Öko-Test: Babyschlafsäcke enthalten problematische Substanzen

Bild: Pixabay

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 13 Babyschlafsäcke auf Sicherheit und Schadstofffreiheit überprüfen lassen. Kein Schlafsack erreichte ein „sehr gut“, in fast allen wurden problematische Inhaltsstoffe gefunden.

Sicher wie in Abrahams Schoß sollte sich ein Baby in seinem Schlafsack fühlen. Doch nicht alle Produkte, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind, werden diesem Anspruch gerecht. Mal können sich Säuglinge an ungünstig platzierten Reißverschlüssen verletzen, mal können sie durch einen zu weiten Halsausschnitt in dem Schlafsack rutschen, was die Luftzufuhr erschwert. Dabei ist Funktionalität bei Babyprodukten kritisch: Ein sicherer Schlafsack kann helfen, einen plötzlichen Säuglingstod zu verhindern, so eine Fachinformation des Gesundheits-Ministeriums Nordrhein-Westfalen.

Babyschlafsäcke bei Öko-Test: Nur 4 von 13 sind „gut“

Die 13 Babyschlafsäcke, die Öko-Test in Magazin 02/2019 bewerten ließ, wiesen eine Länge von 70 Zentimetern auf und sind damit für Säuglinge zwischen sieben und elf Monaten geeignet. Verwendete Materialien waren Baumwolle, Polyester und Schurwolle. Die Produkte kosten im Handel zehn bis 80 Euro. Allerdings wurden nur vier von 13 Schlafsäcken im Test mit „gut“ bewertet.

Ein „sehr gut“ erreicht kein Schlafsack, ein Produkt erhielt war „mangelhaft“. Besonderes Problem: Fast alle Schlafsäcke wiesen im Labor problematische Substanzen auf und wurden dafür teilweise drastisch abgewertet. In dem Schlafsack, der mit „mangelhaft“ durchfiel, wurde ein stark erhöhter Antimon-Gehalt festgestellt. Außerdem fanden sich kritische halogenorganische Verbindungen und überflüssige optische Aufheller im Futter.

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Babyschlafsäcke: Was ein gutes Produkt ausmacht

Auch die „guten“ Produkte punkteten weniger bei den Inhaltsstoffen, auch hier wurden teilweise erhöhte Antimon-Werte gefunden. Dafür sind Babys in den besseren Schlafsäcken weitgehend davor geschützt, sich einzuklemmen, zu strangulieren oder in den Schlafsack zu rutschen. Immerhin zwei der besseren Produkte waren mit Warn- und Gebrauchshinweisen der Form „Nicht verwenden, wenn der Kopf des Kindes durch den Halsausschnitt passt“ versehen.

Unter den „guten“ Produkten befanden sich Schlafsäcke von H&M, Ikea sowie ein Lammflor-Schlafsack von Prolana (erhältlich** bei Amazon oder Belama) und ein günstiges Jersey-Modell von Julius Zöllner (erhältlich** z.B. bei Babymarkt).

Der Prolana-Schlafsack erreichte als einziges der besseren Modelle die Bewertung „sehr gut“, was die Inhaltsstoffe betraf.

Wie ein Schlafsack für Kleinkinder aussehen sollte

Obwohl kein Schlafsack unter den getesteten Produkten bedenkenlos zu empfehlen ist, gibt Öko-Test Eltern einige Ratschläge an die Hand, um Fehler beim Kauf zu vermeiden: So solltest du einen Babyschlafsack wählen, dessen Reißverschluss in Richtung der Füße schließt, damit das Baby sich nicht verletzen kann. Auch sollte der Reißverschluss abgedeckt sein.

Der Halsausschnitt ist dann richtig bemessen, wenn ein Erwachsenenfinger zwischen Hals und Ausschnitt passt. Wichtig ist auch, dass der Schlafsack keine unnötigen Bänder, Schnüre, Knöpfe oder Gummizüge enthält, die potentiell zur Gefahr werden können.

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Alle Details findest du in der Ausgabe 02/2019 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

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