Apfelbaum pflanzen: darauf musst du achten

Apfelbaum pflanzen beginnt bei der Auswahl der richtigen Apfelsorte
Foto: CC0 / Pixabay / Siewerin

Einen eigenen Apfelbaum pflanzen – ein Traum vieler Gartenbesitzer. Mit dem richtigen Standort und etwas Pflege belohnt er schon bald mit saftigen Äpfeln.

Welche Apfelbaum-Sorte ist sinnvoll?

Apfelbaum pflanzen beginnt bei der Auswahl der richtigen Apfelsorte
Apfelbaum pflanzen beginnt bei der Auswahl der richtigen Apfelsorte
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Bereits die Römer kultivierten sechs verschiedene Apfelsorten. Heute gibt es schätzungsweise 30.000 Sorten weltweit, davon circa 2000 in Deutschland. Viele Hobbygärtner greifen heute gerne zu alten Sorten – die alten Apfelsorten gibt es nämlich in den Supermärkten in der Regel nicht zu kaufen.

Doch nicht jede Sorte ist für das regionale Klima geeignet. Viele alte Apfelsorten sind außerdem anfällig für Pilzerkrankungen. Welche Apfelbaum-Sorte am besten in deinen Garten passt, kannst du beim örtlichen Obst- und Gartenbauverein erfragen. Die Experten wissen meist am besten, welche Sorten gute Erträge liefern und gleichzeitig möglichst krankheitsresistent sind.

Empfehlenswerte Apfelsorten sind beispielsweise Retina, Rebella, Rewena oder Boskoop.

Apfelbaum anpflanzen leicht gemacht

Hast du dich für eine Sorte entschieden, empfiehlt es sich, die konkreten Anpflanztipps zu recherchieren. Die können je nach Apfelbaum-Sorte variieren. Generell solltest du beim Anpflanzen auf Folgendes achten:

  1. Suche einen sonnigen Platz für deinen Apfelbaum. Zwar wachsen Apfelbäume auch im Schatten, ein sonniger Ort bringt aber mehr Früchte.
  2. Der Boden sollte frei von Staunässe sein, da Apfelbäume sehr feine und empfindliche Wurzeln haben. Auch stark lehmige Böden mag der Apfelbaum nicht. Besser ist ein lockerer Humusboden.
  3. Die beste Zeit, um einen jungen Apfelbaum einzupflanzen, ist der Herbst. Mit etwas Glück trägt er im kommenden Jahr schon erste Äpfel.
  4. Das Pflanzloch kann beim Einpflanzen großzügig ausgehoben werden, damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben. Angereichert mit etwas Kompost wächst er noch besser.
  5. Der Abstand zu benachbarten Bäumen oder zu Hauswänden sollte mehrere Meter betragen. So haben die Wurzeln genug Platz.

Apfelbaum aus einem Apfelkern ziehen

Apfelbaum aus einem Apfelkern ziehen
Apfelbaum aus einem Apfelkern ziehen
(Foto: CC0 / Pixabay / 422737)

Grundsätzlich kannst du einen Apfelbaum auch aus einem Apfelkern ziehen. Allerdings sind die Kerne mit natürlichen Keimhemmern ausgestattet, um den kalten Winter zu überstehen. Damit die Kerne keimen, musst du sie also zuerst vorbehandeln:

  • Lege die Apfelkerne zwischen zwei feuchte Schichten Papier in ein Behältnis. Das Behältnis mit den Kernen lagerst du dann für etwa drei Wochen im Kühlschrank.
  • Nach drei Wochen sollten die ersten Keimlinge sichtbar werden. Pflanze die Keimlinge einzeln in größere Töpfe – circa einen Zentimeter unterhalb der Erde.
  • Wichtig ist in der ersten Phase, die Keimlinge reichlich anzugießen. Der Standort sollte warm und hell sein.

    Apfelbaum pflegen und schneiden – so geht’s richtig!

    Damit dein Apfelbaum gute Erträge liefert und gesund bleibt, solltest du regelmäßig Laub entfernen. Laub wirkt wie eine Brutstätte für Pilze und kann den Apfelbaum mit Krankheiten „infizieren“.

    Ab dem zweiten Jahr sollte außerdem ein Winterschnitt zur Routine werden. Der Rückschnitt von Zweigen liefert eine größere Apfelernte im Folgejahr. Entferne beim Beschneiden vor allem Triebe und Zweige, die sich gegenseitig in den Weg kommen. Insbesondere kreuzendes, krankes, totes, beschädigtes und dicht stehendes Geäst solltest du abschneiden.

    Für welche Apfelsorte hast du dich entschieden? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in den Kommentaren!

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