Besser nicht essen: Das macht Kartoffeln giftig

Foto: © Andrey Shupilo und Alexey - colourbox.de

In bestimmten Reifestadien können Kartoffeln giftig sein und sind dann nicht mehr zum Verzehr geeignet. Wann eine Kartoffel giftig ist und woran du das erkennst, zeigen wir dir hier.

Ob als Ofenkartoffel, zu Pommes verarbeitet oder als Beilage – die Kartoffel findet auf vielerlei Weisen Verwendung. Doch beim Verzehr der leckeren Knolle gibt es Einiges zu beachten – gerade grüne oder keimende Knollen können Schadstoffe enthalten, hier solltest du genauer hinschauen. Wir verraten dir, woran du erkennst, ob eine Kartoffel giftig ist oder noch essbar.

Was macht Kartoffeln giftig?

Sieht die Knolle noch prall aus, und keimt nur an wenigen stellen, so kann man die Keimlinge einfach großzügig entfernen.
Sieht die Knolle noch prall aus, und keimt nur an wenigen stellen, so kann man die Keimlinge einfach großzügig entfernen.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / WikiImages)

Bestimmte Gemüsesorten enthalten von Natur aus den giftigen Stoff Solanin. Solanin gehört zur Gruppe der Glykoalkaloide und kommt vor allem in grünen und unreifen Kartoffeln vor. Am höchsten konzentriert ist es in der Schale und den Keimen der Knolle. 

Achtung, Vergiftungsgefahr!

Der Verzehr von Solanin kann schon bei geringen Mengen zu einer Vergiftung führen: Diese äußert sich dann durch Bauchschmerzen und -krämpfe, Durchfall und generelles Unwohlsein. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können drei bis fünf Gramm Solanin pro Kilogramm Körpergewicht sogar tödlich enden.

Aus diesem Grund solltest du stark keimende oder grüne Kartoffeln auf keinen Fall verzehren. Ab einer gewissen Größe der Keime oder wenn sehr viele davon auf der Kartoffel sind, hilft es nicht mehr, die Keime einfach zu entfernen oder die grünen Stellen abzuschneiden, denn das Solanin breitet sich mit der Zeit in der gesamten Kartoffel aus. Auch Kochen oder Backen senkt den Solaningehalt deiner Kartoffeln nicht, denn das Gift ist bis zu einer Temperatur von 200° Celsius beständig. 

Allgemeine Richtlinie

Auch frische Kartoffeln enthalten den Giftstoff. Wenn du deine Kartoffeln schälst, bist du also immer auf der sicheren Seite.
Auch frische Kartoffeln enthalten den Giftstoff. Wenn du deine Kartoffeln schälst, bist du also immer auf der sicheren Seite.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Capri23auto)

Faustregel: Kleine Kartoffeln sollten maximal zwei bis drei kleine Keime aufweisen, große können auch mit vier bis fünf Keimen noch gegessen werden. Die Keime sollten aber nicht zu lang sein , und die Kartoffel noch prall wirken. Allerdings solltest du die Keime immer großzügig abschneiden und die Kartoffeln schälen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, schmeißt du die überreifen Kartoffeln lieber weg. Da wir uns bei Utopia gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen, geben wir diesen Rat nicht gerne. Aber manchmal ist es sinnvoller, Kartoffeln nicht mehr zu essen.

Übrigens: Auch Tomaten weisen einen hohen Solaningehalt auf, wenn sie noch grün sind. Deshalb sollten sie niemals verzehrt werden, wenn sie noch nicht gänzlich reif sind. Wie du deine Tomaten im Herbst noch nachreifen lassen kannst, erfährst du in unserem Artikel Tomaten nachreifen lassen: Die 5 besten Tipps.

Giftigen Keimen bei Kartoffeln vorbeugen

Wenn du auf ein paar Dinge achtest, kannst du keimende Kartoffeln vermeiden:

  • Kaufe keine Kartoffeln, die schon im Laden Verletzungen aufweisen. Diese enthalten aufgrund von Schnitten oder Quetschungen deutlich mehr Solanin als gesunde Kartoffeln.
  • Lagere deine Kartoffeln zuhause an einem dunklen Ort. Optimal bietet sich der Keller dafür an. Licht lässt die Knollen schneller ergrünen und grüne Kartoffeln enthalten mehr Solanin.
  • Ein wichtiger Faktor ist auch die Temperatur, bei der die Kartoffeln gelagert werden: Ideal sind 10° Celsius. Kleine Abweichungen davon sind kein Problem, allerdings sollten die Kartoffeln nicht in direkter Sonneneinstrahlung liegen.
  • Lagere deine Kartoffeln nicht zu lange, damit sich keine Keime bilden. Kaufe nur so viele Kartoffeln, wie du brauchst. 

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(2) Kommentare

  1. Was sagt Jesus durch seinen Propheten Jakob Lorber zu Kartoffeln?

    1 GEJ 242,13 (1. Großes Evangelium Johannes) So sind die sogenannten Kartoffeln jeglicher Art, besonders für Kinder und Säugeweiber wie auch für schwangere Weiber mehr wie schlecht, und noch schlechter der Kaffee! Aber die Blindheit sieht nichts und genießt beides des Wohlgeschmacks wegen mit großer Gier; die Kinder werden dadurch elend dem Leibe nach, und am Ende Weiber und Männer. Aber das macht dem Blinden nichts; er ißt ja auch viel ärgere Gifte,- warum soll er die zwei leichteren Giftsorten nicht essen?!

    Paulus sagt in 1.Korinter 6,12: Alles ist mir (zu essen) erlaubt, aber nicht alles ist nützlich…

  2. Man kann diese Kartoffeln aber auch in die Erde bringen und dann im Frühjahr Frühkartoffeln ernten bzw. im Spätsommer und Herbst normale Kartoffeln.
    Das geht auch ganz gut auf dem Balkon in einem Breiten Kasten oder großen Kübel.

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