Pilz statt Styropor: So könnte Ikea das Verpackungsproblem lösen

Verpackung aus Pilzschaum
Foto: ecovative

Ikea möchte umweltschädliches Styropor ersetzen. Die Suche nach Alternativen führt das Möbelhaus zu einem unkonventionellen neuen Ansatz: Verpackungen aus Pilzfasern.

Ikea sei auf der Suche nach neuartigen Lösungen für sein Verpackungsproblem, sagte Joanna Yarrow, die Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung von Ikea in Großbritannien, kürzlich dem „Telegraph“. Konkret habe man ein innovatives Verpackungsmaterial aus Pilzfasern ins Visier genommen, das von dem amerikanischen Unternehmen Ecovative entwickelt wurde. Alternative Verpackungsmaterialien wie die Pilzfasern seien deshalb so interessant, weil es kaum möglich ist, Styropor zu recyceln. Bis es in der Umwelt abgebaut ist können Jahrtausende vergehen. Pilzschaum dagegen wird in der Natur innerhalb weniger Tage biologisch abgebaut und lässt sich anschließend noch als Blumenerde nutzen.

Der Pilzschaum wird auf landwirtschaftlichen Abfällen wie Maisblättern oder Hülsen gezüchtet. Innerhalb von Tagen verbinden die Pilzkulturen den Abfall zu einer leichten und gleichzeitig sehr stabilen grauen Masse. Wenn sie trocknet hören die Pilzfasern auf zu wachsen und behalten dauerhaft ihre Form. “Das Großartige an Pilzschaum ist, dass man ihn in einer exakt passenden Form züchten kann. Es lassen sich maßgeschneiderte Verpackungen anfertigen”, so Yarrow.

Ecovative produziert aktuell in New York. Zu seiner Kundschaft gehört unter anderem bereits der Computerriese Dell. Ecovative-Sprecherin Emily Moore bezeichnet die Verpackungen aus Pilzschaum als gesunde und umweltfreundliche Alternative zu Styropor, die auch vom Preis her konkurrenzfähig sei.

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