Uran, Arsen und Pestizide in Markenwasser

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(16) Kommentare

  1. Ich bin bei Leitungswasser sehr verunsichert. Habe auch hier schon diverse Artikel gelesen, in denen steht, dass Hormone und Microplastik nicht herausgefiltert werden kann. Quellwasser wirkt da deutlich vertrauenseregender.

  2. Leitungswasser hat den Nachteil, das es nur im Wasserwerk regelmäßiger Kontrolle unterliegt, was letztendlich bei dir aus dem Hahn rauskommt, kann wiederum schon stark abweichende Werte enthalten. Die sind gewiss nicht besser als die vom Wasserwerk und eher schlechter als die von kontrolliertem Mineralwasser. Am Kaltwasseranschluss hängt bei mir eine 6 stufige Filteranlage mit Mikrofilter. Von da wird das Wasser dann in einen Trinkwasserspender gefüllt. Der hat nochmals verschiedene Filterstufen und Revitalisierungsmechanismen. Wenn ich davon Eiswürfel mache sehen die schon ganz anders aus als von ungefiltertem Leitungswasser und man schmeckt es auch. Auch der Espresso schmeckt deutlich besser. Ebenso der Whiskey on the rocks. Vorsicht auch mit mineralhaltigen Wasser. Minerale führt man über das Essen zu, im Wasser haben die nichts verloren. Das muss nur sauber sein, ohne irgendwelche Mineralien oder Zusätze.

  3. ja, rainer2507, genau so machen wir das auch seit vielen jahren 😉 weder das mineralwasser in flaschen noch das leitungswasser sollten wir einfach so trinken, meinen wir. jeder ist natürlich selbst verantwortlich, für das was er tut (oder nicht tut), aber man sollte auch nicht alles glauben, sondern lieber selbst testen … so wie rainer2507 und ich den eiswürfel-test bereits gemacht haben und natürlich auch der geschmackstest 😉 na dann prost und giftfreier-lifestyle.de 🙂

  4. Und womit filterst Du?
    Ich hab mal eine Osmoseanlage für 600€ installiert, da schmeckte das Wasser gar nicht. Die Filter sind ja auch nur Plastik

  5. Auch wir filtern mit einer Auftisch Osmoseanlage. Unser Leitungswasser hat normalerweise fast 500 ppm, nach der Filterung nur noch 35 ppm. Es schmeckt sensationell und unsere Kaffeemaschinen müssen so gut wie nicht mehr entkalkt werden. Wasser aus Flaschen, vor allem aus Plastik kaufen wir schon lange nicht mehr. Ich habe es oft als „bitter“ in Erinnerung und ökologisch war es ohnehin ein Irrsinn..

  6. Bei dem Netto-Wasser kommt es auf die Quelle an. Die Aussagen im Text beziehen sich auf das Wasser aus einer italienischen Quelle. Dieselbe Marke mit Wasser aus einer deutschen Quelle lag auf den vorderen Plätzen.

    Bitte etwas genau in der Berichterstattung Utopia.

  7. Seit vielen Jahren les ich eure Artikel und ärgere mich doch immer wieder.
    Mag sein das die Trinkwasserqualität eine Gute ist, wie das Wasser allerdings aussieht bis es bei mir aus dem Hahn kommt, das weiß doch keiner.
    Ich persönlich bekomme von Leitungswasser immer Magenprobleme, meistens mit der Folge Durchfall. Viele Jahre immer wieder gestestet und es ist immer das gleiche. Kann mir auch nur schwer vorstellen das ich die einzige mit solchen Problemen bin.
    Und das auch nur jemand Getränkekisten mit Glasflaschen kaufen kann, der dann wiederum mit dem Auto einkaufen fährt, davon fang ich jetzt gar nicht erst an.
    In der Regel ist eure Berichterstattung aus ziemlich einseitiger, priviligierter Sicht.
    Am lustigsten finde ich immer die Alternativen zu Ikea, als ob es da auch nur annähernd eine finanzielle Alternative gäbe. Kann halt auch nicht jeder erstmal 5 Jahre sparen bis er sich dann einen 5000€ Möbelstück leisten kann, der Umwelt zuliebe.

  8. hallo L.
    ich fahre seit knapp 3 Jahren kein Auto mehr und lasse mir Wasser von einem Getränkemarkt in Glasflaschen und Kästen liefern. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich Wasserkisten nicht mehr selbst in die 2. Etage (gefühlte 3. Etage Altbau) schleppen. Da man die Pfandkästen ja immer wieder einlöst, ist der zusätzliche Kostenfaktor der Lieferung im Grunde durchaus im Rahmen (eine Geführ für die Fahrtkosten plus recht kleine Gebühr pro Kasten). In den Discountern in meiner Nähe gibt es kaum noch Mehrwegflaschen (nicht mal aus Plastik). Einwegplastikflaschen kommen mir nicht ins Haus, und das kleine Angebot an Wasser in Mehrwegflaschen ist teurer als das wirklich gut schmeckende und bekömmliche Mediumwasser in der Flasche, das ich mir liefern lasse. Da ist dann sogar noch ein Trinkgeld für die jungen Leute drin, die die Kästen ausliefern, und alle sehr freundlich sind.

  9. Das verstehe ich nicht, ich mag Wasser aus eingefärbten Flaschen nicht, weil dies oft nach Plastik schmeckt. Wie kann Saskia „gut“ abschneiden, wenn Stiftung Warentest doch selbst schreibt, dass Wasser aus Kunststoffflaschen weniger gut schmecke und der Verbraucher Abstriche beim Geschmack bei Wasser in Kunststoffflaschen machen müsse und diese Verpackung daher mit „mangelhaft“ bewertet worden ist.

  10. Die geschmackliche Beeinträchtigung bei PET-Flaschen kommt vom Acetaldehyd. Manche PET-Flaschen geben dies ans Wasser ab, allerdings nicht alle und nicht alle in gleichem Maße.

    Ich habe einen Sodastream daheim. Allerdings mache ich damit nur Sprudelwasser mit Geschmack (mische also hinter einen Sirup dazu). Der Grund ist bei mir recht einfach: Zwar ist das Leitungswasser bedenkenlos trinkbar, aber es schmeckt scheußlich. Der Grund hierfür liegt bei der Herkunft. Mein Trinkwasser kommt aus einem See, also Oberflächenwasser. Und da ist dann der Geschmack leider einfach nur mies.

    Das ist mein Grund, warum ich persönlich eher Mineralwasser trinke. Wobei ich da welches in Glasflaschen kaufe (weil Acetaldehyd aus PET zwar gesundheitlich unbedenklich ist aber den Geschmack beeinflusst). Und ich greife aus geschmacklichen Gründen zu Heilwasser mit einem höheren Mineralstoffanteil. Denn es sind ja letztlich die Mineralien, die dem Wasser Geschmack geben.

    Teurer ist das Ganze natürlich ohne jeden Zweifel. Die Alternative wäre bei mir aber, dass ich weniger oder ungesünder trinke. Dann lieber Mineralwasser in Flaschen. Übrigens bin ich in einer Region aufgewachsen, in der es hervorragendes Grundwasser aus dem Hahn gab. Würde ich da heute noch wohnen, käme ich nie auf den Gedanken, Wasser in Flaschen zu kaufen.

  11. Nur mit Strom kommt das Wasser zu dir:
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  12. Ich trinke schon von Kindheit an überwiegend Mineralwasser mit Kohlesäure. Es gibt kein besseres, gesünderes und erfrischenderes Getränk. Von aufgesprudeltem Leitungswasser sollte man jedoch die Finger von lassen, da sich im Deckel der Flaschen gerne schwarzer Schimmel ansammelt. Entweder man kauft für 19 Cent die Flasche beim Discounter und wem es zu schwer ist, der lässt einfach günstig liefern (geht sogar gratis), so mache ich es auch. Wer darauf achtet das er Wasser aus der Vulkaneifel trinkt, der macht nichts falsch, da kräftige Kohlesäure.

  13. Häh? Du meinst den, der meinte, die Förderung von sogenannten erneuerbaren Energien würde nur eine Kugel Eis kosten (heute zahlen wir die zweithöchsten Strompreise Europas)? Den halte ich menschlich für unausstehlich und für unser Land höchst gefährlich, aber was soll der mit Mineralwasser zu tun haben? Der mag an vielem Schuld sein, daran aber nicht.