5 Argumente gegen Energiesparlampen

Foto: Utopia

Schafsbrav haben wir Deutschen unsere energieverschwendenden Glühbirnen ersetzt. Dann kam für viele die große Überraschung: Energiesparlampen enthalten einen hochgiftigen Stoff. Die gute Nachricht: Es gibt nicht nur Argumente gegen die Energiesparlampe, sondern auch bessere Alternativen.

1. Energiesparlampen enthalten hochgiftiges Quecksilber

Mithilfe von technischen Entwicklungen Energie zu sparen ist eine gute Idee. Bloß ist sie schlecht umgesetzt, wenn das neue Produkt einen der giftigsten Stoffe verwendet, den wir kennen: Quecksilber. Dass Energiesparlampen dieses Gift enthalten wissen noch immer viele Menschen nicht. Gemeint sind dabei speziell die „Kompaktleuchtstofflampen“, für die sich der allgemeine Begriff „Energiesparlampen“ eingebürgert hat.

Verteidigt wird der Quecksilbergehalt oft mit dem Argument, dass es während des normalen Betriebs nicht freigesetzt werde, sondern nur wenn die Lampe zerbreche. Und auch wenn das geschehe, sei die akute Gesundheitsgefahr aufgrund der enthaltenen Menge Quecksilber nicht hoch. Aber: Selbst geringe Mengen können langfristig schaden. Denn sie werden in Geweben und Organen eingelagert und bewirken hier eine schleichende Vergiftung. Darum ist unbedingt ein Maßnahmenkatalog einzuhalten, wenn eine Energiesparlampe zerbricht. Die Scherben dürfen beispielsweise auf keinen Fall mit einem Staubsauger aufgenommen werden, ansonsten verteilt sich das Quecksilber im Raum, versickert und bildet für lange Zeit giftige Dämpfe. Leider wissen viele Leute auch von diesem Maßnahmenkatalog nichts.

LED-Lampen enthalten ebenfalls problematische Stoffe, aber eben nicht so giftig wie Quecksilber. Auch sind sie bauweisebedingt stabiler als Kompaktleuchtstofflampen.

2. Energiesparlampen gehören in den Sondermüll

Nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe landen 80 Prozent aller ausgedienten Energiesparlampen aus Privathaushalten im Hausmüll. Das Quecksilber aus diesen Lampen gelangt daher unkontrolliert in die Umwelt.Darum müssen Energiesparlampen getrennt entsorgt werden, zum Beispiel bei Wertstoffhöfen oder in Drogerie-  und Supermärkten, die eigene Sammelstellen anbieten. Dann und nur dann können auch wertvolle Rohstoffe wie Aluminium und Glas recycelt werden – im Hausmüll gehen sie verloren.

Gleiches gilt für LED-Lampen, auch sie dürfen nicht mit in den Restmüll, damit sie samt ihrer elektronischen Bauteile fachgerecht recycelt werden können. Doch LEDs enthalten wenigstens kein Quecksilber

3. Das Licht der Energiesparlampen ist kalt

Manchen Leuten reicht es aus, wenn es hell ist, andere wollen ein schönes Licht: Vor allem letzteres liefern Energiesparlampen nur selten. Zwar argumentieren Befürworter der Energiesparlampe, dass diese inzwischen in der gleichen Farbtemperatur zu haben sind wie Glühlampen (warmweiß, 2700 Kelvin). Unterschiede aber gibt es beim Farbspektrum: Energiesparlampen geben aufgrund ihrer Funktionsweise kein kontinuierliches Farbspektrum ab wie herkömmliche Glühlampen. Darum sieht die Welt im Licht der Energiesparlampe anders aus, meistens unangenehm.

LEDs hingegen ermöglichen schon heute ein Farbspektrum, das ähnlich kontinuierlich wie das der Glühlampe ist, und unter dem Gegenstände fast genauso natürlich aussehen können.

4. Es geht effizienter als bei den alten Energiesparlampen

Dem Licht der Glühlampe am ähnlichsten ist übrigens das der Halogenlampe. Doch als Energiesparer fällt es schwer, sie zu empfehlen: Halogenlampen verbrauchen nämlich nur circa 20 bis 30 Prozent weniger Strom als Glühlampen. Bei Kompaktleuchtstofflampen sind es im Vergleich zur Glühlampe ganze 80 Prozent weniger.

LEDs sind auch hier der Königswegs: Eine LED, die ebenso hell leuchtet wie eine 60-Watt-Glühbirne, verbraucht nur etwa 8 bis 10 Watt (Energiesparlampe: ca. 10 bis 12 Watt). Und das, obwohl die LED-Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Für die Zukunft rechnet man mit noch größerem Einsparpotential.

5. Energiesparlampen gehen schneller kaputt als LEDs

Gute LEDs  bekommt man heute schon ab 8 Euro. Mit einer Lebensdauer von mindestens 20.000 Stunden halten sie bei einer durchschnittlichen Leuchtdauer von 3 Stunden pro Tag über 20 Jahre. Energiesparlampen sind in der Anschaffung zwar ein paar Euro günstiger, leuchten aber nur circa 10 Jahre.

Kurzum: Das beste Argument gegen Kompaktleuchtstoff-Energiesparlampen ist in unseren Augen die bessere LED-Lampe. Sie ist weniger giftig, robuster, ihr Licht ist angenehmer und ihre Energieeffizienz ist beeindruckend. Auch sie hat Schwächen.

 

Lies dazu auch

Weiterlesen auf Utopia.de:

Überblick: Alle Kaufberatungen zum Thema Energiesparen

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(39) Kommentare

  1. ich habe sie alle ausgetauscht, aber nicht wegen dem quecksilber, sondern wegen der energieeinsparung. und natürlich muss mensch neue produkte unterstützen, indem mensch sie kauft. genauso, wie andere produkte zu boykottieren sind. 😉

    die ESL habe ich aber nicht entsorgt, sondern in den kost-nix-laden gegeben. bevor du aber umstellst, solltest du dich mit dem thema LED beschäftigen. da sind einige punkte zu beachten!

    – die lichtfarbe (2700 kelvin hat die glühlampe. bei der gleichen angabe bei LED, wirkt sie dennoch weisser)
    – der hersteller (auf keinen fall no-name!)
    – die helligkeit (ich nehme immer eine nummer heller, als erforderlich. komischerweise wirken die LED dunkler und ausserdem werden sie iwann etwas an helligkeit nachlassen)

  2. Energieverbrauch private Haushalte 25,1 %
    2 % davon für die Beleuchtung macht 0,5 % des Gesamtenergieverbrauches

    Verkehr 29,4 %
    (90% des Energieverbrauches im Personenverkehr durch Autos -energetischer Wirkungsgrad von weniger als 20%)

    Tempe 120 bringt richtig Energieeinsparung (leider auch weniger Gewinn für die Ölverkäufer)

    kostenlose Bahn- und Bustickets durch Steuern finanziert
    oder so wie bei GEZ – jeder Haushalt bezahlt, ob er fährt oder nicht

    Energiesparlampen sind eine Nebelkerze
    die bringen nur eine Umsatzsteigerung für die Leuchtenindustrie,
    weil die Gewinnspanne bei Energiesparleuchten grösser ist.

    Ich habe immer noch Glühbirnen im Keller – fahre dafür aber kein Auto und hab die Heizung 2 Grad kälter

  3. Entweder man betrachtet auch beim Verkehr nur den Verkehr der privaten Haushalte, oder man schaut sich den Energieverbrauch für Beleuchtung insgesamt an (nicht nur den privater Haushalte).

    Anyway, betrachtet man Stromerzeugung und -Verbrauch, kommt Beleuchtung immerhin auf 3% oder ca. 278 PJ (was wiederum 77 TWH wären). Oder mal bildlich, 4 große Braunkohlekraftwerke. Wenn man davon 3 einsparen könnte, wären das keine Peanuts.

    Quelle für Beleuchtung gesamt:
    https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/energiestatistiken-energiegewinnung-energieverbrauch,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

    (Seite 7)

  4. In der Regel sind die Beleuchtungen im öffentlichen Raum, Fabriken usw. nur Leuchtstoffröhren und noch keine LED-Röhren – im Artikel gehts ja im wesentlichen um LED vs. Energiesparlampen.

    Z.B. die Lampen für die Straßenbeleuchtung sind immernoch entweder Quecksilberdampflampen, Natriumleuchten oder Leuchtstoffröhren, die Umstellung auf LEDs läuft gerade erst an (vor allem wegen 245/2009, wodurch die ganzen Quecksilberdampflampen ab April nicht mehr erneuert werden).

  5. Vielleicht wirken Energiesparlampen angesichts der Gesamtherausforderung als Nebelkerzen. Politik im Kapiitalismus ist immer versucht bzw. genötigt, einen intransparenten Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Genau deshalb muss das Wirtschaften auf die Grundlage eines Nachhaltigkeitsmanagements gestellt werden, wo Ziele und Mittel sie zu erreichen durchschaubar und vernünftig zu handlen sind.

  6. …wie sovieles im „Schreckgespenst Umweltkatastrophen“. Ich bin zwar überzeugt das die „Krone der Schöpfung: Mensch“ dem natürlichen Kreislauf von Natur und Umwelt nicht gut tut, doch mein Gefühl und zwischenzeitlichen „Gerüchten“ das alles gar nicht so dramatisch wäre (nicht zuletzt auch das Buch „Die Lüge der Klimakatastrophe“ http://goo.gl/VEKX01 rüttelt an der Glaubwürdigkeit…) hat DIE WELT hier einen Beitrag veröffentlicht, der bisherige Kritiker und Ungläubige bestätigt und gleichermaßen das extrem und zunehmend sinkende Interesse und Vertrauen in die Politik mit begründet: „Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda“ http://goo.gl/w2N6ml

    Soviel zu Nebelkerzen und Lobbyinteressen. Das Geschäft mit der Angst…ist ein gutes Geschäft! Zum Kotzen!

  7. Bislang ist die Lobby derer, die den Klimawandel leugnen, weil sie Federn lassen müßten, wenn mal wirklich gegen gesteuert werden würde, noch weit mächtiger, als die Lobby der Energiesparlampen…

  8. Dem ist sicher so. Die Verflechtung insgesamt weist jedoch auf denselben Sumpf hin der meiner Meinung nach ausgetrocknet gehört. Willkommen in der Bananenrepublik…im Schein von Energiesparlampen & Co. 🙂

  9. „Die Verflechtung insgesamt weist jedoch auf denselben Sumpf hin der meiner Meinung nach ausgetrocknet gehört“
    Na Du scheinst ja eher die Strategie „zuscheißen“ zu bevorzugen…gute Argumente sind jedenfalls auch nicht Dein Ding.

  10. Energiesparlampen
    Die LED-Lampe ist weniger giftig, robuster, ihr Licht ist angenehmer und ihre Energieeffizienz ist beeindruckend – also warum überhaupt noch weiter diskussieren?

  11. Was im Artikel zur Wirkung von Quecksilber gesagt wird, ist harmlos. In der Komplementärmedizin gilt Quecksilber als das größte Umweltgift und es bedarf oft jahrelanger Behandlung, um Quecksilber wieder auszuleiten. Es lagert sich in den Zellen und im Gehirn ab und ist weder im Urin, noch im Blut nachweisbar. Wie in der Amalgam-Diskussion wird Quecksilber auch hier verharmlost.

    Geht eine Energiesparlampe kaputt, wird der Dampf eingeatmet und erreicht direkt das Gehirn mit entsprechenden Nervenschädigungen. Im Film hier sprechen Ärzte und Umweltmediziner: http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/umweltmedizin/energiesparlampen-film.html, im ausführlich recherchierten Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ werden erschreckende Fakten dargestellt: http://www.bulbfiction-derfilm.com.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.