Strom sparen: 15 Tipps für den Haushalt

Strom / Energie sparen
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Strom sparen ist ganz einfach, denn es gibt im Alltag viele kleine Dinge, die in Summe für eine hohe Stromrechnung sorgen. Mit diesen 15 Tipps für den Haushalt kannst du Geld und Energie sparen und so die Umwelt schonen:

1. Energie sparen: Den Wasserkocher richtig befüllen

Für das Erhitzen von Wasser verwendest du einen Wasserkocher? Willst du Strom sparen, ist das schon mal die richtige Wahl, denn er ist wesentlich effizienter als ein Elektroherd. Wichtig ist jedoch auch der Füllstand: Wenn du mehr Wasser kochst, als du eigentlich benötigst, steigt der Energiebedarf und auch der CO2-Ausstoß erhöht sich. Ein nicht verwendeter Liter Wasser pro Tag summiert sich schließlich auf satte 25 kg CO2 im Jahr. Du kannst viel Energie sparen (und jährlich 10 Euro), wenn du nur so viel Wasser erhitzt, wie du auch wirklich benötigst.

Strom sparen mit Wasserkocher
© Miro Poferl

Strom sparen durch die richtige Menge:
Du brauchst eine Tasse heißes Wasser? Dann füll zunächst kaltes Wasser in die Tasse gib es anschließend in den Wasserkocher, so erwärmst du genau die richtige Menge.

Übrigens:
Allzu günstige Wasserkocher laufen bis zu einer Minute weiter, obwohl das Wasser bereits kocht. Wenn du Strom sparen möchtest, kannst du das Gerät selbst ausschalten – und am besten beim Kauf gleich auf ein qualitativ hochwertiges Gerät setzen.

2. Energie sparen: Auf LEDs umsteigen

Mit Energiesparlampen kannst du Strom sparen, doch sie enthalten Quecksilber – lieber LEDs wählen!
Mit Energiesparlampen kannst du Strom sparen, doch sie enthalten Quecksilber – lieber LEDs wählen! (Foto: © dessauer - Fotolia.com)

Wusstest du, dass normale Glühlampen nur fünf Prozent der Energie für die Lichterzeugung nutzen? Die restlichen 95 Prozent verpuffen in ungenutzter Wärme. Lange Zeit wurde deshalb geraten, auf Energiesparlampen umzusteigen, da sie effizienter sind. Das stimmt zwar, jedoch enthalten Energiesparlampen hochgiftiges Quecksilber. Sie müssen im Sondermüll entsorgt werden und können gesundheitliche Schäden hervorrufen, wenn sie im Haushalt zerbrechen.

Eine gute Alternative sind LEDs. Man bekommt sie heute schon ab 8 Euro, auch sie können Strom sparen. Sie dürfen zwar auch nicht mit in den Restmüll, weil sie samt ihrer elektronischen Bauteile fachgerecht recycelt werden müssen. Doch LEDs enthalten wenigstens kein Quecksilber. Mit einer Lebensdauer von mindestens 20.000 Stunden halten sie bei einer durchschnittlichen Leuchtdauer von 3 Stunden pro Tag über 20 Jahre. Eine normale Glühlampe kommt gerade mal auf ein Jahr.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Wenn du Strom sparen willst, brauchst du nicht gleich alle Glühlampen auszutauschen. Du kannst aber in den Räumen, in denen du das Licht lange einschaltest, LEDs einsetzen – z.B. in der Küche, im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer.
  • LEDs ermöglichen schon heute ein Farbspektrum, das ähnlich kontinuierlich wie das der Glühlampe ist, und unter dem Gegenstände fast genauso natürlich aussehen können.

Verbrauchst du zu viel Strom? Der StromCheck von co2online sagt es dir!

3. Energie sparen: Klimaanlage muss nicht sein

An richtig heißen Tagen ist der Wunsch nach einer Klimaanlage verständlich. Doch die Geräte sind wahre Stromfresser und klimaschädlich: 165 kg CO2 stößt eine Klimaanlage aus, wenn sie an 30 Tagen im Jahr acht Stunden läuft. Du kannst 75 Euro im Jahr und jede Menge Strom sparen, wenn darauf verzichtest. Und Geld für Erkältungsmittel sparst du auch, denn bei großen Temperaturunterschieden zwischen kühler Wohnung und Hitze im Freien holt man sich schnell einen Schnupfen.

Wer in Deutschland lebt, braucht ohnehin nur selten eine Klimaanlage. Im Hochsommer kannst du mit einfachen Mitteln für Abkühlung sorgen:

  • Halte tagsüber die Fenster geschlossen und lass als zusätzlichen Schutz vor Wärme Rollos oder Jalousien runter.
  • Nutz die kühlen Stunden in der Nacht: Öffne die Fenster, damit frische Luft in die Räume kommt.
  • Ein Ventilator sorgt für eine kühle Brise – aber bedenke, dass auch er Strom zieht – wenngleich als eine Klimaanlage.
  • Wenn du dir dennoch unbedingt eine Klimaanlage anschaffen möchtest, sollte das Gerät zumindest Effizienzklasse A haben.

Lies auch unseren Beitrag Nachhaltige Tipps gegen Sommerhitze und Was ist die Energieeffizienzklasse?

4. Wähle einen energiesparenden Kühlschrank, um Energie zu sparen

Er läuft das ganze Jahr auf Hochtouren und ist im schlimmsten Fall für ein Viertel deines gesamten Stromverbrauchs verantwortlich: dein Kühlschrank. Mit einem neuen, qualitativ hochwertigen Gerät kannst du langfristig sehr viel Strom sparen, CO2-Emissionen reduzieren und auch deine Stromkosten senken.

Auch beim Kühlschrank kann man Strom sparen
Auch beim Kühlschrank kann man Strom sparen (Foto: © Coolar)

Bei einem Neukauf solltest du also unbedingt auf den Energieverbrauch achten. In den vergangenen Jahren hat sich die Energieeffizienz von Kühlschränken und Gefriertruhen stark verbessert, so dass du mit einem neuen Gerät bis zu 50 Prozent der Energie gegenüber einem Standard-Altgerät einsparen kannst! Beispiel: Ersetzt man einen 15 Jahre alten Kühlschrank der Effizienzklasse D durch ein Modell der Klasse A+++, spart man pro Jahr 370 kWh und 105 Euro.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Dein alter Kühlschrank verweigert den Dienst? Dann ist jetzt die beste Zeit für einen Neuanfang: Hol dir ein energieeffizientes Gerät. Aber Achtung: Bei Kühl- und Gefriergeräten ist A+++ die beste Wahl, A inzwischen nur noch drittklassig.
  • Auch innerhalb der Klassen gibt es große Unterschiede. Schau dir die Verbrauchsangaben an und überleg dir, ob es unbedingt das XXL-Modell sein muss. Denn ein überdimensionierter Kühlschrank verbraucht natürlich mehr. Als Richtwert, wie groß der Kühlschrank sein sollte, können 60 Liter pro Person gerechnet werden.
  • Ein neuer Kühlschrank der Klasse A+++ mit Gefrierfach kostet rund 500 Euro. Oft lohnt sich sogar der Ersatz noch funktionstüchtiger Geräte – die Investition amortisiert sich schnell.
  • Wenn du Vorräte richtig lagerst und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellst, kannst du weitere Stromkosten sparen. Richtig gekühlt behalten Obst und Gemüse zudem ihre Vitamine. Weitere Informationen dazu findest du im Utopia Kühlschrank-Guide.
  • Lies auch unseren Beitrag Was ist die Energieeffizienzklasse?

Mach den KühlCheck
Mit dem KühlCheck erfährst du, ob sich der Austausch deines alten Kühlschranks lohnt und welches neue Gerät für dich geeignet ist. Gleichzeitig berechnet er die CO2-Emissionen deines Altgerätes und die Umweltentlastung durch die Neuanschaffung.

Ist dein Kühlschrank ein Stromfresser? Der KühlCheck von co2online sagt es dir!

5. Energie sparen: Laptop statt PC

Liest du diesen Artikel gerade an einem Desktop-PC oder am Laptop? Für deine Klimabilanz wäre der Laptop wesentlich günstiger. Um eine möglichst lange Akku-Laufzeit zu gewährleisten, brauchen Laptops nämlich viel weniger Energie – bis zu 120 kg CO2 vermeiden sie jährlich gegenüber PCs. Im normalen Betrieb verbraucht ein Multimedia-PC 200 Watt und mehr, ein Laptop mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung kommt hingegen mit nur 30 Watt aus. Du kannst 55 Euro im Jahr sparen, wenn du auf einen praktischen Laptop umsteigst, sobald dein alter PC nicht mehr funktioniert.

Weitere Tipps zum Strom sparen:
Einen Laptop kannst du überall verwenden: am Schreibtisch, auf dem Sofa, im Bett, im Café, im Park, in der Bahn. Platzsparend ist er auch noch.

  • Achte aber darauf, dass dein Laptop stets auf einem ebenen Untergrund steht, damit die Lüftung arbeiten kann und das Gerät nicht zu heiß wird.
  • Denke außerdem daran, den Energiesparmodus im Energiemanagement deines Betriebssystems zu aktivieren.
  • En Apple Mac Mini ist besonders energiesparend.
  • Lies auch unsere Klimatipps für Notebooks, Drucker, Smartphones.

6. Energie sparen: Waschen ohne Vorwäsche

Die heutigen Waschmaschinen habe eine so starke Leistung, dass Vorwäsche überflüssig ist. Auch mit dem Hauptprogramm allein wird deine Wäsche blitzsauber. Waschen ohne Vorwäsche vermeidet bei drei Waschgängen in der Woche 35 kg CO2 im Jahr und du sparst jährlich 15 Euro.

Noch ein Tipp zum Strom sparen:

7. Energie sparen: Wäsche mit 30 °C waschen

Mehr als drei Viertel der Energie eines Waschgangs werden für das Erhitzen des Wassers benötigt. Wenn du allein nur zwei Waschgänge in der Woche bei 30 °C statt bei 60 °C wäschst, vermeidest du viel CO2. Senkst du die Waschtemperatur von 60 °C auf 30 °C, wird nur ein Drittel des Stroms gebraucht und du kannst 40 Euro im Jahr sparen.

Strom sparen mit Waschmaschine
© Miro Poferl

Noch ein Tipp zum Strom sparen:

  • Maschine vollmachen! Beim Wäsche Waschen werden oft nur halb gefüllte Waschmaschinen angeschaltet – mit voller Waschmitteldosis und bei vollem Wasserverbrauch

8. Energie sparen: Wäsche richtig trocknen

Unterwäsche von Frija Omina
Trocknet kostengünstig und umweltfreundlich: Wäsche auf der Leine statt im Trockner (Foto: © Frija Omina)

Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Waschkeller, es ist immer energiesparender die Wäsche auf einem Wäscheständer zu trocknen, anstatt dafür einen Trockner zu nutzen. Bis zu 385 kg CO2 stößt ein dieser im Laufe eines Jahres aus – für etwas, das die Luft klimaneutral für dich erledigen kann. Du sparst rund 180 Euro jährlich, wenn du auf einen Trockner verzichtest.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Plane deine Waschwoche im Voraus, damit du Wäsche nicht kurzfristig trocknen musst.
  • Gut geschleuderte Wäsche trocknet schneller.
  • Wenn es gar nicht ohne Trockner geht, investiere in ein Gerät mit Effizienzklasse A.
  • Kondensationstrockner brauchen nur halb so viel Energie wie ein herkömmliche Trockner.
  • Die Wäscheleine ist in der Klimabilanz jedoch stets die beste Wahl.

9. Energie sparen: Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen

Die Innenwände deines Kühlschranks und der Gefriertruhe haben einen leichten Reifansatz? Das ist ganz normal. Wenn sich aber eine dicke Eisschicht bildet, erhöht sich dadurch der Stromverbrauch. Dann solltest du das Gerät unbedingt abtauen, denn der Dauerbetrieb vereister Kühlgeräte verursacht jährlich 30 kg CO2. Schon eine Vereisung von 5 mm erhöht den Stromverbrauch deines Kühlschranks um 30 Prozent. Das macht selbst bei einem modernen Gerät der Klasse A+++ 15 Euro im Jahr aus.

Utopia empfiehlt Saturn Kühlschrank und Gefrierschrank
Strom sparen und an die Umwelt denken: Beides funktioniert, wenn du Kühlschrank und Gefrierfach regelmäßig abtaust

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Kontrollier deinen Kühlschrank und das Gefrierfach auf besagte Eisschicht und tau die Geräte in regelmäßigen Abständen ab.
  • Im Winter kannst du Lebensmittel vor das Fenster stellen, bis der Gefrierschrank abgetaut ist. Im Sommer Vorräte weitestgehend aufbrauchen und die Geräte in den frühen Morgenstunden abtauen, wenn es noch frisch ist und deine Lebensmittel die Wartezeit besser überstehen.
  • Einige Kühlschränke sind heute mit einer so genannten No-Frost-Funktion ausgestattet. Diese verhindert Eisbildung in Gefrierfächern. So entfällt lästiges Abtauen, allerdings verbraucht die Funktion zusätzlich Energie. Sie ist daher nur dann sinnvoll, wenn durch häufiges Öffnen des Gefrierfachs verstärkt Feuchtigkeit eintritt.
  • Bildet sich permanent sehr viel Reif, solltest du einmal die Türdichtung überprüfen und gegebenenfalls auswechseln.
  • Verstau deine Lebensmittel lieber verschlossen im Kühlschrank, damit er gar nicht erst vereist. Unverpackt geben sie Feuchtigkeit ab und lassen schneller eine Eisschicht entstehen.
  • Achte beim Neukauf des Geräts auf das Energielabel A+++.
  • Stell deinen Kühlschrank nicht neben Wärmequellen und die Gefriertruhe an einen kühlen Ort. Das Gerät kann die entstehende Wärme besser abgeben, hält dadurch länger und verbraucht weniger Strom. Die Klimaklasse auf dem Typenschild deines Geräts informiert dich über die richtige Umgebungstemperatur.

Mach den KühlCheck:
Mit dem KühlCheck kannst du feststellen, ob dein Kühlschrank noch auf dem neusten Stand der Technik ist oder sich ein Austausch lohnt.

Zum KühlCheck von co2online …

10. Energie sparen: Kühlschranktür schnell schließen

Jedes Mal, wenn du die Kühlschranktür öffnest, entweicht Kälte. Um das zu kompensieren, braucht dein Kühlschrank viel Energie. Jährlich werden durch das lange Öffnen der Kühlschranktür etwa 15 kg CO2 erzeugt. Also lieber einen kurzen Blick in den Kühlschrank werfen, Tür wieder schließen und dann in Ruhe überlegen, worauf du Hunger hast, anstatt minutenlang vor dem geöffneten Kühlschrank darüber nachzudenken. Damit sparst du 10 Euro im Jahr – Geld, das du sicherlich viel lieber in etwas Leckeres investierst.

Weitere Infos zum Strom sparen:

  • Jedes Mal, wenn du die Kühlschranktür öffnest, braucht dein Kühlschrank durch das Entweichen der kalten Luft so viel Strom wie eine 60-W-Glühbirne, die zehn Minuten lang brennt.
  • Lieber die Kühlschranktür nach jedem Öffnen schließen, auch wenn du mehrmals hintereinander Lebensmittel entnimmst. Auf diese Weise entweicht weniger Kälte, als wenn du die Tür längere Zeit offen stehen lässt.

11. Energie sparen: Auf Standby verzichten

An deinem Fernseher und DVD-Player brennt permanent ein Licht? Das Netzteil deines Deckenfluters ist warm oder brummt? Findest du an der Espresso-Maschine keinen richtigen Ausschalter? Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom, der für den Ausstoß von bis zu 245 kg CO2 jährlich verantwortlich ist.

Das Umweltbundesamt beziffert die unnötigen Kosten durch Standby-Verbrauch deutschlandweit auf vier Milliarden Euro jährlich! Im Haushalt macht das etwa ein Zehntel deiner Stromrechnung aus. Durch fast vollständigen Verzicht auf den Standby-Modus kannst du im Jahr 400 kWh und die stolze Summe von 115 Euro sparen.

Strom sparen mit automatischen Steckdosenleisten
© Miro Poferl

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Achte darauf, dass Elektro- und Ladegeräte nach Gebrauch wirklich ausgeschaltet sind. Am besten nach dem Aufladen der Geräte den Stecker ziehen.
  • Mit einer Steckdosenleiste mit Schalter drehst du allen „heimlichen Verbrauchern“ mit einem Klick den Strom ab. Die Leisten gibt es für etwa fünf Euro im Handel. Es gibt sogar ferngesteuerte Steckdosen für zehn Euro.
  • Achte schon beim Kauf darauf, ob sich Geräte vollständig vom Netz trennen lassen und wähle Geräte mit einem sehr niedrigen Standby-Verbrauch.
  • Niedrigpreisige Geräte verbrauchen im Standby-Modus oft unverhältnismäßig viel Strom. Über die Lebensdauer gesehen sind solche Energieverschwender dann teurer als energieeffiziente Geräte.
  • Um wirklich sicher zu wissen, wie viel Strom deine elektronischen Geräte verbrauchen, kannst du zeitweise ein Strommessgerät vorschalten.

Noch mehr Infos zu dem Thema findest du auch im Utopia-Artikel Strom sparen für Faule: Tipps und Geräte

12. Energie sparen: Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen

Du kannst deine Wasch- und Spülmaschine direkt an die Warmwasserversorgung anschließen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn du eine energieeffiziente Warmwasserbereitung nutzt. Dazu zählen etwa moderne Gas- oder Ölheizungen, Solaranlagen oder Fernwärme. Sie alle stoßen 45 kg weniger CO2 pro Jahr aus.

Wenn du Gas zur Warmwassererhitzung nutzt, kannst du bei jedem Waschgang bis zu 25 Prozent der Stromkosten einsparen – das sind jährlich etwa 20 Euro. Bei einer Solarthermieanlage, ist die Einsparung sogar doppelt so hoch.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Deine Waschmaschine verfügt nicht über einen integrierten Warmwasseranschluss? Erkundige dich beim Hersteller, ob diese nicht trotzdem für die Zufuhr von warmem Wasser ausgelegt ist – meist ist dies der Fall.
  • Du kannst dann ein Vorschaltgerät installieren, das im Zulaufschlauch warmes und kaltes Wasser mischt und die Maschine so mit Wasser in der richtigen Temperatur versorgt.
  • Du verfügst, wie oben beschrieben, über eine besonders energieeffiziente Warmwassererzeugung? Dann lohnt es sich, beim nächsten Kauf eine Maschine mit integriertem Warmwasseranschluss zu wählen. Damit sparst du nicht nur Strom, sonder auch die Kosten für ein externes Vorschaltgerät.
  • Auch die meisten Spülmaschinen lassen sich an das Warmwassersystem des Haushalts anschließen.
  • Wenn du zusätzlich die Warmwasserleitung isolierst, sorgst du für optimale Effizienz.

Ist dein Wasserverbrauch zu hoch? Der WasserCheck von co2online sagt es dir!

13. Energie sparen: Zu Ökostrom wechseln

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Der Wechsel zu Ökostrom geht einfach und schnell

Der Aufwand ist minimal, das Ergebnis wird dich überraschen: Durch einen einfachen, kostenlosen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter vermeidet ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh rund 935 kg CO2 pro Jahr. Hier geht es also nicht ums Strom sparen, sondern darum, klimaschädliche CO2-Emissionen einzusparen.

Der Grund für dieses enorme Einsparpotenzial: Konventioneller Strom wird zum größten Teil aus fossilen Brennstoffen gewonnen – und Kohle, Öl und Co. stoßen immens viel CO2 in die Atmosphäre aus. Über 600 Gramm emittiert der herkömmliche deutsche Strommix je kWh. Klimafreundlicherer Strom muss nicht teurer sein als konventioneller Strom.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

Ökostrom-Label im Vergleich
Bei der Wahl von Ökostrom unbedingt auf die richtigen Label achten (Foto: © by-studio - Fotolia.com)

14. Energie sparen: Kochen mit Deckel

Zu jedem Topf findet sich ein Deckel – passt er perfekt, kannst du damit auch Strom sparen. Wenn du dann noch darauf achtest, auf die jeweilige Herdplatte den passenden Topf zu stellen, senkst du deinen Energieverbrauch beim Kochen um etwa zwei Drittel.

Weitere Tipps zum Strom sparen:

  • Neue Topfdeckel für energiesparendes Kochen gibt es ab fünf Euro.
  • Der Durchmesser des Topfes darf ruhig etwas größer sein als die Herdplatte, nur nicht kleiner!
  • Schalte beim Kochen den Regler rechtzeitig zurück und frühzeitig ab, um die Restwärme zu nutzen.
  • Verwende beim Kochen am besten nur so viel Wasser wie nötig – eine Packung Nudeln muss beispielsweise nicht in fünf Litern Wasser gekocht werden.
  • Für einfaches Erhitzen von Wasser statt des Elektroherds lieber den Wasserkocher verwenden, auch so kannst du Strom sparen.

15. Strom sparen: Energieverbrauch berechnen & kontrollieren

Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge schneller und tut sich beim Strom sparen leichter. Neben Stift und Zettel oder einer Tabellenkalkulation gibt es ein praktisches Werkzeug: das kostenlose Energiesparkonto. Damit wird auch klar, wie der Verbrauch im Vergleich zum Durchschnitt aussieht. Wer es noch genauer wissen will, kann Strommesser für einzelne Geräte ausleihen – und mit dem Energiesparkonto bequem auswerten.

So geht´s:

  • Eröffne ein Energiesparkonto auf www.energiesparkonto.de.
  • Gib regelmäßig deine Zählerstände für Heizenergie, Strom und Wasser ein.
  • Vergleiche deinen Verbrauch mit dem anderer deutscher Haushalte. Dabei siehst du auch, wo du noch Energie einsparen kannst.
  • Lade dir die kostenlose EnergieCheck-App auf dein Android-Smartphone oder iPhone. Damit wird die Nutzung deines Energiesparkontos noch einfacher. Denn du kannst deine Verbrauchsdaten direkt am Zähler eingegeben. Die App synchronisiert alle Daten mit deinem Energiesparkonto und beginnt sofort mit der Auswertung.
  • Praktisch ist auch die Zusatzfunktionen der App: Der StandbyCheck deckt heimliche Stromfresser in deinem Haushalt auf.
  • Und per automatischer Standortbestimmung findest du Handwerker, Energieberater oder Verbraucherzentralen in deiner Umgebung, die dir beim Energiesparen helfen

Lies auch diese 15 Tipps und Tricks zum Stromsparen sowie viele weitere Informationen rund um das Thema Energiesparen bei co2online.de – unserem Partner für nachhaltiges Wohnen, Bauen und Leben.

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(5) Kommentare

  1. „Im normalen Betrieb verbraucht ein Multimedia-PC 200 Watt und mehr, ein Laptop mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung kommt hingegen mit nur 30 Watt aus.“

    Mottenkiste?

    Die Zeiten sind längst vorbei. Bauvorschläge der Zeitschrift c´t, betrifft Server, Office bis zum Spiele Rechner:
    http://www.heise.de/ct/entdecken/?keywords=Bauvorschlag

    Die Liste der empfohlenen Teile für den 11 Watt PC bzw. den Büro Quader:
    http://www.heise.de/preisvergleich/?cat=WL-598844
    http://www.heise.de/preisvergleich/?cat=WL-598843

    Notebooks mögen super praktisch sein, doch seltenst sind die von eigener Hand reparierbar, erweiterbar, aufrüstbar. Spieletaugliche Klapprechner genehmigen sich weit mehr Verbrauch als 30 Watt.

    „Liest du diesen Artikel gerade an einem Desktop-PC oder am Laptop? Für deine Klimabilanz ist der Laptop wesentlich günstiger.“

    Nein, die Anschaffungskosten plus der Ressourcenverbrauch durch einen neuen Laptop ist keineswegs automatisch besser in der Nachhaltigkeits- noch Klimabilanz. Solange es der vorhandene PC noch tut, Strom ist nachhaltig erzeugbar, die Ressourcen hingegen sind endlich, Recycling funktioniert leider nur eingeschränkt. Das mag sich irgendwann in der Zukunft ändern, sobald der erste Cradle-to-cradle Laptop auf dem Markt ist, kaufe ich ihn.

    Schon klar, ihr wollt mit solchen Hinweisen zum Nachdenken wie Nachmessen anregen, doch die Fakten sollten dennoch stimmen. Strom ist nur ein Faktor bei der Geräte Auswahl.

    Beim Thema Wasch- und Spülmaschine der gleiche Einwand: lohnt es sich wirklich mit dem Anschluß an die Warmwasserleitung? Hängt von der Erzeugung des Warmwassers ab. Da kann man schlecht pauschalisieren.

    Die Kosten für den Installateur bzw. die Mehrkosten bei diesen anschlußfähigen Geräten liegen m.E. zu hoch angesichts der geringen Energieeinsparung. Das mag jeder für sich nachrechnen.

    Will ich nachts die Maschinen laufen lassen, müsste die per Zentralheizung nötige Warmwassererzeugung anlaufen, ist das so viel effizienter? Wir sind an Fernwärme angeschlossen, das wird in kWh die Wärme abgerechnet, Strom ist deutlich günstiger.

    Bei der Verwendung von LED Lampen für E14 und E27 bin ich etwas ernüchtert, zuviele Defekte trotz hochwertiger Produkte, da hätte ich eine längere Lebensdauer erwartet. Im KFZ hingegen bin ich zufrieden, ist zwar nur halblegal, aber dort ist endlich Ruhe mit dem Verschleiß und Gepfrimel bei erschwerter Zugänglichkeit.

  2. Huhu, ja die LED`s gehen leider sehr schnell kaputt… Vor drei Jahren ca. 50 LED-Deckenleuchten ausgewechselt. sehr viele sind schon kaputt, trotzdem sind 3 Watt immer noch besser als 25 W. Zur Klimaanlage, ist wohl noch nicht angekommen, dass man sich damit keine Erkältung zuziehen kann, da diese eine bakterielle Entzündung ist und nur über Ansteckung zu bekommen ist. Wenn man eine Klimaanlage besitzt, egal ob in der Wohnung oder dem Auto, besser den Mund zu lassen, oder aber regelmäßig trinken, damit der Mund und der Rachen nicht austrocknen. Man würde sonst Risse im Mund-/Rachenraum bekommen, die Halsschmerzen verursachen. Das ist alles! Bei der Waschmaschine, auch bei neueren, wird die Wäsche bei 30grad nicht vollständig sauber, wenn ich dann per Hand nachwaschen oder vorarbeiten muss, verbrauche ich auch zusätzlich Strom und Wasser, macht keinen Sinn… Die Spülmaschine sollte man sinnvoll einsetzen und zwar dahingehend, dass man wirklich alles auch Töpfe und Pfannen damit spült, es ist immer noch preiswerter die Maschine einmal am Tag laufen zu lassen, als diese Sachen mit der Hand zu spülen. Da kann man dann auch gleich den Spüllappen und den Schwamm mit waschen… Man verbraucht zu viel Wasser und zusätzlich Strom. Man sollte jedes Jahr aufs neue die Stromanbieter prüfen und ggfs. wechseln…Das ist eine große Hilfe, da die Grundversorger immer viel zu teuer sind. Wenn man ein Induktionskochfeld benutzt wird der Wasserkocher überflüssig… Auf dem Herd kocht das Wasser wesentlich schneller. Nudeln in der Pfanne kochen, diese so gerade mit Wasser bedecken, die Nudeln herausnehmen, wenn sie fertig sind. Das Wasser ist eine gute Grundlage für Sossen.
    Plumpaquatsch…

  3. Ein paar Sachen sind mir aufgefallen:
    Falls man eine Zirkulationsleitung mit warmen Wasser hat (also nach ganz wenigen Sekunden wirklich sehr heißes Wasser aus dem Hahn kommt), kann es Sinn machen, den Wasserkocher direkt mit dann heißem Wasser zu befüllen. Geht schneller und somit spart man Strom. Wasser mit Strom zu erhitzen ist nämlich generell keine so gute Idee (siehe Durchlauferhitzer). Fall man „kostenlosen“ Strom von seiner Photovoltaikanlange bekommt, kann die Sache anders aussehen.
    Und wenn wir schon von Warmwasser sprechen, die Waschmaschine einfach so an Warmwasser anzuschließen ist generell eine sehr schlechte Idee. Alle Spülgänge sind nun bei hohen Temperaturen, was überhaupt nicht notwendig und somit nicht sinnvoll ist. Außerdem kann man garnicht mehr kalt oder mit niedrigen Temperaturen waschen, was fatal für empfindliche Teile wie Wolle ist, vieles würde kaputt gehen oder einlaufen. Wenn die Waschmaschine jedoch explizit zusätzlich zum Kaltwasser parallel auch an Warmwasser angeschlossen werden kann, sieht es wiederum anders aus, aber diese Maschinen kosten glaub ich deutlich mehr Geld. Vermutlicher Grund: Geringere Marge (+ natürlich komplizierter und zusätzliche Teile). Es hat sich nicht durchgesetzt, da der Einspareffekt wohl doch nicht so riesig ist (außer man hat wie oben beschrieben ne Zirkulationsleitung etc.). Kann aber in gewissen Situationen (z.B. Solarthermie) Sinn ergeben.
    Und der Tipp bei 30 °C zu waschen, naja. Für viele Sachen macht wohl mindestens 40 °C Sinn, aber das merkt man dann irgendwann selber.
    Achja, und für die Spülmaschine, da denke ich, dass es durchaus keine Nebenwirkungen hat, Warmwasser direkt anzuzapfen. Je nachdem, wie lange es dauert, bis wirklich heißes Wasser aus dem Hahn kommt, könnte es sogar teurer werden, aber sonst hat es vermutlich wohl keine großen Nebenwirkungen. Theoretisch ist der Reiniger darauf nicht optimiert, aber bei uns zuhause wird trotzdem alles sauber.
    Und dann noch was zur Empfehlung vom Mac Mini. Ja, er verbraucht sehr wenig Strom, ist halt Laptop-Technologie, nur nicht zum Mitnehmen. Ich hab noch einige alte Apple Geräte, die auch technisch noch top sind, aber halt schon seit Jahren nicht mehr mit (z.B. Sicherheits-) Updates versorgt werden, sodass sie heutzutage für praktisch alles relevante (= was mit Internet zu tun hat) unbenutzbar sind. Genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit ist das. Würde ich hier nicht so uneingeschränkt empfehlen.

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