Baum umpflanzen: So klappt es

Foto: CC0 / Pixabay / menita

Bis zu einem gewissen Zeitpunkt kannst du Bäume problemlos umpflanzen. Was du dabei unbedingt beachten solltest, welche Utensilien du brauchst und wie du vorgehst, erfährst du hier.

Manchmal wird ein Baum zu groß, der Standort ist ungünstig oder die Nachbar*innen beschweren sich: Es gibt verschiedene Gründe dafür, einen Baum umzupflanzen. Wenn du den Schritt wagen möchtest, solltest du dir vorher darüber im Klaren sein, dass ein Umpflanzen nicht immer zu 100 Prozent klappt.

Baum umpflanzen: Je jünger, desto besser

Grundsätzlich gilt: Je jünger der Baum ist, den du umpflanzen möchtest, desto besser. Ältere Bäume haben bereits ein tiefes, weit verzweigtes Wurzelsystem ausgebildet. Das macht ein erfolgreiches Umpflanzen schwierig. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, einen bestimmten Baum in deinem Garten umzupflanzen, solltest du das schnellstmöglich tun. Sachverständige vom Bund Deutscher Baumschulen sind der Meinung, dass ein Baum vor dem „Umzug“ maximal vier Jahre an seiner alten Stelle gestanden haben sollte.

Zur Info: Wenn du einen größeren Baum verpflanzen möchtest, solltest du dies nicht im Selbstversuch wagen. Es gibt Unternehmen, die sich speziell auf die Großbaumverpflanzung spezialisiert haben. Diese verfügen über die nötigen Hilfsmittel und das notwendige Know-how.

Der beste Zeitpunkt zum Baum umpflanzen

Zu bestimmten Zeiten kannst du Bäume nicht umpflanzen. Wenn ein Baum sich gerade in der Wachstumsphase befindet, Blüten oder Früchte trägt, solltest du ihn unbedingt in Ruhe lassen. Mach dir stattdessen die winterliche Ruhephase zunutze und versetze den Baum zwischen Oktober/November und April. 

Baum umpflanzen: So geht’s

Der Spaten sollte scharf sein, sodass du die Wurzeln sauber abtrennen kannst.
Der Spaten sollte scharf sein, sodass du die Wurzeln sauber abtrennen kannst.
(Foto: CC0 / Pixabay / Goumbik)

Zum Baum umpflanzen brauchst du nur einige wenige Utensilien. Dazu gehören

  • ein scharfer Spaten,
  • eventuell ein Seil oder etwas Ähnliches zum Binden,
  • ein Jutesack oder etwas Vergleichbares,
  • ggf. Humus, Kompost oder Hornspäne sowie Sand oder Lehm,
  • 2-4 Pfähle zum Stützen des Baums.

Wenn du alle Werkzeuge und Materialien besorgt hast, kannst du loslegen. Zuerst bereitest du den neuen Standort vor, sodass der Baum sich dort gut eingewöhnen kann:

  1. Hebe eine großzügige Kuhle am neuen Standort aus. Orientiere dich dafür ungefähr an der Krone des Baums, der umgepflanzt wird.
  2. Je nachdem, welche Baumart du umpflanzt, solltest du die Erde aus dem Pflanzloch auf den neuen Baum vorbereiten. Ist es ein Baum, der durchlässige Erde verlangt, mischt du beispielsweise noch etwas Sand unter. Bevorzugt er nährstoffreiche Erde, gibst du etwas Humus, Kompost oder Hornspäne hinzu. 

Als nächstes kannst du den Baum ausgraben:

  1. Zuerst stichst du den Wurzelballen ab. Das solltest du möglichst großzügig machen: Als Faustregel gilt, dass der Wurzelballen so groß ist wie die Baumkrone. Orientiere dich also an der Größe der Krone. Stich mit dem Spaten so tief wie möglich im Kreis rund um den Baum herum. 
  2. Vergiss nicht, dass du auch die tiefliegenden Wurzeln sauber abtrennst. Du solltest sie nicht einfach herausreißen.
  3. Hebe den Baum dann mitsamt Erde heraus.
  4. Stecke ihn mit möglichst viel Erde in einen Jutesack und binde diesen zusammen.
  5. Bringe den Baum zu seinem neuen Standort, nimm ihn aus dem Jutesack und setze ihn in das vorbereitete Loch.
  6. Schütte das Loch zu und trete die Erde vorsichtig fest.
  7. Befestige den Baum dann am besten an zwei bis vier Pfählen, um ihn zu stützen. Stecke diese in die Erde und binde den Baum daran fest.
  8. Gieße den Baum gut an.

Nach dem Umpflanzen musst du den Baum regelmäßig wässern, sodass er gut anwachsen kann. Düngen solltest du in der Anfangsphase noch nicht, da die jungen Wurzeln empfindlich sind.

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