Autokindersitze bei Stiftung Warentest: einmal „sehr gut“, vier fallen durch

Autokindersitze bei Stiftung Warentest: einer ist sehr gut, vier fallen durch
Foto: Irina Schmidt / stock.adobe.com

Von Baby bis Schulkind: Wenn Kinder im Auto mitfahren, benötigen sie einen Autokindersitz – und der soll sicher und schadstofffrei sein. Stiftung Warentest und der ADAC haben aktuelle Kindersitze getestet: Vier Modelle sind durchgefallen. Erstmals wurde aber auch ein Kindersitz mit „sehr gut“ bewertet, er verfügt über eine innovative technische Neuheit.

Sicherheit beim Autofahren ist wichtig – besonders für die kleinen Mitfahrer:innen. Babyschalen und Kindersitze sollen Kinder sicher und bequem transportieren, auch im Falle eines Unfalls. Das Angebot an Autokindersitzen ist riesig, die Preisspanne von 70 bis 700 Euro gewaltig – und Eltern fühlen sich beim Kauf nicht selten völlig überfordert. Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Kindersitze und hilft bei der Auswahl.

26 aktuelle Autokindersitze im Test

In einem internationalen Gemeinschaftstest haben Stiftung Warentest und der ADAC 26 Autokindersitze für Neugeborene, Kleinkinder und Kinder bis zur Größe von 150 Zentimeter Körpergröße überprüft und damit ihren fortlaufenden Test um 26 Kindersitze ergänzt. Die Kindersitze in allen Größen wurden auf die Kriterien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft und bewertet.

Wie verhalten sich die Sitze im Crashtest? Enthalten sie Schadstoffe? Wie leicht ist die Handhabung für die Eltern, die die Kinder anschnallen? Und wie komfortabel ist der Sitz für die kleinen Mitfahrer:innen? Das waren die wesentlichen Fragen, denen die Tester:innen bei ihrem groß angelegten Test nachgingen.

Testsieger: Erstmals ist ein Autokindersitz „sehr gut“

Nur ein Sitz im Test („test“-Zeitschrift 6/2022) erhielt ein „sehr gut“:

  • Cybex Anoris T i-Size, ca. 700 Euro (Note „sehr gut“)

Der „Cybex Anoris T i-Size“ ist mit 700 Euro der teuerste Sitz im Test. Er punktet mit einem sehr guten Schutz beim Front- und Seitencrash und ist für Eltern einfach zu bedienen ist. Und: Er bietet eine technische Neuheit: einen Airbag, der sich beim Unfall direkt vor dem Kind öffnet und von Kopf bis Knie ein Polster aufspannt. Der Kindersitz ist für Kinder von 76 cm bis 115 cm Körpergröße zugelassen.

Kaufen: z.B. bei Babymarkt oder Babywalz.

Vier Modelle im ADAC Kindersitztest durchgefallen - Ein Sitz bekommt das Urteil "sehr gut"
Alle Sitze wurden in einem Crash-Test auf ihre Sicherheit getestet. (Foto: ADAC/Test und Technik/ADAC/obs)

Babyschalen fürs Auto im Test: Allesamt vorbildlich

Vor allem die Babyschalen konnten überzeugen: Alle zehn Babyschalen im Test sind frei von Schadstoffen und alle haben den Crash-Test mit einem „gut“ oder sogar einem „sehr gut“ bestanden.

Zu den besten Babyschalen im Test gehören:

  • Cybex Aton B2 i-Size, ca. 240 Euro (Note „gut“, erhältlich z.B. bei Babymarkt oder Amazon
  • Maxi-Cosi CabrioFix i-Size, ca. 300 Euro (Note „gut“, erhältlich z.B. bei Babymarkt oder Amazon)
  • Maxi-Cosi Mica Pro Eco i-Size (für Baby und Kleinkind bis 105 cm), ca. 400 Euro (Note „gut“, erhältlich z.B. bei Babymarkt oder Babywalz)

Welche Autokindersitze sind „gut“?

Im aktuellen Kindersitztest von Stiftung Warentest bekamen 19 der getesteten Sitze das Urteil „gut“, sechs Modelle wurden mit „befriedigend“ bewertet. „Gut“ getestet wurde beispielsweise auch ein Sitz für größere Kinder:

  • Britax Römer Kidfix M i-Size, ca. 180 Euro (Körpergröße 100 bis 150 cm)

Kaufen: z.B. bei Babymarkt oder Amazon

Im Test: Schadstoffe in Autokindersitzen

Vier Kindersitze wurden dagegen mit „mangelhaft“ bewertet – hier rät der ADAC vom Kauf ab. Bei den beiden Testkandidaten „Lionelo Antoon RWF“ und „Walser Kids Experts Noemi“ sind die Bezugsstoffe mit Flammschutzmitteln belastet. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Auch im Bezugsstoff des „Urban Kanga Uptown Model TV107“ wurden Flammschutzmittel nachgewiesen. Zudem scheiterte der Sitz am Seitenaufpralltest.

Beim vierten Testverlierer „Kinderkraft Comfort Up“ muss zur Sicherung von größeren Kindern die Rückenstütze abgenommen werden. Der Sitz bietet dann keinen ausreichenden Schutz bei einer seitlichen Kollision.

Hinweis: Die Stiftung Warentest hat ihre Schadstoffprüfung optimiert, jetzt wird noch detaillierter und genauer gemessen. „Durch das neue Vorgehen sind die Schadstoffergebnisse nicht mehr mit denen früherer Tests vergleichbar“, erklärt Stiftung Warentest.

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