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Penaten-Creme ist Schlusslicht bei Öko-Test

Penaten-Creme
Foto: © Utopia

Gegen wunde Baby-Popos helfen die Wundcremes zahlreicher Hersteller. Öko-Test hat 20 Cremes im Labor untersucht – fast alle überzeugten. Nur eine namhafte Marken-Wundcreme enttäuschte überraschend im Test.

In den ersten sechs bis acht Lebenswochen treten bei fast allen Babys Hautreizungen am Po bis zu den Oberschenkeln auf. Schuld ist die Windel, die nur wenig Frischluft an die Haut lässt. Doch mit Wundcremes bekommen Eltern das Problem meist sehr einfach in den Griff.

Sie enthalten viel Zink, das für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt ist. Außerdem hilft Zink bei der Regenerierung der Haut, indem es Flüssigkeit bindet und die feuchte Haut trocknet. Im Test erhielten 15 der 20 Wundcremes die Bestnote „sehr gut“.

Öko-Testsieger: 15-mal die Bestnote für Wundcremes

Bei Wundcremes können Eltern offenbar nicht viel falsch machen: Drei Viertel der getesteten Cremes erhielten die Note „sehr gut“. Vier der 20 Produkte schnitten mit „gut“ ab. Nur wenn Parfüm in der Creme enthalten ist, sollte man etwas vorsichtig sein.

  • Die preiswerten Wundcremes von Edeka, Kaufland und Müller überzeugten im Test genauso wie die teureren Marken-Wundcremes. Sie enthalten laut Öko-Test keine bedenklichen Inhaltsstoffe.
  • Besonders auf Mineralöl-Rückstände, Erdölproduke, Silikone und Paraffine sowie Parfüm hat Öko-Test die Cremes untersucht – mit zufriedenstellendem Ergebnis. Die Experten fanden in den 15 „sehr guten“ Produkten keinen der Stoffe – oder zumindest nicht in Mengen, die Öko-Test für bedenklich hält.

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Wundcremes: Naturkosmetik teils mit Parfüm

Öko-Test "sehr gut": Wunschutzcreme von Lavera
Öko-Test: „sehr gut“ (Foto: © Lavera)

Wer Wundcremes ohne bedenkliche Zusatzstoffe und mit rein natürlichen Zutaten möchte, vertraut auf zertifizierte Naturkosmetik. Auch sechs Wundcremes aus dem aktuellen Test waren als Naturkosmetik zertifiziert. Drei von ihnen bekamen ein „sehr gut“:

Die drei weiteren getesteten Naturkosmetik-Wundcremes von der Rossmann-Eigenmarke Alterra (Bio-Calendula), Eco Cosmetics und Weleda (Calendula) enthielten Parfüm. Das ist überflüssig, sagt Öko-Test, und kann eher schaden. Daher erhielten sie nur ein „gut“.

Öko-Test: Marken-Wundcreme Penaten ist Schlusslicht

Die Wundschutzcreme von Penaten gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Öko-Test kritisiert, dass die Creme unnötiges Parfüm, Erdölprodukte sowie aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) enthält. Diese stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Deshalb warnen auch das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Lebensmittelbehörde vor MOAH.

Aber wie gelangen die Kohlenwasserstoffe in die Wundcreme? Die Penaten-Wundcreme basiert auf Vaseline, die auf Basis von Erdöl hergestellt wird. Das Erdöl wird in mehreren Schritten gereinigt, bis es farb- und geruchlos ist. Allerdings lassen sich MOAH nicht vollständig herausfiltern. Aus diesem Grund lassen sich die Kohlenwasserstoffe auch in der Wundcreme feststellen.

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Übrigens: Die möglicherweise krebserregenden Kohlenwasserstoffe wurden unter anderem auch in Lippenpflegestiften nachgewiesen.

Fazit: Keine Wundcreme auf Mineralölbasis

Laut dem BfR können MOAH auch über die Haut aufgenommen werden. Bei Wundcremes für Babys ist das problematisch. Doch es gibt gute Alternativen, die viele Hersteller auch schon einsetzen. Öko-Test rät zu Produkten aus natürlich Wachsen und Ölen. Auf der Packung sind Rohstoffe aus Erdöl bei den Inhaltsstoffen als „Petrolatum“ oder „Paraffin“ aufgeführt. Diese sollten gute Cremes nicht enthalten.

Allerdings wertet Öko-Test im aktuellen Test Erdölbestandteile in den Cremes erst ab einem Anteil von einem Prozent ab. Wer sich ganz sicher sein will, dass das Produkt keinerlei Stoffe auf Erdölbasis enthält, ist mit zertifizierter Naturkosmetik am besten bedient.

Zum Test: Den vollständigen Öko-Test Wundschutzcremes findest du in Öko-Test 01/2018.

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