Fahrradunfall: Das solltest du wissen

Foto: CC0 / Pixabay / GlauchauCity

Ein Fahrradunfall kann zum Teil schwerwiegende Schäden mit sich bringen. Wir geben dir Tipps, wie du sie vermeiden kannst und erklären dir, wie du dich richtig verhältst, falls du doch in eine solche Situation gerätst.

Was bei einem Fahrradunfall zu tun ist

Durch Missachten wichtiger Verkehrsregeln kann ein Fahrradunfall passieren. Während die Verkehrsunfälle insgesamt sinken, steigen die Zahlen der Verletzten durch Fahrradunfälle. Nach einer Studie des Deutschen Verkehrsrates gab es im Jahr 2018 88.435 Verletzte in Folge von Fahrradunfällen. 

Solltest du selbst einmal in eine solche Situation geraten ist es in erster Linie wichtig, dass du Ruhe bewahrst und einen kühlen Kopf behältst. So verhältst du dich nach einem Fahrradunfall richtig:

  • Unfallstelle absichern: Du schützt dich und andere im Straßenverkehr, indem du die Unfallstelle möglichst deutlich erkennbar markierst.
  • Notruf/Polizei alamieren: Gibt es Verletzte, musst du schnellstmöglich einen Krankenwagen rufen. Die Polizei wird dann in der Regel über den Rettungsdienst informiert. Ist niemand verletzt, aber sind durch den Unfall große Schäden entstanden oder es kommt zu Streitigkeiten ist es wichtig, die Polizei zu informieren, um den Schaden aufzunehmen und den Streit zu schlichten.
  • Erste Hilfe leisten: Wurde eine oder mehrere Personen durch den Fahrradunfall verletzt, bist du dazu verpflichtet, erste Hilfe zu leisten. Auf diese Weise kannst du möglicherweise Menschenleben retten.
  • Dokumente vorzeigen: Alle am Unfall beteiligten Personen sind dazu verpflichtet, ihre Papiere wie beispielsweise den Personalausweis oder die Fahrzeugpapiere einander bzw. der Polizei vorzuzeigen. Du solltest dir die Namen und Adressen sowie gegebenenfalls KFZ-Kennzeichen der anderen beteiligten Personen sowie die Telefonnummer von Zeugen notieren.
  • Unfall der Versicherung melden: Den Unfall musst du auch der Versicherung melden, damit diese den Schaden übernehmen kann.
  • Gegebenenfallls Anwalt einschalten: Hast du schwere Verletzungen durch einen Unfall erlitten, kann es empfehlenswert sein, für Schmerzensgeld einen Anwalt einzuschalten. Besitzt du eine Rechtsschutzversicherung, kommt diese auch für die Kosten des Anwalts auf.

So kannst du Fahrradunfälle vermeiden

Beachte gekennzeichnete Fahrradwege, um Unfälle mit dem Fahrrad zu vermeiden.
Beachte gekennzeichnete Fahrradwege, um Unfälle mit dem Fahrrad zu vermeiden.
(Foto: CC0 / Pixabay / AKrebs60)

Viele Fahrradunfälle lassen sich durch ein rücksichtsvolles Verhalten verhindern. Das kannst du tun:

  • Verkehrssicheres Fahrrad: Ein verkehrssicheres Fahrrad ist die wichtigste Grundlage, um sicher am Verkehr teilnehmen zu können.
  • Fahrradhelm: Er kann dich bei Unfällen vor schwerwiegenden Kopfverletzungen schützen.
  • Gut sichtbare Kleidung tragen: Gerade um Unfälle mit PKW-Fahrer*innen zu vermeiden, ist es hilfreich, helle Kleidung beim Fahrradfahren zu tragen, damit du auch von anderen gut gesehen werden kannst.
  • Licht einschalten: Besonders bei Fahrten im Dunkeln oder bei schlechten Wetterverhältnissen solltest du nur mit eingeschaltetem Licht unterwegs sein.
  • Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer: Als Fahrradfahrer*in ist es wichtig, auch auf andere Verkehrsteilnehmer*innen zu achten, gerade auf Fußgänger*innen.
  • Richtige Straßenseite verwenden: Unfälle können auch schnell dadurch entstehen, dass Radfahrer*innen die falsche Straßenseite benutzen. Achte darauf, nur auf der richtigen Seite und auf gekennzeichneten Radwegen zu fahren, soweit es welche gibt.
  • Geschwindigkeit: Fahre möglichst nur in mäßigem Tempo. Nur so kannst du die aktuelle Situation im Straßenverkehr richtig einschätzen und auf andere Verkehrsteilnehmer Acht geben.
  • Vorfahrtsregeln: Beachte die Vorfahrtsregeln und halte an roten Ampeln an, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

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(1) Kommentar

  1. Meistens sind die Radfahrer deutlich mehr körperlich (und damit auch seelisch!) ramponiert. Leider führt das immer wieder dazu, dass der Autofahrer seine Sicht des Unfallhergangs zuerst darlegen kann.
    Diese landet dann übrigens im Polizeibericht. Sollte sich später eine andere Sicht als richtig erweisen (Ermittlungen und Rechtsurteil) wird das meist nicht nochmals veröffentlicht.

    PS: Warum muss man eigentlich immer so furchtbar weit runterscrollen, um zu kommentieren?