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Diese 8 günstigen Gadgets senken deine Heizkosten um bis zu 20%

Produkte: fanmodo; Duro; Noma; Tesa. Hintergrund: CC0/Unsplash.com/Toa Heftiba

In vielen Haushalten verdoppeln sich gerade die Gaskosten. Wer heizt, wer friert – und wer hat die besten Tipps, wie man Wärme sparen kann? Wir haben gleich 8 ungewöhnliche Produkte gefunden, mit denen du schon für geringe Anschaffungskosten effizienter heizen und die Wärme im Raum behalten kannst.

Hier findest du kleinere und größere Energie-Helferchen, die du alle mit überschaubarem Aufwand selbst installieren oder anbringen kannst. Du kannst mit ihnen über 20 Prozent deiner Heizkosten sparen (das sagen zumindest die Hersteller der Produkte, an deren Angaben wir uns orientiert haben).

Tipp: Wer praktisch veranlagte Freunde oder Familienmitglieder hat, kann die eine oder andere Energiespar-Hilfe (z.B. Nr. 2, 5, 7 oder 8) natürlich auch als sinnvolles Weihnachtsgeschenk in Betracht ziehen.

#1 Isolierfolie fürs Fenster

Tesa bietet eine Folie an, die ans Fenster geföhnt wird und Kälte abhält. (Abbildungen: Tesa SE)

Falls du nur einfach verglaste Fenster hast, bietet dir die Fenster-Isolierfolie Thermo Cover von Tesa eine preiswerte Möglichkeit, deine Fenster besser zu isolieren. Die Folie erzeugt ein wärmedämmendes Luftpolster zwischen Fenster und Folie – laut Hersteller lassen sich auf diese Weise 6 bis 8 Prozent Energiekosten einsparen.

Für die Montage schneidest du die Isolierfolie auf die gewünschte Größe zu, befestigst sie mit dem doppelseitigen Klebeband am Fensterrahmen, und im letzten Arbeitsschritt entfernst du Falten und knittrige Stellen mit einem Föhn.

  • Vorteile: Weniger Wärmeverlust und Kondenswasser an schlecht dämmenden Fensterscheiben.
  • Nachteile: Eine Folie kann keine doppelt verglasten Fenster ersetzen. Sprich deine:n Vermieter:in an, dass eine Modernisierung dringend an der Zeit ist!

Kaufen: ab ca. 11 Euro bei Hagebau, Otto Office oder Amazon

#2 Heizkörperverstärker: verteilt Wärme besser

Der Verstärker wird mit Magneten am Heizkörper befestigt und ist fast unsichtbar. (Produktbild: SpeedComfort)

Um das Heizen mit der Zentralheizung effektiver zu machen, hat das niederländische Unternehmen Speedcomfort Heizkörperventilatoren entwickelt. Durch die Verstärker lassen sich laut Unternehmen bis zu 22 Prozent an Heizkosten sparen. Die Gebläse werden entweder unten oder oben mit Magneten am Heizkörper angebracht und verteilen die Heizluft besser im Raum. Sie sind geräuscharm und schalten sich automatisch an und wieder ab.

  • Vorteile: Die Vorlauftemperatur im Heizkessel kann reduziert werden; auch die Temperatur am Heizkörper lässt sich etwas niedriger einstellen, ohne dass du im Raum einen Unterschied merken solltest. Besonders hilfreich ist der Heizkörperverstärker, wenn dein Heizkörper durch breite Fensterbänke oder Möbelstücke verdeckt ist (Letzteres solltest du nach Möglichkeit vermeiden).
  • Nachteile: Wenn du mehrere Heizkörper bestücken willst, gehen die Anschaffungskosten schnell in die Höhe. Beginne am besten mit dem Wohnzimmer. Und: Die Verstärker brauchen einen Stromanschluss in der Nähe der Heizung (was auch bedeutet, dass sie selbst etwas Energie verbrauchen).

Kaufen: ab ca. 55 Euro/Stück bei Otto, Conrad oder Amazon

#3 Wärmespar-Klassiker: Dichtungsband

Fenster und Türen lassen sich mit wenig Mühe und zu geringen Kosten neu (oder besser) abdichten. (Bilder: fowong)

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du überprüfen kannst, ob deine Fenster und Türen gut abgedichtet sind. Du kannst z.B. einen Papierstreifen einklemmen: Lässt sich das Papier bei geschlossener Tür bzw. geschlossenem Fenster wieder herausziehen, sollte die Dichtung erneuert werden. Ein Dichtungsband ist die einfachste Lösung gegen Wärmeverlust und kann bis zu 20 Prozent der Heizkosten einsparen. Du klebst das selbstklebende Band einfach in die Kanten von Fenster- oder Türrahmen, um sie besser abzudichten.

Laut energie-experten.org macht es einen Unterschied, welche Art von Dichtungsband du verwendest: Günstige Schaumstoffbänder seien bekannt dafür, nicht besonders lang zu halten. Besser seien Dichtungen mit E-Profil, die Spalten zwischen 1 und 3,5 mm schließen können.

  • Vorteile: Leicht anzubringen; hilft effektiv gegen Wärmeverlust und Zugluft.
  • Nachteile: E-Profil-Bänder sind etwas Euro teurer als Schaumstoffbänder, sollen dafür aber länger halten und besser abdichten.

Kaufen: Schaumstoffband von fowong (15 m, oben im Bild) ab ca. 10 Euro u.a. bei Amazon; E-Profil-Bänder z.B. von Tesa (10 m) bei Obi, Conrad oder Amazon

#4 Automatische Heizkörperentlüfter

Ein automatischer Heizkörperentlüfter nimmt dir Arbeit ab – und spart Kosten, weil sich keine Luft in deiner Heizung sammelt. (Produktbild: Duro; Heizung: CC0/Pixabay/ri)

Wahrscheinlich weißt du schon, dass Heizkörper nur dann optimal arbeiten, wenn sie regelmäßig entlüftet werden. Spätestens, wenn deine Heizung komische Geräusche macht, solltest du tätig werden. Du musst zum Entlüften zum Glück keine:n Fachmann:frau rufen, sondern kannst die Luft auch selbst ablassen. Den Entlüftungsschlüssel dazu gibt’s für ca. 1,50 Euro im Baumarkt (oder hier bei Obi bzw. Amazon), die Anleitung findest du hier: Heizung entlüften – so geht’s.

Eleganter und effizienter ist der Wechsel zu automatischen Heizkörperentlüftern, die Heizungsluft von selbst entweichen lassen. Sobald die Quellscheibe mit Wasser in Berührung kommt, schließt sich das Ventil wieder. Eine stets entlüftete Heizung kann bis zu 20 % Heizkostenersparnis bringen.

Entlüfter von Duro kosten rund 5 Euro pro Stück; die Montage ist nicht sehr aufwändig, du musst allerdings währenddessen Zu- und Abfluss der Heizung abdrehen (Anleitung liegt bei).

  • Vorteile: Du musst die Heizung nicht mehr selbst entlüften (wozu jedes Mal Auffangbehälter, Lappen und Handtücher gebraucht werden) und kannst dir sicher sein, dass sie optimal arbeitet.
  • Nachteile: etwas Heimwerkerkenntnisse nötig.

Kaufen: 5 Stück für ca. 25 Euro bei Otto oder Amazon

#5 Günstiger Wärmesparer: Zugluftstopper

Praktisch: Ein Zugluftstopper, der auch wirklich an Ort und Stelle bleibt. (Abbildungen: Fanmodo)

Lustige Zugluftstopper in Form eines langgestreckten Dackels, die einfach vor die Tür gelegt werden, sind zwar nett anzusehen, aber nicht wirklich nützlich. Denn: Sobald jemand die Tür öffnet, liegt die Türrolle nicht mehr am rechten Platz!

Die Lösung sind Zugluftstopper mit zwei Rollen. Du schiebst den Stopper einfach unter die Türe, sodass sich beide in Zukunft nur noch gemeinsam bewegen.

Bei Waschbär kannst du so einen Türstopper aus Naturmaterialien kaufen: Der waschbare Bezug ist aus Baumwolle (kbA); das Inlett aus Baumwollnessel mit Dinkelspelz-Füllung. Hergestellt wird das Modell in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Du kannst natürlich auch selbst aktiv werden: Zugluftstopper selber machen: 6 Ideen

  • Vorteile: Der Zugluftstopper verhindert, dass Heizungsluft entweicht oder kalte Luft eindringt.
  • Nachteile: Sieht nicht so niedlich aus wie die Dackel-Wurst.

Kaufen: rund 23 Euro bei Waschbär; schlichtere Modelle aus Kunststoff (= nicht besonders öko) gibt es ab ca. 10 Euro bei Otto oder Amazon.

#6 Heizkörperfolie – strahlt Wärme zurück

(Produktbild: noma, Heizung: CC0/Pixabay/ri)

Wenn dein Heizkörper vor einer schlecht gedämmten Wand steht, kann dadurch viel Wärme verloren gehen. Eine Heizkörperfolie wie die Noma Reflex Isolierfolie soll 95 % Prozent der Wärme zurück in den Raum strahlen.

Die Folie lässt sich zuschneiden, ist selbstklebend und kann leicht an der Wand angebracht werden – wenn nicht der Heizkörper im Weg wäre! Zum Glück musst du die Heizung für die Montage nicht gleich abmontieren (obwohl du so natürlich das beste Ergebnis erzielst). Mit etwas Fingergeschick, einer Schere – und vielleicht einer Youtube-Anleitung – sollte es dir aber auch so gelingen, die Dämmung hinter dem Heizkörper zu platzieren.

  • Vorteile: Unauffällig und effektiv.
  • Nachteile: Die Montage kann etwas umständlich sein, was auch von der Art deines Heizkörpers abhängt.

Kaufen: für ca. 20 Euro bei Amazon, als No-Name-Alternative bei Ebay bzw. von Tesa z.B. bei Amazon (jeweils verschiedene Längen)

#7 Smartes Thermostat – bald Standard?

Mit einem smarten Thermostat lässt sich – bei richtiger Anwendung – viel Wärme sparen. (Foto: CC0 Public Domain / Pexels - picjumbo.com; Bernd Weißbrod/dpa)

Ersetzt du den herkömmlichen Drehregler an deiner Heizung durch ein smartes Thermostat wie das Homematic IP Smarthome EVO, ergeben sich viele neue Sparmöglichkeiten:

  • Du kannst die Heizung minuten- und gradgenau programmieren.
  • Die Bedienung funktioniert per App und somit auch aus der Ferne.
  • Das Thermostat kann geöffnete Fenster (auch ohne separaten Sensor) erkennen und dann automatisch die Temperatur drosseln (dies klappte im Smart-Thermostat-Test der Stiftung Warentest bei Homematic am besten).
  • Alle Heizkörper im Haus lassen sich vernetzen und per Smarthome ansteuern.

Vor- und Nachteile smarter Thermostate

Kaufen: Testsieger Homematic IP EVO gibt’s ab ca. 80 Euro u.a. bei Tink, ELV oder Amazon; andere Smart-Home-Thermostate u.a. bei Tink, Saturn oder Amazon.

#8 Dicke (Thermo-)Vorhänge

Etwas so Simples wie ein Vorhang kann Fertigvorhang Aurora (© Grüne Erde)

Damit die teure Heizungswärme nicht durch die Fensterscheiben entweicht, eignen sich schwere, dichte Vorhänge: Solche Thermovorhänge bestehen meist aus einer doppelten Schicht und bewähren sich sowohl im Winter als auch im Sommer.

Produkte gesucht? Hier geht’s zu unserem Artikel über die besten Thermovorhänge aus Naturmaterialien, wo wir dir mehrere Vorhänge vorstellen.

Ganz umsonst: richtig heizen!

Und zum Schluss: Die beste Technik, um Wärme optimal zu verteilen und im Raum zu halten, hilft natürlich nichts, wenn du kein kluges Heiz- und Lüftverhalten an den Tag legst. Das geht zum Glück ganz einfach – lies dazu: Richtig heizen: 15 Tipps für Geldbeutel und Umwelt

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