Doku-Tipp: Die Kanaren – Inseln der Arbeitslosen

Foto: CC0/pixabay/ravelinerin

Die Kanaren sind die Sonneninseln der Urlauber, doch die Bewohner stehen im Schatten. Ihnen bleiben nur Billigjobs, während andere am Tourismus-Boom verdienen. Eine Doku deckt den Urlaubsalbtraum auf.

Doku: Die Kanaren – Traum oder Albtraum?

Hotelanlagen sind in der Hand von Touristikkonzernen
Hotelanlagen sind in der Hand von Touristikkonzernen
(Foto: CC0/pixabay/Jean-Paul-V)

Die Tourismusindustrie verspricht Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Einen Blick auf die bei Touristen beliebten Kanaren wirft die WDR-Dokumentation „Kanaren – Insel der Arbeitslosen“. Die Dokumentar-Filmer Johannes Höflich und Jo Angerer zeigen eindringlich die Folgen des Massentourismus:

  • Trotz boomendem Tourismus nimmt die Arbeitslosigkeit auf den Kanaren zu und ganze Bevölkerungsschichten leben am Existenzminimum.
  • Es kommen Zimmermädchen und Hotelangestellte zu Wort, die für Billiglöhne und ohne soziale Absicherung in den Hotels der internationalen Tourismuskonzerne arbeiten.
  • Durch die zahlungskräftigen Touristen steigen die Preise in den Geschäften und am Wohnungsmarkt – die Einheimischen haben das Nachsehen: Freie Wohnungen werden lieber an Touristen vermietet, denn das bringt mehr Geld ein.

Kanaren sollen das Billig-Paradies werden

Wegen der Bürgerkriege und Terroranschläge sollen die Kanaren die günstigen Pauschalreiseziele in der Türkei, Ägypten und Nordafrika ersetzen – dadurch entsteht ein zunehmender Preisdruck. Lokale Hoteliers können nicht mit den globalen Tourismuskonzernen konkurrieren und finden sich in Nischenmärkten abseits des Massengeschäfts wieder. Wie können sie überleben? Und warum sind Kreuzfahrten keine Lösung?

Fazit: Erschreckende Doku ohne Lösungen

Nachhaltiger Urlaub bei lokalen Hoteliers
Nachhaltiger Urlaub bei lokalen Hoteliers
(Foto: CC0/pixabay/Efraimstochter)

Die globalisierte Tourismusindustrie hat kein Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung der Kanaren, zeigt die Dokumentation. Der Film sensibilisiert für die Problematik des Massentourismus ohne jedoch Lösungen anzubieten.

  • Denkbar wäre eine bessere Qualifizierung der Menschen auf den Kanaren, die sie unabhängiger vom Tourismus macht.
  • Auch die Politiker für Ort könnten den Tourismus stärker regulieren.
  • Doch auch jeder Einzelne kann mit einer bewussten Entscheidung für nachhaltigen Urlaub ein Zeichen setzen: Zunehmend bieten Reiseveranstalter nachhaltigen Urlaub für die Kanaren an. Dadurch sind wieder lokale Hoteliers und Geschäfte an den Tourismus-Einnahmen beteiligt.

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