Too Good To Go: Per App übrig gebliebene Lebensmittel vor der Tonne retten

Foto: © Too Good To Go International

In deutschen Restaurants, Cafés und Imbissen landen jährlich etwa eine Million Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll. Mit der App „Too Good To Go“ kannst du etwas gegen diese Verschwendung tun – indem du die Reste günstig abkaufst.

Die App Too Good To Go (frei übersetzt: zu schade zum Wegwerfen) soll helfen, die Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie zu reduzieren. Das Prinzip ist einfach: Betriebe stellen die überschüssigen Speisen kurz vor Ladenschluss in die App ein, der:die Kund:in kann sie reservieren, via Paypal oder Kreditkarte bezahlen und anschließend im Restaurant abholen.

Too good to go: Take-Away schon ab 1 Euro

Die Benutzung der App ist einfach: Du lädst sie dir aus dem Google Playstore oder Apple Play Store auf dein Handy, gibst deinen Wohnort und den gewünschten Suchradius ein und schon werden dir teilnehmende Restaurants, Cafés, Bäckereien und Imbisse vorgeschlagen.

Mit der App Too Good To Go Lebensmittel vor dem Müll retten
Mit der App Too Good To Go kannst du Lebensmittel vor dem Müll retten. (Foto: Too Good To Go App)

Wenn du dich für ein Restaurant entschieden hast, kannst du auswählen, wie viele Portionen du abholen möchtest und in welchem Zeitfenster. Die meisten Lokale bieten ihre übrig gebliebenen Speisen zum Abholen am Abend an.

Vor Ort stehen Take-Away-Boxen oder Papiertüten bereit – da die Portionsgrößen festgelegt sind, ist das Mitbringen eigener Boxen in der Regel leider nicht möglich.

Wichtig: Du kannst nicht individuell bestimmen, welche Brötchen oder Backwaren du beispielsweise in deine Überraschungstüte gepackt bekommst. Du bekommst immer die Lebensmittel in die Überraschungstüte von Too Good To Go gepackt, die an diesem Tag übrig geblieben sind.

Die Restportionen sind ab einem Preis von einem Euro erhältlich, die Benutzung der App ist für Betriebe sowie für Kund:innen kostenlos. Angebote kann man täglich einsehen und nach Ort, Preis und Abholzeit filtern.

Über 6.700 Restaurants allein in Deutschland

Seit dem Start der App im Jahr 2015 ist die Zahl der Partnerbetriebe in Deutschland auf über 6.700 angewachsen. Mit dabei sind neben Restaurants auch Bäckereien, Cafés und Hotels, die ihr übrig gebliebenes Essen anbieten. Laut Angaben von Too Good To Go konnten damit bereits sieben Million Mahlzeiten gerettet werden.

Wir haben Too Good To Go getestet

Wir haben die Lebenmittelrettungs-App getestet und waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In einer Münchner Bäckerei bekamen wir dank To Good To Go kurz vor Ladenschluss mehrere Brötchen, Crossaints und Quarktaschen für nur drei Euro.  Einziger Wermutstropfen hier: Ein klein wenig Verpackungsmüll.

Utopia meint: Neben bekannten Initiativen wie Foodsharing bietet die App Too Good To Go eine weitere Möglichkeit, Lebensmittel zu retten. Das ist ein Gewinn für Betriebe, sparsame Kund:innen und natürlich für die Umwelt. Denn je mehr Lebensmittel gerettet werden, desto weniger muss produziert werden. Das spart wertvolle Ressourcen wie Wasser, Boden und Dünger. Hier sind aber nicht nur die Gastrobetriebe, sondern auch wir Verbraucher:innen gefragt: Indem wir Lebensmittel sorgfältiger behandeln, gezielter einkaufen und kochen können wir schon zu Hause etwas gegen die immense Lebensmittelverschwendung tun.

Hier geht’s zum Download: Die App von To Good To Go gibt es für Android und iPhone/iPad.

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(22) Kommentare

  1. „Das ist ein Gewinn für Betriebe, sparsame Kunden und natürlich für die Umwelt, denn je mehr Lebensmittel gerettet werden, desto weniger muss produziert werden. Das spart wertvolle Ressourcen wie Wasser, Boden und Dünger. “
    Stimmt leider nicht, denn das eingesparte Geld wird der Konsument für andere Dinge ausgeben, die vermutlich wesentlich mehr Ressourcen verbrauchen als der Anbau einer Lebensmitteleinheit („Rebound-Effekt“).
    Wenn man das ernst meint, Böden und Wasser schonen zu wollen, muss man schon die entsprechenden Landwirte auch finanziell unterstützen indem man ihre Produkte kauft. Das muss nicht unbedingt Ökolandbau sein, aber tendenziell.

  2. „Das muss nicht unbedingt Ökolandbau sein, aber tendenziell.“
    Was kann man darunter verstehen und wie erkennt man das?

    Was wirklich hilft, sind nur Preise für konventionelle Produkte, die die Folgekosten beinhalten, also negative Auswirkungen auf die Umwelt ect.