Kartoffeln lagern: so geht’s richtig

Kartoffel
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Kartoffeln richtig zu lagern, ist gar nicht schwer. Wichtig ist vor allem, sie vor Licht zu schützen. Sonst fangen sie schnell an zu keimen. Hier erfährst du, worauf du noch achten solltest.

Kartoffeln richtig lagern: vor Wärme und Licht schützen

Kartoffeln lassen sich vielfältig zubereiten und sind einfach zu lagern.
Kartoffeln lassen sich vielfältig zubereiten und sind einfach zu lagern. (Foto: CC0/ Pixabay/ webandi)

Kartoffeln beginnen bei Wärme und Licht schnell zu keimen. Die Triebe kann man nicht essen und sie entziehen der Kartoffel wichtige Nährstoffe. Deshalb schrumpft sie und verliert an Geschmack und Festigkeit. Beim Keimen entstehen auch viele grüne Stellen, die für uns Menschen schlecht verträglich sind und daher vor dem Essen weggeschnitten werden müssen.

Außerdem können Kartoffeln leicht schimmeln – bereits eine betroffene Knolle kann die Fäulnis auf viele andere Kartoffeln übertragen und unter Umständen den ganzen Einkauf unbrauchbar machen. Um das zu vermeiden, solltest du ein paar einfache Tipps zur richtigen Lagerung beachten.

Mit ein bisschen Übung kannst du die Kartoffeln sogar viele Monate lagern, bis zur nächsten Saison. Das ist praktisch, denn so kannst du heimische Kartoffeln ohne lange Transportwege auf Vorrat kaufen. Die Spätkartoffeln sind im September und Oktober reif, die Frühkartoffeln bereits ab Juni.

7 Tipps zur richtigen Lagerung von Kartoffeln

Kartoffeln kannst du gut im Leinbeutel lagern.
Kartoffeln kannst du gut im Leinbeutel lagern. (Foto: CC0/ Pixabay/ Couleur)
  1. Wähle einen dunklen Ort zur Aufbewahrung: zum Beispiel deine Speisekammer, den Keller, oder einen Schuppen im Garten. Wer all das nicht zur Verfügung hat, kann die Kartoffeln auch in einem Leinenbeutel (zum Beispiel von** Avocadostore) in der Küche aufbewahren und sie so vor Licht schützen.
  2. Achte auf niedrige Temperaturen, denn ab etwa 10° C beginnen die Kartoffeln zu keimen. Gleichzeitig darf es nicht kälter als 4° C werden, denn sonst wandelt sich die Stärke in den Knollen in Zucker um, worunter der Geschmack leidet. Perfekt sind 4° C bis 8° C für die Kartoffeln.
  3. Schütze die Kartoffeln vor Frost (zum Beispiel bei der Lagerung im Garten oder in kalten Kellern) und lege sie auf keinen Fall ins Tiefkühlfach.
  4. Sorge für Trockenheit und genügend frische Luft, damit die Kartoffeln nicht schimmeln oder faulen. Zur Aufbewahrung eignet sich etwa ein Leinensack oder eine Holzkiste, in der die Kartoffeln lose aufeinander geschichtet werden. Plastikbeutel sind ungeeignet zur Lagerung von Kartoffeln.
  5. Sieh von Zeit zu Zeit nach deinen Kartoffeln: Haben sich doch vereinzelt  kleine Triebe gebildet, müssen die betroffenen Knollen möglichst schnell gegessen werden. Faulige Kartoffeln müssen sofort entfernt und im Biomüll entsorgt werden. Durch regelmäßiges Umschichten sorgst du außerdem für ausreichend Belüftung.
  6. Lagere die Kartoffeln getrennt von Obst, insbesondere von Äpfeln. Das Reifungsgas Ethylen, das viele Früchte abgeben, lässt die Kartoffeln sonst schnell verderben.
  7. Für die langfristige Lagerung über mehrere Monate eignen sich nur unbeschadete Kartoffeln mit intakter Schale und ohne Druck- oder Keimstellen. Leicht beschädigte Kartoffeln sollten schnell gegessen werden. Wenn die Kartoffeln etwa gut verteilt auf Lattenrosten lagern, halten sie sich monatelang.

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