Energiesparlampe kaputt – was tun?

Energiesparlampe kaputt – was tun?
Foto: © Michael Tieck - Fotolia.com

Vorsicht, Energiesparlampen enthalten hochgiftiges Quecksilber! Wenn eine Kompaktleuchtstofflampe zerbricht, solltest du dich unbedingt an folgende Maßnahmen halten.

1. Schwangere und Kinder sollten sofort den Raum verlassen

Wenn eine Energiesparlampe kaputt geht, sollten Schwangere und Kinder sofort den Raum verlassen, denn es kann Quecksilber austreten. Babys und kleine Kinder reagieren besonders empfindlich auf Quecksilber und sollten auf keinen Fall damit in Kontakt kommen.

2. Energiesparlampe kaputt? Öffne sofort das Fenster!

Lüfte den Raum, in dem die Lampe zerbrochen ist, für etwa eine halbe Stunde kräftig durch. Schließe dabei die Tür des Raums, damit sich die Luft nicht in andere Zimmer ausbreiten kann. Betrete den Raum während dieser Zeit nicht.

3. Verwende auf keinen Fall einen Staubsauger für die zerbrochene Energiesparlampe

Ein Staubsauger würde die Quecksilbertröpfchen aus der kaputten Energiesparlampe nur noch feiner in der Luft verteilen. Damit können sie auch leichter in die Atemwege gelangen. Besser: Ziehe Haushaltshandschuhe an, um Hautkontakt zu vermeiden, dann benutze Karton oder festes Papier, um die Scherben zusammenzukehren und aufzusammeln. Lass dabei das Fenster geöffnet. Anschließend solltest du noch feucht durchwischen, um auch kleinste Scherben und Bruchstaub zu entfernen.

4. Kaputte Energiesparlampe Luftdicht verpacken

Gib die Trümmer der zerbrochenen Energiesparlampe in eine möglichst luftdichte Verpackung, am besten einen Behälter aus Metall oder Glas. Zur Not reicht für eine kaputte Energiesparlampe ein leeres Einmachglas mit Deckel. Packe dann auch die verwendeten Hilfsmittel – Handschuhe, Kehrwerkzeug, Lappen – in eine solche Verpackung.

5. Endreinigung

Wenn du nach dieser Erstreinigung Teppichböden oder Polstermöbel im Umkreis des Lampenbruchs absaugen möchtest, wirf direkt danach den Staubsaugerbeutel, und falls vorhanden den Feinstaubfilter, in den Hausmüll.

6. Scherben gehören nicht in den Hausmüll

Energiesparlampen müssen – auch wenn sie nicht zerbrochen sind – müssen fachgerecht entsorgt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das giftige Quecksilber nicht über die Müllverbrennung in die Umwelt gelangt. Außerdem können so einige Materialien wiederverwertet werden. Energiesparlampen gehören also niemals in den Hausmüll! Du kannst die Leuchtmittel beim Wertstoffhof oder bei anderen lokalen Sammelstellen (Drogerie, Supermarkt) abgeben. Das verschlossene Gefäß mit der zerbrochenen Energiesparlampe beschriftest du am besten mit „quecksilberhaltiger Lampenbruch“ und gibst die kaputte Lampe so bei deiner örtlichen Sammelstelle ab.

Energiesparlampe zerbrochen – so gefährlich ist das Quecksilber

Wie bei vielen Gesundheitsthemen gibt es Studien und Meinungen, die den betreffenden Gegenstand als bedenklich sehen und andere, die das Gegenteil behaupten.

  • Befürworter der Energiesparlampe verteidigen deren Quecksilbergehalt mit dem Argument, dass es während des normalen Betriebs nicht freigesetzt werde, sondern eben nur wenn die Lampe zerbreche. Und auch wenn das geschehe, sei die akute Gesundheitsgefahr aufgrund der geringen enthaltenen Menge Quecksilber in der zerbrochenen Energeisparlampe nicht hoch.
  • Gegner aber meinen: selbst kleinste Mengen aus einer kaputten Energiesparlampe können langfristig schaden. Denn Quecksilber wird in Geweben und Organen eingelagert und bewirkt hier eine schleichende Vergiftung.

Wie gefährlich eine zerbrochene Energiesparlampe tatsächlich ist, lässt sich also kaum abschließend beurteilen – vor allem nicht pauschal. Denn auch die Höhe der Quecksilberkonzentration hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel davon, um welches Modell es sich handelt und ob die Lampe im kalten oder heißen Zustand zerbricht. Aber hinterlässt nicht alleine schon die Möglichkeit, dass das Quecksilber deiner Gesundheit und der deiner Familie schaden könnte auch bei dir ein mulmiges Gefühl?

LEDs sind die bessere Alternative

LED-Lampen Leuchtmittel Energiesparlampe kaputt zerbrochen
Nimm LED-Lampen – die sind heute ohnehin besser! (Bild: Colourbox.de)

Letztlich gibt es auch keinen guten Grund, sich Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) in seine Lampen zu drehen. LEDs sind nicht nur frei von Quecksilber, es gibt noch mehr Vorteile, die sie zur derzeit wohl besten Alternative machen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Überblick: Alle Kaufberatungen zum Thema Energiesparen

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(6) Kommentare

    • LED´s mit Milchglas haben das angenehmste Licht. Der Kunde ist beim Kauf natürlich mehr gefordert. Er muss sich bei der Lichtstärke nach den Lumen und den Farbton und die Farbwiedergabe richten. Der Farbwiedergabeindex CRI/RA sollte >90 sein, dabei sinkt zwar der Wert Lumen/Watt, das Licht wird aber angenehmer. Im Internet gibts dazu einiges zum Nachlesen darum verzichte ich auf pauschale aussagen.

    • „Glühbirnen“ sind zur Lichterzeugung nicht besser: es sei denn, man möchte damit zusätzlich heizen 😉

      Stimme M.Eichlseder zu: es gibt mittlerweile viele LED-Varianten zur Auswahl, die unterschiedliche Wünsche betreffend des ausgestrahlten Lichtes erfüllen.

  1. „Letztlich gibt es auch keinen guten Grund, sich Energiesparlampen in seine Lampen zu drehen“
    ahja, voraussehbare aber ziemlich späte einsicht, die allerdings bei einführung dieser gefährlichen dinger nicht vorhanden war, obwohl die giftigkeit ja gleich bekannt war. gegenteilige meinungen wurden damals niedergeredet, ich erinnere mich gut.

  2. Enetrgiesparlampen Entsorgung in Baumärkten,etc. Gesundheitsschädlich

    Die Entsorgung der Lampen findet in aufgestellten Mülltonnen ähnlichen Behältern statt!
    Die Lampen können nur hineingeworfen werden,dabei gehen Sie Kaputt!
    Die Behälter stehen im unmittelbaren Bereich von Packtischen, Eingängen und bei einigen Bauhaus-märkten in direkter Nähe zu Bachschops!
    Mehr Gesundheitsgefährdung der angestellten und Kunden ist nicht möglich!
    Warum kümmert sich nicht LAGESO ( Landesamt für Gesundheit und Soziales) oder
    Umwweltbehörde um diesen Verstoß gegen Entsorgungsrichtlinien!
    Die Leuchtmittel müssten direkt vom Fachpersonal in deren Abteilung bei Kauf von Neuen Fachgerecht angenommen ,gelagert und entsorgt werden!
    Wer ist zuständig?
    Könnte Utopia nichts veranlassen?

  3. Danke für diesen Hinweis (Zitat):

    >LEDs sind die bessere Alternative
    Letztlich gibt es auch keinen guten Grund, sich Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) in seine Lampen zu drehen. LEDs sind nicht nur frei von Quecksilber, es gibt noch mehr Vorteile, die sie zur derzeit wohl besten Alternative machen.<

    Diese gefährlichen "Energiesparlampen" sollten schnellstens verboten werden!

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