Strom sparen mit den richtigen LED-Lampen und Energiesparlampen

Energiesparlampen - LED-Lampe - Leuchtmittel
Foto: Wahlers / Quelle: photocase.com

Noch hängen viele Nutzer an der Glühbirne, doch Energiesparlampen und LED-Lampen übernehmen heute zunehmend ihre Aufgaben – und die neuen Leuchtmittel helfen dabei auch gleich noch, Strom zu sparen.

Zuerst mussten die leistungshungrigen Leuchtmittel mit 100 Watt daran glauben. Inzwischen ist auch der Verkauf von Glühlampen mit 40 und 25 Watt verboten. Sie erfüllen die schrittweise verschärften Energieeffizienz-Auflagen der EU-Kommission – das sogenannte Glühlampenverbot – nicht mehr. Herkömmliche Glühlampen findet man daher kaum noch im Laden, aber einige Shops und private Nutzer haben die „alten“ Leuchtmittel noch gehortet.

Nötig ist das eigentlich nicht mehr. Wer eine durchgebrannte Glühlampe austauschen will, greift einfach zu einem energieeffizienteren Leuchtmittel. Energiesparlampen und LED-Lampen sind heute besser als je zuvor. Sie haben eine längere Lebensdauer und helfen wirklich, im Alltag Strom sparen. Doch wo liegen die Unterschiede, und welche Schadstoffe verstecken sich in den „grünen“ Leuchtmitteln?

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Lumen statt Watt: es zählt die Helligkeit

Beim Austausch einer Glühbirne haben Käufer die Qual der Wahl: Sind Energiesparlampen oder LED-Lampen die passende Lösung für mich? Scheint die Strom sparende Alternative auch genauso hell wie die alte Glühlampe? Welche Leistung (Watt) oder gar Lichtstärke (Lumen) muss das Leuchtmittel besitzen?

Um 25-Watt-Glühbirnen zu ersetzen, reichen in der Regel Energiesparlampen mit sieben Watt oder LED-Lampen mit vier Watt. Energiesparlampen mit elf Watt leuchten in etwa so hell wie eine alte 60-Watt-Birne.

Allerdings gibt es inzwischen doch recht große Unterschiede, denn viele Energiesparlampen und LED-Lampen arbeiten mit unterschiedlicher Leistung und leuchten unterschiedlich stark. Deshalb orientierst du dich heute besser gleich an der Lichtstärke eines Leuchtmittels; die Lichtstärke wird in Lumen angegeben.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie hell ein Leuchtmittel strahlt, kannst du die Werte einer Glühbirne heranziehen:

  • Eine Glühbirne mit 25 Watt bringt es ungefähr auf 180 bis 200 Lumen.
  • Die 60-Watt-Birne leuchtet mit knapp 600 bis 700 Lumen.
  • Eine 100-Watt-Glühlampe strahlt mit etwa 1100 bis 1400 Lumen Lichtstärke.

Strom sparen mit dem passenden Leuchtmittel

Bei der Auswahl der richtigen Energiesparlampen oder LED-Lampen kommt es auch auf den Einsatzbereich an. Hier zählen nicht nur Sockel und Formfaktor des Leuchtmittels, damit die Strom sparende Lösung überhaupt passt. Käufer sollten sich auch Gedanken darüber machen, ob das Leuchtmittel sehr oft ein- und ausgeschaltet wird und besonders robust sein soll, dimmbar oder kälteunempfindlich sein muss oder sofort beim Einschalten leuchten soll.

Natürlich bekommt man LED-Lampen und Energiesparlampen für die gängigen Sockel, die von der Glühlampe bekannt sind, also E27 – das sind die dicken Gewinde – und E14, die kleineren Gewinde-Ausführungen. Die Energiesparlampen gibt es in den typischen Formen wie Tropfen, Kerze und klassische Birnenform, mit der sich jede Glühbirne problemlos und passgenau ersetzen lässt. Für Spotstrahler stehen Energiesparlampen und LED-Lampen für die GU10-Stecksockel (gut erkennbar an zwei runden Füßen) und GU5.3-Stiftsockel (das Modell mit spitzen Stiften) bereit.

Leuchtmittel in verschiedenen Bauformen: LED-Lampen und Energiesparlampen
Lies auch unseren Beitrag über LED-Lampen, LED-Leuchtmittel und Filament-LED! (© Utopia/AW)

Dimmen, Schnellstart und Schaltfestigkeit der Leuchtmittel

Strom sparen kannst du auch, wenn die Energiesparlampen gedimmt werden. Doch längst nicht jedes Modell beherrscht diesen Trick. Auch einige LED-Lampen haben auf diesem Gebiet noch Probleme, denn selbst dimmbare LED-Lampen kommen nicht mit allen Dimmern klar. Es gibt aber LED-Lampen, die bereits eine eigene Dimmfunktion samt Regler eingebaut haben.

Weniger ist aber nicht immer mehr: Für bestimmte Einsatzorte kommt es sogar darauf an, dass das Leuchtmittel schnell helles Licht liefert, beispielsweise im Flur oder Treppenhaus, um blaue Flecken im Dämmerlicht zu vermeiden. Beim Strom sparen im Außenbereich können niedrige Temperaturen den Energiesparlampen zusetzen. Sie brauchen bei Kälte einfach länger, um zu voller Leuchtstärke zu gelangen.

Andere Örtchen wie beispielsweise das Badezimmer benötigen ein Leuchtmittel, das sich auch vom häufigen Ein- und Ausschalten nicht so leicht aus der Fassung bringen lässt. Hier kommt es auf die Schaltfestigkeit der Energiesparlampen an, damit sie den ständigen Wechsel auf Dauer überstehen. Bei diesem Punkten – Schaltfestigkeit, Schnelligkeit und Temperaturunempfindlichkeit – haben LED-Lampen die besseren Karten.

LED-Lampen stärker beim Marathon-Einsatz

Sowohl LED-Lampen als auch Energiesparlampen sind energieeffizienter als Glühlampen und können bei vergleichbarer Leuchtstärke Strom sparen. LED-Lampen bieten sich an, wenn sie jeden Tag lange brennen. Trotzdem rechnen sie sich meist erst nach einigen Jahren.

LED-Lampen punkten mit besonders hoher Langlebigkeit, können aber leicht zehn oder zwölf Euro pro Stück kosten. Vergleichbare Energiesparlampen bekommst du schon für fünf bis sieben Euro.

Ein Beispiel: In einem Haushalt brennen eine fünf Euro teure Energiesparlampe mit 15 Watt und eine zwölf Euro teure LED mit 11 Watt täglich drei Stunden lang. Zunächst liegt die Energiesparlampe vorn. Erst nach sieben Jahren rentiert sich die LED-Lampe, ist dann aber bei den Gesamtkosten unschlagbar.

Sind Energiesparlampen giftig?

Beim Kauf einer Glühbirnen-Alternative möchten Verbraucher Strom sparen, die bessere Energieeffizienz aber natürlich nicht mit Giften und Schadstoffen in ihrem Haushalt bezahlen müssen.

Traditionelle Energiesparlampen enthalten Quecksilber. In neuen Modellen wird dieses in Amalgam gebunden, wenn das Leuchtmittel ausgeschaltet ist. Gehen Energiesparlampen kaputt, besteht laut Stiftung Warentest aufgrund der sehr geringen Mengen bei modernen Leuchtmitteln kaum noch Grund zur Sorge. Auch die Entsorgung ist heute unproblematisch – man sollte die Leuchtmittel jedoch nicht einfach in den Hausmüll werfen. (Hier mehr Tipps zum Umgang mit Energiesparlampen.)

LED-Lampen enthalten kein Quecksilber und sind auch deutlich robuster. Sie müssen dennoch sachgerecht entsorgt werden, am besten gibst du sie gleich beim Kauf des neuen Leuchtmittels zurück (siehe Elektroschrottgesetz).

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Strom sparen: mit Energiesparlampen geht es

Energiesparlampen und LED-Lampen sind zwar beim Kauf teurer, rechnen sich aber langfristig, weil sie über die Jahre viel Strom sparen und länger leben. Die Faustregel: Je länger ein Leuchtmittel brennt, umso höher fällt die Ersparnis aus. Am besten ist also, vor allem die lang brennenden Leuchtmittel zuerst durch Energiesparlampen und LED-Lampen zu ersetzen.

Lies auch diese 15 Tipps und Tricks zum Stromsparen sowie viele weitere Informationen rund um das Thema Energiesparen bei co2online.de – unserem Partner für nachhaltiges Wohnen, Bauen und Leben.

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(2) Kommentare

  1. Der Artikel genügt mir leider nicht. Wie ist die Gesamtbilanz einschließlich der Herstellung, Lebensdauer durch häufiges Schalten und der eventuellen Belastung durch kritische Rückstände, was kann zu den verwendeten Rohstoffen gesagt werden? Gibt es Aussagen über das Strahlungsempfinden, eine Farblichkeit des Lichts? Es hat schon große Fortschritte gegeben, aber wie ist der derzeitige Stand?

  2. Das ist ja alles schön der LED Industrie nach dem Mund geredet, aber diverse Probleme sind hier leider nicht erwähnt worden:

    Energieaufwand und Schadstoffe bei der Produktion („egal passiert ja in China“) und der Entsorgung?

    Farbwiedergabe, Lichtfarbe und was das LED- und Leuchtstofflampen-spektrum mit unserer Psyche macht!
    Die Leds und Leuchtstofflampen schaffen es einfach noch nicht an das klassische Glühlicht heranzukommen, was mit dem hohen Infrarotanteil speziell im gedimmten Zustand einer Feuerbasierten Lichtquelle entspricht. Mit Feuer als Lichtquelle sind wir seit Jahrtausenden aufgewachsen. Es sagt der Psyche: warm, zuhause, ruhe, sicher…
    Das Kaltweise Spektrum sagt der Psyche: Tag, Sonne, Draußen, Stress, Arbeit…

    Das ist im Treppenhaus egal, aber im Wohnzimmer und speziell Schlafzimmer Leselampe sollte man sich das doch schon sehr gut überlegen…

    Energiesparen ist ja schön, aber nicht wenn man damit seine Psyche und die Umwelt zerstört…

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