Amsterdam: Erstes Parkhaus für Fahrräder und Flussbewohner

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Foto: CC0 / Pixabay / djedj

Jedes Bauprojekt bedeutet einen Eingriff in die Umwelt. Doch das muss nicht immer negativ sein – das zeigt ein neues Fahrradparkhaus mit Unterwasserwelt in Amsterdam.

Fahrradparkhäuser sind an vielen Orten keine Seltenheit mehr – insbesondere in den Niederlanden, wo es mehr Fahrräder als Einwohner:innen gibt. 2022 soll hinter dem Bahnhof von Amsterdam ein besonderes Fahrradparkhaus eröffnen. Es will durch seine ansprechende Architektur nicht nur Radler:innen anlocken, sondern auch Flussbewohner.

Parkhaus mit Unterwasserwelt

Das im Bau befindliche Parkhaus steht in dem Fluss, der an den Bahnhof angrenzt. Der ursprüngliche Plan dabei war es, die Uferlinie vor Schäden durch Bootsunfälle zu schützen. Dem Architekturbüro VenhoevenCS ist es jedoch auch wichtig, das Ökosystem des Flusses so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Mehr noch: Das Parkhaus soll den Meeresbewohnern sogar einen Lebensraum bieten. Dafür sorgen gleich mehrere Details:

  • Die Säulen, auf denen das Gebäude im Wasser steht, sind aus porösem Beton. Darin können sich Muscheln und Pflanzen gut ansiedeln.
  • Netzkörbe bieten Jungfischen einen sicheren Unterschlupf.
  • Mit einem Netz lassen sich Kunststoffabfälle aus dem Wasser ziehen.
  • Kokosnussmatten sollen ebenfalls Wasserpflanzen anziehen und zudem das Wasser reinigen.

Im eigentlichen Fahrradparkhaus sollen bis zu 4.000 Fahrräder Platz finden. Oberhalb der Wasserlinie spielen vor allem gute Zugänglichkeit sowie eine schöne und sichere Umgebung eine wichtige Rolle. Schließlich sollen sich auch die Radler:innen wohlfühlen.

Schon gewusst? Das größte Fahrradparkhaus der Welt (Stand 2019) steht ebenfalls in den Niederlanden, und zwar in Utrecht. Es hat 12.500 Stellplätze.

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