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Duschgel bei Öko-Test: Naturkosmetik überzeugt, bekannte Marken mit Problemstoffen

Foto: Öko-Test

Eine Dusche ist erfrischend, vor allem mit dem richtigen Duschgel. Leider enthalten diese teils problematische Stoffe und Allergene. Öko-Test untersuchte 36 Duschgele – nicht alle überzeugen.

Eine Dusche erfrischt und macht uns gerade an dunklen Tagen wach. Duschgele sollen dabei für saubere, gepflegte und duftende Haut sorgen. Doch damit fängt das Problem schon an: Nicht alle Produkte sind gut für den Körper, da sie zum Beispiel Allergene enthalten. Ein weiterer kritischer Bestandteil ist Plastik in Form von PEG und PEG-Derivaten. Für das optimale Geruchserlebnis werden den meisten Duschgelen Parfüm und Duftstoffe zugesetzt.

Duschgele bei Öko-Test: Nicht alle können überzeugen

Öko-Test hatte im Sommer 40 Duschgele unter die Lupe genommen, die als besonders erfrischend und belebend ausgelobt werden. Unter den Testprodukten sind 16 zertifizierte Naturkosmetikprodukte, viele davon mit Zitrusnoten wie Limette oder Grapefruit.

Die Testergebnisse sind nun auch im Jahrbuch Kosmetik 2023 abrufbar. Haben sich zwischenzeitlich Änderungen bei den Produkten oder bei gesetzlichen Grenzwerten ergeben, ließ Öko-Test eine neue Laboranalyse durchführen. Im aktuellen Test sind 36 Duschgele, davon 16 mit einem Naturkosmetik-Siegel.

Im Labor untersuchte Öko-Test die Produkte auf hautreizende Formaldehyd/-abspalter, allergieauslösende und andere problematische Duftstoffe sowie auf umstrittene halogenorganische Verbindungen. Auch auf weitere Substanzen wie bedenkliche Konservierungsstoffe, potenziell hormonell wirksame UV-Filter, umstrittene PEG-Verbindungen und umweltbelastende Kunststoffverbindungen wurden die Duschgele im Labor überprüft.

Auch die Verpackungen wurden im Test berücksichtigt und auf ihren Rezyklatanteil untersucht. Einige der Hersteller kündigten jedoch zum Testzeitpunkt eine Anpassung der Verpackung an.

Insgesamt ist das Testergebnis ernüchternd, denn: Bei 20 Duschgelen kam es zu einer Abwertung aufgrund bedenklicher Stoffe, ein Produkt fiel sogar ganz durch. Dafür konnten die Naturkosmetikprodukte im Test glänzen.

Saubere Sache: Naturkosmetik punktet bei Öko-Test

Die klaren Gewinner des Duschgel-Tests: Naturkosmetikprodukte. Von den 16 getesteten Produkten mit Naturkosmetik-Zertifizierung konnten 15 auf ganzer Linie punkten und erhielten die Gesamtbewertung „sehr gut„. Unter den Testsiegern finden sich nicht nur Markenprodukte, sondern auch Naturkosmetik-Eigenmarken von Drogerien und Discountern. Die Bestnote im Duschgel-Test erhielten zum Beispiel:

  • Alterra Pflegedusche Bio-Rose (von Rossmann)
  • Alverde Pflegedusche Bio-Grapefruit Bio-Bambus (von dm)
  • Lavera Pflegedusche Erfrischend (von Laverana, erhältlich z.B. bei Ecco Verde)
  • Weleda Harmony Aroma-Duschgel (von Weleda, erhätlich z.B. bei Ecco Verde)
  • Cien Nature Duschgel Bio-Citrus (von Lidl/Cosmolux)

Tipp: Hier findest du unsere aktuellen Rabattcodes für Naturkosmetik-Shops wie Ecco Verde.

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Öko-Test: Allergene und Duftstoffe in Duschgelen

Damit die Dusche zu einem wahren Sinneserlebnis wird, werden den Duschgelen Duftstoffe und Parfüm zugesetzt. Das ist auch bei einigen Naturkosmetikprodukten der Fall, zum Beispiel als Citronellol, Geraniol oder Citral. Auch die „sehr gut“ getestete Lavera Pflegedusche Erfrischend enthält beispielsweise Citral und Citronellol.

Zertifizierte Naturkosmetikprodukte kannst du ohne Bedenken an deine Haut lassen. Diese Duschgele schnitten alle „sehr gut“ ab. (Foto: Colourbox.de / #270189)

Weitere Duftstoffe sind Eugenol und Cumarin. Cumarin fanden Tester:innen ausschließlich im konventionellen Duschgel Fenjal Classic Creme Dusche. Besonders schädlich für den Körper ist jedoch Galaxolid; eine polyzyklische Moschusverbindung, die sich im menschlichen Fettgewebe anlagern kann und im Verdacht steht, Leberschäden zu verursachen. Dieser Stoff wurde im Labor beim Schlusslicht im Test festgestellt: in der Palmolive Naturals Duschcreme Olive & Milch.

Lies auch: Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetik

Die Verlierer im Test: Duschgele mit halogenorganischen Verbindungen

In über einem Drittel der getesteten Duschgele fanden die Tester:innen Rückstände von halogenorganischen Verbindungen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von mehreren
Tausend Stoffen, die Brom, Jod oder (meistens) Chlor enthalten. Viele der Verbindungen gelten als allergieauslösend und manche erzeugen Krebs. Fast alle der halogenorganischen Stoffe reichern sich in der Umwelt an. Weder will man diese Stoffe also im Abfluss noch auf der Haut.

Verlierer im Duschgel-Test mit einer Gesamtbewertung von „ungenügend“ ist die Duschcreme von Palmolive (von Colgate-Palmolive).

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Plastik: Unnötiger Bestandteil vieler Duschgele

PEG oder PEG-Derivate sind ein weiterer Bestandteil, der sich nicht in Duschgelen finden sollte. Dennoch enthielten 19 der getesteten Produkte ebendiese, was zu einer Abwertung führte. Bei Naturkosmetikprodukten im Duschgel-Test fehlte von diesen Stoffen jede Spur – erfreulicherweise!

PEG/PEG-Derivate sollen als waschaktive Substanzen, Emulgatoren und Schaumbildner dienen, doch machen sie die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe. Naturkosmetikprodukte setzen im Gegensatz dazu auf mildere Kokos- oder Zuckertenside, die die Hautbarriere weniger strapazieren.

PEG oder PEG-Derivate wurden unter anderem bei folgenden Produkten bekannter Marken im Labor nachgewiesen:

  • Duschdas Duschgel Grapefruit & Ingwer (von Unilever) – Gesamturteil „gut“
  • Nivea Creme Soft Pflegedusche (von Beiersdorf) – Gesamturteil „ausreichend“
  • Share Vitalisierendes Duschgel Orangenblüte & Weißer Tee (von Share) – Gesamturteil „ausreichend“
  • Sebamed Frische Dusche (von Sebapharma) – Gesamturteil: „gut“

Eine positive Entwicklung ist bei anderen Zusätzen zu beobachten: In kaum einem Produkt waren synthetische Polymere enthalten. Nur in zwei Rezepturen kamen diese zum Einsatz, was zu einer Abwertung um zwei Noten führte. Insgesamt scheint bei Herstellern ein Umdenken hinsichtlich solch flüssiger Kunststoffe stattgefunden zu haben.

Die tägliche Dusche kannst du durch eine Katzenwäsche ersetzen. Der aktuelle Trend dazu nennt sich „Non-Bathing“. (Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Wie dusche ich richtig?

Duschen gehört zum Alltag. Doch wie oft sollte man duschen und welche Temperatur ist ideal? Oder sollte ich es mit dem Duschen ganz sein lassen? Die Ansätze sind unterschiedlich, doch es gibt klare Empfehlungen: für die Umwelt und für die Gesundheit. Zum Beispiel solltest du nicht zu heiß duschen, da dies deine Hautoberfläche belastet und den empfindlichen Wasser-Fett-Film schädigt. Unsere Autorin hat im Selbsttest kalt Duschen ausprobiert. Wie oft du duschen solltest, haben wir eine Dermatologin im Interview gefragt.

Um beim Duschen nicht unnötig Wasser zu verbrauchen und dabei gleichzeitig Geld zu sparen, haben wir diese fünf Spartipps für die Dusche für dich zusammengestellt.

Alle Testergebnisse und Details findest du im Öko-Test Jahrbuch Kosmetik 2023 sowie online bei ökotest.de.

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