„Rettertüte“ bei Lidl: Jetzt auch im Discounter Lebensmittel retten

rettertüte lidl
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Lidl bietet ab Mai Papiertüten mit Obst und Gemüse zu günstigeren Preisen an. Die Produkte sind optisch weniger ansprechend oder kurz vorm Ablaufen. Auch andere Nahrungsmittel sollen angeboten und so Lebensmittelverschwendung verringert werden.

Lidl führt Rettertüten ein

Ab Mai können Kund:innen des Discounters Lidl Obst und Gemüse zu niedrigeren Preisen kaufen. Lidl verpackt optisch mangelhafte, aber frische und genießbare Lebensmittel in sogenannte „Rettertüten“. Mit den Tüten will Lidl Produkte vor dem Müllcontainer bewahren und damit Lebensmittelverschwendung vermeiden.

Laut einer Pressemitteilung wird die Tüte rund drei Euro kosten und mit bis zu fünf Kilo gefüllt sein. Dabei ist das Gemüse und Obst bunt zusammengewürfelt: In die Tüte kommt das, was sonst nicht verkauft wird und aussortiert wurde.

„Rette mich“-Boxen

In Tüten und Boxen soll das krumme Gemüse daherkommen.
In Tüten und Boxen soll das krumme Gemüse daherkommen.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Neben den „Rettertüten“ wird Lidl auch die sogenannten „Rette mich“-Boxen verkaufen. Darin befinden sich Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) stehen. Weil die Produkte mitunter schneller verzehrt werden sollten, kosten sie nur den halben Preis. Mehr dazu hier: Test: So lange halten Lebensmittel wirklich.

Da die Tüten und Boxen lediglich im Ganzen gekauft werden, ist es möglich, dass einzelne Produkte dennoch im Müll landen, wenn Kund:innen diese nicht mögen. Vielleicht ist es für manche aber auch ein Anreiz, Neues zu probieren und den eigenen Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.

Lidl plant, bis 2025 rund dreißig Prozent weniger Lebensmittel wegzuschmeißen. Die Abgabe von Essen an die Tafel wie auch Bestellungen „on Demand“ sollen dazu beitragen.

Übrigens: Auch in anderen Lebensmittelmärkten gibt es gelegentlich krummes oder älteres Obst und Gemüse vergünstigt zu kaufen. Weitere Möglichkeiten, Lebensmittel zu retten und dabei Geld zu sparen, sind die App Too Good To Go und die Initiative Foodsharing. Oder du ziehst eigenes Gemüse aus Resten nach: Regrowing: Gemüse einfach auf der Fensterbank nachwachsen lassen.

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