Kompost anlegen: Kostenloser Dünger für den Garten

Kompost
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Einen Kompost anlegen kann jeder: Organische Abfälle ökologisch verwerten und dabei Geld sparen ist nämlich eigentlich ganz einfach: Utopia gibt Tipps, wie du selber Kompostieren und so eine eigene „Recyclinganlage“ im Garten aufziehen kannst – mit Dünger als Gewinn.

Wer Stauden und Gehölze schneidet, verblühte Blumen aus den Beeten zupft oder Gemüse schnippelt, sollte die Abfälle am besten auf dem eigenen Kompost entsorgen.

Kompost anlegen – so geht’s im eigenen Garten

Ein solcher Kompost ist praktisch, ökologisch und macht ziemlich wenig Arbeit. Du wirfst einfach deine organischen Abfälle auf den Komposthaufen – die restliche Arbeit übernehmen dann Regenwürmer, Asseln sowie Milliarden von Mikroorganismen. Sie fressen sich durch die angehäuften Abfallschichten und verwandeln die Pflanzenreste im Komposter in Humuserde.

Kompostieren ist also angewandter Naturschutz. Und mit einem Kompost kannst du auch Geld sparen. Denn: Die organischen Abfälle werden nicht nur umweltfreundlich verwertet, sie kommen später als wertvoller Dünger ganz kostenlos wieder in in deinem Garten zum Einsatz.

Komposter: Wo aufstellen?

Gartenabfälle können in einem speziellen Komposter oder einfach auf einem Haufen aufgeschichtet werden. Wichtig: Der Kompost muss immer auf einem ebenen, naturbelassenen Gartenboden angelegt werden, damit die Kleinstlebewesen problemlos einwandern können. Außerdem sollte er vor extremer Sonne, Dauerregen und Wind geschützt sein.

Kompost anlegen: Was kannst du kompostieren?

Ein Komposthaufen braucht abwechslungsreiche Kost. Dabei kommt es auf die richtige Mischung von groben Materialien wie Geästteile, Heckenschnitt oder Stroh und feinen Materialien wie Laub, Blumen oder Rasenschnitt an. Je bunter das Material ist, um so wertvoller wird der Kompost später sein.

Wie arbeitet ein Komposter?

Kompost im Komposter hilft beim Kompostieren und bringt Dünger für den Garten
Ein Kompost passt auch in den kleinsten Garten (Foto: © airborne77 - Fotolia.com)

Grundlage eines Komposthaufen ist eine dicke Schicht aus dünnen Ästen oder Reisig, damit sich später keine Staunässe bildet und der Kompost genügend Luft bekommt. Auf dieser durchlässigen Grundlage sollten dann möglichst feinere oder feuchte Abfälle abwechselnd mit groben oder trockenen Materialien übereinander geschichtet werden. Achtung: Sind die Portionen zu groß, können sie von den Mikroorganismen nur schwer verdaut werden. Eine Schicht aus fertigem Kompost hilft, um die Verwertung schneller in Gang zu bringen.

Kompost anlegen: Wann ist der Dünger fertig?

Nach sechs Monaten enthält der Frischkompost noch viele grobe Teilchen, hat eine hohe Düngewirkung und eignet sich als Bodenverbesserer für robuste Kulturen oder im Herbst als Bodenabdecker auf abgeräumten Beeten. Nach neun bis zwölf Monaten kann der so genannte Reifekompost als Dünger für alle Pflanzen verwendet werden.

Achtung: Zur Anzucht junger Pflanzen sollte Kompost immer nur als Mischung verwendet werden.

Was darf nicht in den Kompost?

Es gibt auch Stoffe, die zwar verrotten, für den Komposter jedoch schwer verdaulich oder schädlich sind oder ungebetene Gäste wie Ratten anlocken können.

Draußen bleiben sollten daher: buntes Papier und Pappkartons, gespritzte Obstschalen, gekochte Essensreste, Öle und Fette in größeren Mengen, Fleisch-, Fisch- und Knochenabfälle, Straßenstaub, Asche oder mit Schädlingen befallene Pflanzen.

PS: Gute Tipps zum Kompost anlegen gibt es auch hier beim NABU.

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